Diese 4 Kompetenzen machen Dich erfolgreich

Stress

Selbststeuerungskompetenzen helfen, in turbulenten Zeiten erfolgreich zu sein

Die heutige Zeit stellt an Dich als Führungskraft besondere Anforderungen – insbesonders an Deine Selbstführung und Deine Selbststeuerungskompetenzen. Du kennst vielleicht das Gefühl, die Dinge immer weniger im Griff zu haben. Die täglichen Anforderungen bringen Dich manchmal an Deine Leistungsgrenze. Vielleicht hast Du auch öfter das Gefühl, hart zu arbeiten aber wenig wirklich Wichtiges am Ende des Tages zu erreichen. Das kann ganz schön frustrierend sein!

Doch wie kannst Du es schaffen, Deinen Arbeitstag wieder mehr unter Deine Kontrolle zu bekommen?

Diese Zutaten machen Dich zur kompetenten Führungskraft

Der Schlüssel zu mehr persönlicher Freiheit und Kontrolle liegt in Dir selbst – in Deiner Fähigkeit zur Selbstführung und Deinen Selbststeuerungskompetenzen. Peter Drucker hat dies so ausgedrückt, dass eine Führungskraft im Grunde nur eine Person führen kann und muss: sich selbst.

Gefragt ist also eine gut entwickelte Selbstführung. Doch was gehört alles zur Selbstführung dazu?

  • An erster Stelle steht die Selbsterkenntnis. Wer um seine Stärken und Schwächen Bescheid weiß und gelernt hat, damit umzugehen, gewinnt Führungssicherheit.
  • Wer sich selbst gut führen kann, hat eine große Verhaltensbandbreite und ein gutes Gespür dafür, welches Verhalten im Augenblick sinnvoll ist.
  • Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt ist eine klare Vision. Wenn Du weißt, wohin die Reise gehen soll, kannst Du auch in unruhigen Zeiten Kurs halten.
  • Nur Visionär zu sein genügt nicht. Wichtig ist auch die Rollenklarheit verbunden mit einer persönlichen Mission. Du solltest wissen, was Dein Auftrag im Unternehmen ist. Das hilft Dir bei der Fokussierung!
  • Wer als Führungskraft erfolgreich sein will übernimmt Verantwortung und erkennt Handlungsmöglichkeiten.
  • Tools zur Selbstorganisation sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Selbstführung.
  • Schließlich benötigst Du zur erfolgreichen Selbstführung auch Selbststeuerungskompetenzen. Im Grunde geht es dabei darum, seine psychischen Prozesse so abzustimmen, dass man die geeigneten Schritte unternimmt, um ein gewähltes Ziel zu erreichen. Hier geht es um die Entwicklung von geeigneten Einstellungen, der Fähigkeit zur Selbstmotivation und der entsprechenden emotionalen Steuerung.

Du siehst, dass zur Selbstführung eine ganze Menge an Aspekten gehört. Eine zentrale Stellung nehmen dabei die Selbststeuerungskompetenzen ein.

Nutze Deine Selbststeuerungskompetenzen

Gerade im Bereich der Selbststeuerungskompetenzen hat die psychologische Forschung große Fortschritte gemacht. So ist es heute möglich, eine Vielzahl an Komponenten der Selbststeuerung zu erfassen. Im Wesentlichen besteht die Selbststeuerung aus den 4 Hauptkomponenten:

  1. Selbstregulation – Hast Du das Gefühl, den eigenen Zielen und Werten entsprechend zu handeln?
  2. Selbstkontrolle – Wie gut gelingt es Dir, ein Ziel hartnäckig zu verfolgen und Frustrationstoleranz mitzubringen?
  3. Handlungsinitiative – Wie handlungsbereit bist Du oder schiebst Du gerne Dinge auf?
  4. Selbstzugang –Wie gut ist es um Deine Stressregulation bestellt? Kannst Du Misserfolge gut bewältigen?

Diese 4 Komponenten der Selbststeuerung zu entwickeln ist ein entscheidender Schritt um als Führungskraft erfolgreich zu sein.

So entwickelst Du Deine Selbststeuerungskompetenzen

Die Selbstregulation entwickelst Du durch eine klare Mission. Wenn Du weißt, wofür Du stehst und was der Sinn Deiner Tätigkeit ist, hilft das Dir, auch schwierige und turbulente Zeiten gut zu überstehen. Nimm Dir einmal Zeit für Dich und notiere Dir, was Dir an Deinem Job Spaß und Freude macht und bei welchen Tätigkeiten Du die Sinnhaftigkeit Deines Handelns am meisten spürst. Dabei kommt es darauf an, jene Motivatoren zu entdecken, die aus Dir selbst kommen, die Du mit einem Sinnerleben verknüpfst.

Eine gute Selbstregulation führt automatisch zu einer Fokussierung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben und lässt Dich jene Ziele und Visionen in den Blick nehmen, für die Du Dich wirklich einsetzen willst.

Bei der Selbstkontrolle geht es mehr um den planerischen Aspekt der Selbstführung. Ein attraktives Ziel alleine reicht noch nicht aus, damit Du es auch tatsächlich erreichst. Auf dem Weg zum Ziel sind noch viele Schritte nötig. Es tauchen vielleicht auch Schwierigkeiten auf. Wenn Du Dir einen Plan machst, die Schritte zum Ziel bedenken, dann hast Du eine Route, der Du folgen kannst. Das hilft Dir voranzukommen.

Ein noch so guter Plan hilft aber nichts, wenn nicht die Handlungsinitiative hinzukommt. Es gibt viele Menschen, die wissen was sie wollen, die auch einen klaren Plan haben, aber trotzdem nicht „in die Gänge“ kommen. Der Psychologe Julius Kuhl hat herausgefunden, dass ein bestimmtes psychisches System in unserem Gehirn für die Umsetzung von Absichten notwendig ist. Dieses System wird dann aktiv, wenn man sich in einer positiven Stimmung befindet.

Nutze den Flow-Zustand

Du kennst das sicher aus dem eigenen Erleben: wenn Du „gut drauf“ bist, dann läuft es einfach gut und die Dinge gehen leicht von der Hand. Wenn Du dann noch Tätigkeiten durchführst, die Du mit Deinem persönlichem Sinn oder Deiner Mission verknüpfst, kann es leicht sein, dass Du in einen Flow-Zustand gerätst. Und in diesem Zustand gelingen selbst knifflige Aufgaben besonders gut!

Also: möchtest Du rasch Deine Ziele verwirklichen, dann versuche gezielt, Gefühle wie Freude, Spaß, Enthusiasmus etc. zu entwickeln. Auch Belohnungen können ein Ansporn sein und zünden den Umsetzungsturbo. Bemühe Dich auch um eine gute Stimmung in Deinem unmittelbaren Umfeld. Eine Kultur der Negativität solltest Du in Deinem Team nicht zulassen. Sorge für eine Kultur der Wertschätzung in Deiner Organisation.

Wie Du Stress bewältigst

Eine der größten Herausforderungen für Führungskräfte ist der Umgang mit Stress. Zwar ist ein gewisses Maß an Stress durchaus positiv! Mäßiger Stress fördert sogar den Zugang zu den inneren Ressourcen.

Das bereits erwähnte Flow-Erleben ist nicht nur ein Resultat einer guten Stimmung, sondern auch von einer mäßigen Überforderung, die den Organismus zu höherer Leistung anspornt. Auf eine solche Anspannungsphase sollte jedoch unbedingt eine Erholungsphase folgen.

Wenn diese Erholungsphasen ausbleiben, dann befindet sich der Organismus ab irgendeinem Zeitpunkt im Dauerstress. Dann sinkt nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern man fühlt sich zunehmend von seiner Tätigkeit entfremdet.

Vielleicht kennst Du selbst dieses Gefühl, wenn nach einem hektischen Tag zwar vieles erledigt wurde, Du jedoch das Gefühl hast, nicht die „eigentlichen“ Dinge angepackt zu haben. Das sind eindeutige Anzeichen dafür, dass Du Dich in einer Stressphase befandest, die Dir nicht gutgetan hat.

Um Stress zu reduzieren hilft es, wenn Du öfters am Tag in Kontakt mit Dir selbst kommst. Ein einfaches Mittel dazu ist Achtsamkeit. Damit ist gar nichts Esoterisches gemeint. Es kommt nur darauf an, dass Du mehrmals am Tag bewusst im „Hier-und-Jetzt“ bist und spürend wahrnimmst, wo Du Dich befindest, wie sich Dein Körper anfühlt und was Du gerade tust. Probiere es einfach einmal aus! Am besten bei Routinetätigkeiten wie: Hände waschen, Zähne putzen oder zum Auto gehen. Das alles sind Gelegenheiten, dass Du Dich darauf konzentrierst, was Du gerade tust – statt mit den Gedanken ganz woanders zu sein. Auch Meditation wäre ein guter Ansatzpunkt – bedarf jedoch etwas Übung.

Nutze Misserfolge als Kraftquellen

Eine weitere Stressquelle sind Misserfolge und Fehler.

Kein Mensch ist perfekt – Du auch nicht.

Kein Mensch hat gerne Misserfolge – Du auch nicht.

Die Misserfolgsbewältigung ist eine wichtige Komponente in der Selbstführung.

Manche Führungskräfte setzen alles daran, dass gar keine Fehler entstehen. Bis zu einem gewissen Grad ist diese Sorgfalt auch notwendig. Es gibt jedoch auch Führungskräfte, die aus Angst vor Fehlern in den Perfektionismus flüchten. „Nur ja nichts übersehen und nicht falsch machen“ ist häufig die Devise. Diese Arbeitshaltung führt jedoch zu Stress und auch zur Überängstlichkeit. Und wer überängstlich ist, der wird immer weniger handlungsinitiativ oder traut sich keine Entscheidungen zu.

Daher meine Tipps:

  • Arbeite nach dem Pareto-Prinzip: 80% Energieeinsatz sind genug!
  • Traue Dich öfters einmal intuitiv – aus dem Bauch heraus – zu entscheiden, statt ewig zu analysieren

Und wenn einmal etwas schiefgelaufen ist?

Dann nimm es als willkommene Lernerfahrung und mache es das nächste Mal besser! Verfalle nicht ins Grübeln, sondern notiere Dir Deine persönliche Lernerfahrung.

Teste jetzt Deine Selbststeuerungskompetenzen

Deine Selbststeuerungskompetenzen kannst Du mittels eines wissenschaftlich fundierten Tests von Julius Kuhl in 20 Dimensionen erforschen. 15 Minuten Zeitinvestition genügen und Du erhältst eine komplette Analyse Deiner Selbststeuerungskompetenzen. Dazu gibt es konkrete Tipps zur Verbesserung in Form einer schriftlichen Auswertung.

In einem persönlichen Rückmeldegespräch erhältst Du auf Wunsch noch mehr Hinweise, wie Du Deine Selbstführung gezielt verbessern kannst. Auch ein individuelles Coaching ist möglich.

Effektiv Führen mit Selbstführung

by Gregor Heise | Durchstarten mit Führung

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DMF 31 – Interview Stefan Mantel “So bekommst du Job und Privatleben unter einen Hut”

Im Job erfolgreich sein und trotzdem pünktlich zu Hause

Viele Führungskräfte wollen im Beruf etwas leisten und erfolgreich sein. Mit dem Erfolg leidet aber häufig das Privatleben. Das Privatleben soll nicht zu kurz kommen. Besonders wenn Kinder da sind wird diese Frage virulent.

Nicht nur ein Wochenend-Vater sein sondern auch pünktlich zu Hause zu sein. Ist das möglich? 

Stefan Mantel behauptet es kommt darauf an zu erkennen, wo ich Einflussmöglichkeiten habe, um dieses Ziel zu erreichen. Wie das geht, verrät er in diesem Interview.

4 Lebensbereiche müssen in den Blick genommen werden:

  • Körper / Fitness
  • Sinn / Persönliche Weiterentwicklung
  • Leistung / Arbeit
  • Kontakt / Beziehung

In seiner Arbeit reflektiert Stefan Mantel mit seinen Klienten, wie wichtig diese Bereiche sind, was dort hineingehört und wo die (Lebens-) Reise hingehen soll. Die Frage: “Wie bringe ich Arbeit und Privat unter einen Hut?” wandelt sich zunächst zur Frage “Was gehört eigentlich in diesen Hut?”

Erst aus dieser Prioritätenanalyse lassen sich sinnvolle Strategien entwickeln.

Eine Strategie ist die Klarheit über das was mich von außen anspricht (Input), was geliefert werden soll (Output) und wie man den Weg dorthin organisiert.

Stefan Mantel stellt in diesem Interview ausführlich seine Herangehensweise vor und berichtet, was ihn persönlich an diesem Thema fasziniert.

Wer mit ihm in Kontakt treten möchte besucht ihn auf seiner Website: http://stefanmantel.com/

Lies auch diesen Blogartikel von Stefan Mantel: Beruf und Familie in Balance bringen

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Reif für die Insel? Entspannung tut not! So gelingt es…

Stress

Wer Höchstleistung bringen will, braucht Entspannung.

Endlich Zeit für Entspannung!

Endlich eine Auszeit!

Endlich frei sein!

So oder so ähnlich wirst du bestimmt schon gedacht haben, wenn der lang ersehnte Urlaub vor der Tür steht. Und in der Tat ist es für dich als Führungskraft oder UnternehmerIn entscheidend, längere Ruhephasen zu haben und für sich zu nutzen.

Doch gerade das Wort „Ruhephase“ löst bei dem einen oder anderen etwas aus: Unruhe!
Wer das ganze Jahr über gefordert ist, wer es gewohnt ist, sein Leben auf „Highspeed“ zu führen, dem kann ein zweiwöchiger Urlaub ganz schön Kopfzerbrechen bereiten. Tatsächlich: wenn du einmal die diversen Urlaubsaktivitäten kritisch betrachtest, wirst du feststellen, dass der “Highspeed-Modus” fortgesetzt wird. Nur mit anderen Mitteln sozusagen. So kann es dann kommen, dass man am Ende des Urlaubs irgendwie noch weniger erholt ist als vorher…

Falsches Entspannungskonzept

Dahinter steckt meines Erachtens zu einem guten Teil ein falsch verstandener Begriff von Entspannung. Oder um es genauer zu sagen: es geht vielen gar nicht um Entspannung, sondern um Ablenkung.

Das ist auch nur zu verständlich. Wenn man das ganze Jahr über mit allen möglichen Dingen beschäftigt ist, der möchte gerne in seinem Urlaub eine möglichst großen Abstand davon haben. Und: wer aus dem beruflichen Alltag größere und kleinere Sorgen in den Urlaub mitnimmt, der möchte eben vermeiden, dauernd daran erinnert zu werden. Ablenkungen werden an diversen Urlaubsdestinationen sonder Zahl geboten – also greift man zu.

Aber: was bewirken diese Ablenkungen? Wirst du dadurch wirklich entspannt?

In vielen Fällen bewirken die vielen Ablenkungen genau das Gegenteil. Man ist zwar den ganzen Tag über beschäftigt, aber trotzdem will sich oftmals die erhoffte Entspannung nicht einstellen.

Ablenkung bewirkt keine Entspannung sondern oftmals das Gegenteil…

Woran liegt das?

Was ist überhaupt Stress?

Stress ist ein beinahe naturgegebenes Phänomen, wenn man in einem Unternehmen Verantwortung trägt. Stress ist zunächst einmal eine komplexe Reaktion unseres Organismus auf Anforderungen von außen. Stresshormone werden ausgeschüttet und der Organismus schaltet einen Gang höher, um mit den Anforderungen zurecht zu kommen. So wird die Wahrnehmung geschärft, die Wachheit steigt, die Reaktionsgeschwindigkeit nimmt zu etc. Stress ist also genau das Gegenteil von Entspannung.

Bei mäßigem Stress ist es sogar so, dass man sich selbst besser spürt und das Gefühl hat, mehr bei sich zu sein. Auch das Flow-Gefühl setzt eine gewisse Portion Stress voraus. Mit diesem Eustress kommt der Körper gut zurecht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Stresshormone auch gut abgeführt werden können. Dies gelingt durch ausreichend Bewegung, gute Ernährung und ausreichende Ruhephasen (Schlaf!) und bewusste Phasen von Entspannung.

Eine mäßige Form der Anspannung – gefolgt von Phasen der Entspannung – wirkt leistungsfördernd.

Allerdings: wer zu vielen Reizen ausgesetzt wird, erreicht rasch eine Situation, in der der Organismus mit dem Stress nicht mehr zurecht kommt. Das nennt man Distress.

Um Distress zu vermeiden, gilt es zuallererst, die Menge an Umweltreizen auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Daraus folgt, dass das Konzept Entspannung durch “Ablenkung” nicht so gut funktioniert. Wer im Urlaub alles daran setzt, möglichst viel zu erleben riskiert, aus dem Stressmodus gar nicht mehr herauszukommen und die Entspannung gar nicht mehr zu finden. Genauere Infos zum Thema Stress findest du auch im Artikel “Nutze deine Selbstführungskompetenzen gegen Stress

Der Hippocampus – die Stressregulationszentrale

Eine besondere Rolle bei der Stressbewätigung spielt eine Struktur im Gehirn: der Hippocampus. Diese Formation sieht einem Seepferdchen ähnlich (daher auch der Name). Der Hippocampus spielt eine besondere Rolle dabei, die Erlebnisse des Tages in unser Langzeitgedächtnis überzuführen und mit früheren Erfahrungen zu verbinden. Man nennt dieses Gedächtnis auch “episodisches Gedächtnis” und will damit aussagen, dass in diesem Gedächtnis deine Lebenserfahrungen, Gefühle, Werte, Einstellungen etc. in einem riesigen Netzwerk verbunden sind. Dieses Gedächtnis beinhaltet auch den Kern deiner Persönlichkeit – dein Selbst.

Der Hippocampus organisiert jedoch nicht nur unsere Erfahrungen, sondern er hilft dabei, deine Erfahrungen in bestimmten Situationen abzurufen. Das ist besonders wichtig, wenn du in eine Situation kommst, die dich beunruhigt (z.B. vor einem Vortrag). Der Hippocampus kann nun in dieser Situation Erfahrungen in dein Bewusstsein bringen, die dir helfen, dich zu beruhigen (z.B. wenn du dich an eine Episode erinnerst, in der du einen blendenden Vortrag gehalten hast, obwohl du aufgeregt warst).

Der Hippocampus funktioniert also in zwei Richtungen:

  • neue Erfahrungen aufzunehmen, zu organisieren und mit der eigenen Persönlichkeit zu verbinden und
  • das Selbst zu aktivieren, damit es die Ressourcen bereitstellt, die in der aktuellen Situation gebraucht werden

Stress reduziert die Hippocampus-Aktivität

Eine gewisse Portion an Stress ist also förderlich, um gute Leistung zu erbringen. Der sogenannte “Flow-Zustand” ist gerade dadurch gekennzeichnet, dass eine leichter Stress besteht, der die Aktivität des Hippocampus anregt. Beim Stress werden Stresshormone (Cortisol) gebildet. Der Hippocampus besitzt nun Stressmelder, die vereinfacht gesagt, dafür zuständig sind, dass die Stresshormone aus dem Körper entfernt werden.

Wenn allerdings der Stress länger andauert leidet darunter die Hippocampusaktivität. Dadurch können nun die höheren Hirnprozesse nicht mehr so gut wirksam sein. Die herausfordernden Stresssituationen können dann nicht mehr so gut bewältigt werden. Das Verhalten wird dann weniger differenziert – Emotionen können weniger gut gemanagt werden.

Das System läuft heiß!

Zu allem Übel kommt noch: häufige Stresssituationen, die den Hippocampus übermäßig belasten, führen auch dazu, dass der Hippocampus geschädigt wird. Es genügt dann schon eine kleine Dosis und das System läuft heiß.

Kennzeichen guter Leistung

Es ist, so denke ich, ziemlich klar, dass Stressreduktion notwendig ist, um wirklich gute Leistung erbringen zu können. Was sind nun die Kennzeichen guter Leistung?

  • Selbstbestimmung – etwas aus sich selbst heraus zu tun
  • Selbstmotivation – die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen auf die positiven Dinge zu schauen
  • Frustrationstoleranz – auch bei Schwierigkeiten am Ball bleiben und nicht aufzugeben
  • Konzentrationsfähigkeit – sich mit einer Sache zu beschäftigen und Störungen von innen und außen zu unterbinden
  • Initiativkraft – die Aufgaben (auch wenn sie vielleicht mühsam sind) rasch anzupacken statt vor sich herzuschieben
  • Selbstberuhigung – die Fähigkeit, in einer akuten Stresssituation negative Gefühle wieder zu beseitigen
  • Misserfolgsbewältigung – nach einem Misserfolg nicht lange zu grübeln, sondern die Lehren daraus zu ziehen und zu neuen Taten aufzubrechen

Diese Kompetenzen sind Aspekte der Selbststeuerung (lies auch hier nach). Die Selbststeuerung ist notwendig, damit du in der Lage bist, dein Denken und Handeln auf ein bestimmtes Ziel zu fokussieren. Die Selbststeuerung ist vergleichbar mit einem Dirigenten, der das Orchester koordiniert. So ähnlich verhält es sich auch bei der menschlichen Persönlichkeit: alle Prozesse müssen ja koordiniert und gesteuert werden. Diese Fähigkeiten sind individuell verschieden. Heute sind wir in der Lage, diese Fähigkeiten zu messen und gezielte Programme zur Verbesserung anzubieten. Dazu biete ich spezielle Programme an.

Wer leisten will braucht sein Selbst

Wenn du einmal nachdenkst, wie du dich in einer Stresssituation verhältst, dann wird dir auffallen, dass du in vielen Stresssituationen das Gefühl hast, nicht ganz bei dir selbst zu sein. Vielleicht fühlst du dich:

  • fremdgesteuert
  • nicht bei dir
  • kopflos
  • wie ein Automat, der funktioniert
  • erschöpft
  • ….

All das sind Anzeichen dafür, dass dir der Selbstzugang abhanden gekommen ist. Wer aber sein Selbst los ist, der agiert nicht mehr aus dem ganzheitlichen Überblick, sondern versucht, irgendwie durchzukommen, indem das Nächstbeste in Angriff genommen wird.

Die beste Stressprophylaxe und die beste Erholung ist es, wieder mit dem Selbst in Kontakt zu kommen.

Was macht das Selbst aus?

Mit dem Selbst ist das so eine Sache: das, was du selbst bist, was deine Persönlichkeit ausmacht ist dir selbst ja nur in Teilen bewusst. Diese Erfahrung ist dir sicher sehr geläufig. Andere Menschen nehmen z.B. Eigenschaften an dir wahr, die du so noch nicht gekannt hast. Oder du machst eine wichtige Lebenserfahrung und schlagartig werden dir Aspekte von deiner Persönlichkeit bewusst, die du vorher noch nicht gekannt hast.

Um an sich selbst heranzukommen nützt es häufig wenig, sich zu analysieren. Viel besser ist es, zu fühlen und zu spüren, was man will und was einen als Person ausmacht. In der Psychologie sagt man auch, dass das Selbst in einem “impliziten Format” vorliegt. Das Selbst ist also irgendwie da und wirksam – aber in allen Facetten lässt es sich nicht beschreiben. Die Wirksamkeit des Selbst lässt sich daran zeigen, dass das Selbst eine Hintergrundaufmerksamkeit hat und prüft, inwieweit das, was du tust, mit dir übereinstimmt. Wenn der Selbstbezug durch Stress gelitten hat, dann kann es dieser Aufgabe nicht gut nachkommen und Entfremdungserlebnisse können die Folge sein.

Wie kannst du dein Selbst stärken?

Im Prinzip durch alles, was dich dir selbst näher bringt. Hier ein paar Anregungen (nicht nur für den Urlaub, sondern auch im Beruf)

  1. Durchforste deine To-Do-Liste und deine Projekte. Welches sind deine Herzensanliegen? Versuche diesen bewusst mehr Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken
  2. Suche dir einen Gesprächspartner, der dir nur zuhört – ohne dir Tipps zu geben. Jemanden, der für dich da ist (ein guter Freund, Bekannter, Coach).
  3. Achte auf Phasen der Ruhe und Besinnung, in der “nichts” geschieht. Keine störenden Ablenkungen, keine Beschäftigungen. Versuche dich selbst zu spüren. Schließe die Augen und schalte einmal bewusst einen Sinneskanal aus.
  4. Reflektiere deine Werthaltungen. Was ist dir wichtig? Wofür setzt du dich ein? Bewusste und Unbewusst wirksame Motivatoren und Werte lassen sich heute messen und analysieren!
  5. Lass deiner Kreativität freien Lauf! Nicht um “etwas” zu leisten, sondern sei neugierig, wie sich dein Selbst ausdrückt (Musik, Tanz, Malerei, Singen…)
  6. Beschäftige dich mit Kunst. Du kannst ein Museum besuchen und schauen, welches Kunstwerk dich anspricht. Was sagt das über dich aus?
  7. Erzähle anderen von früher. Solche “Dialogkreise” kannst du selbst anregen. Hier kommt es nur darauf an, dass jeder sich aussprechen kann – ohne Diskussion.
  8. Mache bewusst einen Blick in die Vergangenheit. Schaue dir Fotoalben, Bücher, Orte deiner Kindheit an. Das bringt dich zu dir selbst!
  9. Führe ein Tagebuch.
  10. Stelle dir vor, dein Leben ist zu Ende. Was würdest du über dich schreiben? Wie ist das Leben verlaufen? Was waren die Erfolge? Was ist offen geblieben?
  11. Entwirf eine Vision deines Lebens. Wo könnte es hingehen?

Es gibt noch viele weitere Fragestellungen, die dein Selbst stärken. Du merkst aber auch, dass ein bisschen “Selbstkonfrontation” auch dazugehört. Ohne den Blick auf den einen oder anderen “Stolperstein” ist kein Selbstwachstum möglich. Wenn du dein Selbst jedoch stärkst, hast du langfristig viel mehr davon, als wenn du dich bloß ablenkst und den nächsten Kick suchst um vorhandenen Stress zu reduzieren.

Wenn dich diese Fragen angesprochen haben, dann leg einfach los. Wenn du meine Unterstützung bei diesem Prozess brauchst – ich bin gerne für dich da. Mit einer wissenschaftlich fundierten Methode kannst du bei mir deine Persönlichkeit analysieren lassen. Gemeinsam entwickeln wir dann einen Plan, wie du mit gestärktem Selbst deine täglichen Herausforderungen bestmöglich meistern kannst.

In diesem Sinnen schönen (Rest-)Urlaub und frohes Schaffen!

Du kannst einen wissenschaftlich validen Online-Test machen, der dir zeigt, wie gut dein Selbstzugang schon entwickelt ist. Dazu erhältst du ein Stressprofil, das es dir ermöglicht zu entscheiden, welche Kompetenzen du noch entwickeln solltest.

Du erhältst von mir ein 45-minütiges Coaching. Ich zeige dir, wo du ansetzen kannst und entwickle mit dir einen Umsetzungsplan. So kannst du Schritt für Schritt deine Kompetenzen ausbauen.

Klicke den Link, teste und entwickle deine Stressbewältigungskompetenzen. Ein wertvolles Investment in ein erfülltes Leben.

Hier als Podcast-Episode nachhören

Ohne Entspannung keine Höchstleistung

by Gregor Heise | Durchstarten mit Führung

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