DMF 41 – 3/4 Willensbahnung – So kommst Du ins Tun

So setzt Du ein Vorhaben in die Tat um

Ich bin überzeugt, Du kennst diese Situation: Du hast am Vorabend einen Plan für den nächsten Tag aufgestellt. Du machst Dich am nächsten Morgen auf und fährst motiviert ins Büro. Gedanklich gehst Du noch einmal Deinen Plan für heute durch und denkst: “Jetzt lege ich richtig los!”
 
Auf dem Weg zur Arbeit geschehen leider ein paar unerfreuliche Dinge: wieder einmal ist Stau und Du ärgerst Dich, dass Du nicht den Bus genommen hast.
 
Deine Frau hat angekündigt, dass am Abend Tante Grete zu Besuch kommt, die Du nicht besonders magst, weil sie stundenlang redet.
 
Zu allem Überfluss erhältst Du eine Whatsapp-Nachricht, dass es in einem Projekt Verzögerungen geben wird und daher sofort nach Deinem Eintreffen in der Firma eine Krisensitzung anberaumt werden muss.
 
Die gute Stimmung ist dahin – die Motivation verflogen… Im Büro angelangt bist Du gar nicht mehr voll von Tatendrang, sondern fühlst Dich irgendwie gelähmt.
 
Was ist da passiert?
 
Offenbar sind Stimmungen sehr wesentlich dafür, dass ein Ziel, ein Wille auch umgesetzt wird.

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DMF 39 – 1/4 Selbstregulation – Schlüsselkompetenz für selbstbestimmtes Führen

Selbstbestimmtes Führen mit Selbstregulation

Führungskraft zu sein bietet die Chance, gestalten zu können. Eigene Visionen und Ziele verfolgen, Projekte vorantreiben, Mitarbeiter und Teams unterstützen, Kunden für Ideen zu begeistern und vieles mehr.
Eine Führungsposition bietet also Möglichkeiten, kreativ zu sein.
Leider ist das für viele Führungskräfte oft nur am Anfang ihrer Karriere so. Bald folgen die “Mühen der Ebene” und der anfängliche Enthusiasmus verfliegt… Führungskräfte erleben sich dann häufig fremdbestimmt, getrieben und von außen gesteuert.
Die Selbstführung ist dahin. Frustration kann sich einstellen.
Wie kannst Du eine solche Entwicklung verhindern?
Durch eine gute Abstimmung Deiner Ziele mit Deinem Selbst! Diese Selbstregulation besteht aus den Komponenten:
  • Selbstbestimmung
  • Selbstmotivierung
  • Selbstberuhigung
Was es im Einzelnen damit auf sich hat und wie Du diese Kompetenzen stärkst, erfährst Du in dieser Episode.
Du möchtest Deine Selbststeuerung und Deine Selbstregulation testen? Dann bestelle gleich den Onlinetest, der von Prof. Julius Kuhl entwickelt wurde. Du erhältst eine ausführliche Auswertung, Empfehlungen und auf Wunsch auch ein Rückmeldegespräch.
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Diese 4 Kompetenzen machen Dich erfolgreich

Julius Kuhl

Selbststeuerungskompetenzen helfen, in turbulenten Zeiten erfolgreich zu sein

Die heutige Zeit stellt an Dich als Führungskraft besondere Anforderungen – insbesonders an Deine Selbstführung und Deine Selbststeuerungskompetenzen. Du kennst vielleicht das Gefühl, die Dinge immer weniger im Griff zu haben. Die täglichen Anforderungen bringen Dich manchmal an Deine Leistungsgrenze. Vielleicht hast Du auch öfter das Gefühl, hart zu arbeiten aber wenig wirklich Wichtiges am Ende des Tages zu erreichen. Das kann ganz schön frustrierend sein!

Doch wie kannst Du es schaffen, Deinen Arbeitstag wieder mehr unter Deine Kontrolle zu bekommen?

Diese Zutaten machen Dich zur kompetenten Führungskraft

Der Schlüssel zu mehr persönlicher Freiheit und Kontrolle liegt in Dir selbst – in Deiner Fähigkeit zur Selbstführung und Deinen Selbststeuerungskompetenzen. Peter Drucker hat dies so ausgedrückt, dass eine Führungskraft im Grunde nur eine Person führen kann und muss: sich selbst.

Gefragt ist also eine gut entwickelte Selbstführung. Doch was gehört alles zur Selbstführung dazu?

  • An erster Stelle steht die Selbsterkenntnis. Wer um seine Stärken und Schwächen Bescheid weiß und gelernt hat, damit umzugehen, gewinnt Führungssicherheit.
  • Wer sich selbst gut führen kann, hat eine große Verhaltensbandbreite und ein gutes Gespür dafür, welches Verhalten im Augenblick sinnvoll ist.
  • Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt ist eine klare Vision. Wenn Du weißt, wohin die Reise gehen soll, kannst Du auch in unruhigen Zeiten Kurs halten.
  • Nur Visionär zu sein genügt nicht. Wichtig ist auch die Rollenklarheit verbunden mit einer persönlichen Mission. Du solltest wissen, was Dein Auftrag im Unternehmen ist. Das hilft Dir bei der Fokussierung!
  • Wer als Führungskraft erfolgreich sein will übernimmt Verantwortung und erkennt Handlungsmöglichkeiten.
  • Tools zur Selbstorganisation sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Selbstführung.
  • Schließlich benötigst Du zur erfolgreichen Selbstführung auch Selbststeuerungskompetenzen. Im Grunde geht es dabei darum, seine psychischen Prozesse so abzustimmen, dass man die geeigneten Schritte unternimmt, um ein gewähltes Ziel zu erreichen. Hier geht es um die Entwicklung von geeigneten Einstellungen, der Fähigkeit zur Selbstmotivation und der entsprechenden emotionalen Steuerung.

Du siehst, dass zur Selbstführung eine ganze Menge an Aspekten gehört. Eine zentrale Stellung nehmen dabei die Selbststeuerungskompetenzen ein.

Nutze Deine Selbststeuerungskompetenzen

Gerade im Bereich der Selbststeuerungskompetenzen hat die psychologische Forschung große Fortschritte gemacht. So ist es heute möglich, eine Vielzahl an Komponenten der Selbststeuerung zu erfassen. Im Wesentlichen besteht die Selbststeuerung aus den 4 Hauptkomponenten:

  1. Selbstregulation – Hast Du das Gefühl, den eigenen Zielen und Werten entsprechend zu handeln?
  2. Selbstkontrolle – Wie gut gelingt es Dir, ein Ziel hartnäckig zu verfolgen und Frustrationstoleranz mitzubringen?
  3. Handlungsinitiative – Wie handlungsbereit bist Du oder schiebst Du gerne Dinge auf?
  4. Selbstzugang –Wie gut ist es um Deine Stressregulation bestellt? Kannst Du Misserfolge gut bewältigen?

Diese 4 Komponenten der Selbststeuerung zu entwickeln ist ein entscheidender Schritt um als Führungskraft erfolgreich zu sein.

So entwickelst Du Deine Selbststeuerungskompetenzen

Die Selbstregulation entwickelst Du durch eine klare Mission. Wenn Du weißt, wofür Du stehst und was der Sinn Deiner Tätigkeit ist, hilft das Dir, auch schwierige und turbulente Zeiten gut zu überstehen. Nimm Dir einmal Zeit für Dich und notiere Dir, was Dir an Deinem Job Spaß und Freude macht und bei welchen Tätigkeiten Du die Sinnhaftigkeit Deines Handelns am meisten spürst. Dabei kommt es darauf an, jene Motivatoren zu entdecken, die aus Dir selbst kommen, die Du mit einem Sinnerleben verknüpfst.

Eine gute Selbstregulation führt automatisch zu einer Fokussierung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben und lässt Dich jene Ziele und Visionen in den Blick nehmen, für die Du Dich wirklich einsetzen willst.

Bei der Selbstkontrolle geht es mehr um den planerischen Aspekt der Selbstführung. Ein attraktives Ziel alleine reicht noch nicht aus, damit Du es auch tatsächlich erreichst. Auf dem Weg zum Ziel sind noch viele Schritte nötig. Es tauchen vielleicht auch Schwierigkeiten auf. Wenn Du Dir einen Plan machst, die Schritte zum Ziel bedenken, dann hast Du eine Route, der Du folgen kannst. Das hilft Dir voranzukommen.

Ein noch so guter Plan hilft aber nichts, wenn nicht die Handlungsinitiative hinzukommt. Es gibt viele Menschen, die wissen was sie wollen, die auch einen klaren Plan haben, aber trotzdem nicht „in die Gänge“ kommen. Der Psychologe Julius Kuhl hat herausgefunden, dass ein bestimmtes psychisches System in unserem Gehirn für die Umsetzung von Absichten notwendig ist. Dieses System wird dann aktiv, wenn man sich in einer positiven Stimmung befindet.

Nutze den Flow-Zustand

Du kennst das sicher aus dem eigenen Erleben: wenn Du „gut drauf“ bist, dann läuft es einfach gut und die Dinge gehen leicht von der Hand. Wenn Du dann noch Tätigkeiten durchführst, die Du mit Deinem persönlichem Sinn oder Deiner Mission verknüpfst, kann es leicht sein, dass Du in einen Flow-Zustand gerätst. Und in diesem Zustand gelingen selbst knifflige Aufgaben besonders gut!

Also: möchtest Du rasch Deine Ziele verwirklichen, dann versuche gezielt, Gefühle wie Freude, Spaß, Enthusiasmus etc. zu entwickeln. Auch Belohnungen können ein Ansporn sein und zünden den Umsetzungsturbo. Bemühe Dich auch um eine gute Stimmung in Deinem unmittelbaren Umfeld. Eine Kultur der Negativität solltest Du in Deinem Team nicht zulassen. Sorge für eine Kultur der Wertschätzung in Deiner Organisation.

Wie Du Stress bewältigst

Eine der größten Herausforderungen für Führungskräfte ist der Umgang mit Stress. Zwar ist ein gewisses Maß an Stress durchaus positiv! Mäßiger Stress fördert sogar den Zugang zu den inneren Ressourcen.

Das bereits erwähnte Flow-Erleben ist nicht nur ein Resultat einer guten Stimmung, sondern auch von einer mäßigen Überforderung, die den Organismus zu höherer Leistung anspornt. Auf eine solche Anspannungsphase sollte jedoch unbedingt eine Erholungsphase folgen.

Wenn diese Erholungsphasen ausbleiben, dann befindet sich der Organismus ab irgendeinem Zeitpunkt im Dauerstress. Dann sinkt nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern man fühlt sich zunehmend von seiner Tätigkeit entfremdet.

Vielleicht kennst Du selbst dieses Gefühl, wenn nach einem hektischen Tag zwar vieles erledigt wurde, Du jedoch das Gefühl hast, nicht die „eigentlichen“ Dinge angepackt zu haben. Das sind eindeutige Anzeichen dafür, dass Du Dich in einer Stressphase befandest, die Dir nicht gutgetan hat.

Um Stress zu reduzieren hilft es, wenn Du öfters am Tag in Kontakt mit Dir selbst kommst. Ein einfaches Mittel dazu ist Achtsamkeit. Damit ist gar nichts Esoterisches gemeint. Es kommt nur darauf an, dass Du mehrmals am Tag bewusst im „Hier-und-Jetzt“ bist und spürend wahrnimmst, wo Du Dich befindest, wie sich Dein Körper anfühlt und was Du gerade tust. Probiere es einfach einmal aus! Am besten bei Routinetätigkeiten wie: Hände waschen, Zähne putzen oder zum Auto gehen. Das alles sind Gelegenheiten, dass Du Dich darauf konzentrierst, was Du gerade tust – statt mit den Gedanken ganz woanders zu sein. Auch Meditation wäre ein guter Ansatzpunkt – bedarf jedoch etwas Übung.

Nutze Misserfolge als Kraftquellen

Eine weitere Stressquelle sind Misserfolge und Fehler.

Kein Mensch ist perfekt – Du auch nicht.

Kein Mensch hat gerne Misserfolge – Du auch nicht.

Die Misserfolgsbewältigung ist eine wichtige Komponente in der Selbstführung.

Manche Führungskräfte setzen alles daran, dass gar keine Fehler entstehen. Bis zu einem gewissen Grad ist diese Sorgfalt auch notwendig. Es gibt jedoch auch Führungskräfte, die aus Angst vor Fehlern in den Perfektionismus flüchten. „Nur ja nichts übersehen und nicht falsch machen“ ist häufig die Devise. Diese Arbeitshaltung führt jedoch zu Stress und auch zur Überängstlichkeit. Und wer überängstlich ist, der wird immer weniger handlungsinitiativ oder traut sich keine Entscheidungen zu.

Daher meine Tipps:

  • Arbeite nach dem Pareto-Prinzip: 80% Energieeinsatz sind genug!
  • Traue Dich öfters einmal intuitiv – aus dem Bauch heraus – zu entscheiden, statt ewig zu analysieren

Und wenn einmal etwas schiefgelaufen ist?

Dann nimm es als willkommene Lernerfahrung und mache es das nächste Mal besser! Verfalle nicht ins Grübeln, sondern notiere Dir Deine persönliche Lernerfahrung.

Teste jetzt Deine Selbststeuerungskompetenzen

Deine Selbststeuerungskompetenzen kannst Du mittels eines wissenschaftlich fundierten Tests von Julius Kuhl in 20 Dimensionen erforschen. 15 Minuten Zeitinvestition genügen und Du erhältst eine komplette Analyse Deiner Selbststeuerungskompetenzen. Dazu gibt es konkrete Tipps zur Verbesserung in Form einer schriftlichen Auswertung.

In einem persönlichen Rückmeldegespräch erhältst Du auf Wunsch noch mehr Hinweise, wie Du Deine Selbstführung gezielt verbessern kannst. Auch ein individuelles Coaching ist möglich.

Effektiv Führen mit Selbstführung

by Gregor Heise | Durchstarten mit Führung

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Warum Ziele manchmal mehr schaden als nützen

Julius Kuhl

Ein philosophischer Jahresrückblick

Befindlichkeit und Achtsamkeit statt Ziele definieren

Die alljährliche Blogparade von Marit Alke zum Thema 2017/2018: Was war – was bleibt – was kommt? hat mich auch dieses Jahr motiviert, eine Jahresrückschau und einen Vorblick auf das Jahr 2018 zu unternehmen. Im Normalfall vergleicht man die am Anfang des Jahres gesteckten Ziele mit der Umsetzung. Aus diesem Soll-Ist-Vergleich lassen sich dann Schlüsse ziehen und neue Ziele abstecken.

Ich nenne dieses Verfahren „klassisch“, weil es viele so machen (ich schließe mich da mit ein) – anderseits ich gerade diese Zielsetzungswut für wenig hilfreich halte.

Ziele setzen – eine abendländische Denktradition

Zunächst sollte man sich vor Augen halten, dass das Denken in Zielen eine zutiefst westliche Denktradition ist. Es ist für unser Denken so selbstverständlich, stets ein Ziel vor Augen haben zu müssen, dass es einem glatt entgehen könnte, dass andere Kulturen (z.B. die indische) diese Zielfixiertheit gar nicht kennen.

Diese Denktradition ist im Denken des Abendlands zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Aristoteles ist hier zu nennen, der formuliert, dass den Dingen ein immanenter Zweck innewohnt und das Wesen der Dinge beschreibt. Gegen diese Teleologie haben zwar Philosophen wie Kant und Nietzsche Einwände erhoben: jedoch so einfach bekommt man dieses Denken nicht aus den Köpfen. 2500 Jahre Metaphysik haben Spuren hinterlassen!

Besonders spürbar wird dieses Denken rund um den Jahreswechsel. Solche Wegmarken, die den Jahreslauf unterteilen, führen geradezu zwangsläufig dazu, dass man „sich Ziele setzen“ muss. Wer jedoch Ziele für sich setzt, der impliziert damit, dass er noch nicht ganz bei sich selbst angekommen ist.

Nun könnte man dies als eine rein akademische Diskussion auffassen. Doch reflektieren wir noch einen Augenblick länger darüber, was es heißt, den Menschen als ein noch unfertiges Etwas zu begreifen.

Positiv gesehen folgt daraus, dass sich der Mensch mit dem was er momentan ist nicht abfinden muss, sondern sich auf ein Ziel hin entwickeln kann. Dadurch entsteht eine Spannung auf eine Zukunft hin, die der Mensch durch Betätigung erreichen will.

Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille!

Auf der anderen Seite steht, dass dem Menschen durch das permanente Vorlaufen in eine noch nicht aktualisierte Zukunft Chancen in der Gegenwart entgehen; ja, dass diese Chancen abgewertet und abgelehnt werden. Es ist dann sozusagen ein Leben auf Möglichkeiten hin.

Aufschieben

Wie stark dieses Denken in unsere Alltagserfahrung hineinwirkt, lässt sich am Beispiel des Aufschiebens sehr gut zeigen.

Eigentlich ist es ja paradox: das Entwickeln einer Zielperspektive sollte doch Kräfte mobilisieren. Und wirklich: eine entsprechende Zielvorstellung –  konkret, plastisch. motivierend, attraktiv – erzeugt eine Spannung. Man fühlt in sich ein starkes Bedürfnis, dieses Ziel auch zu erreichen.

Nun könnte es doch eigentlich losgehen. Aber warum klappt es dann häufig nicht so recht1)Empfehlenswert das Buch von Hans-Werner Rückert, Schluss mit dem ewigen Aufschieben, Campus Verlag, 2014?

Ich führe dazu folgende Gründe an:

  1. Wer sich ein attraktives Ziel ausmalt, der kann diesen hypothetischen Zustand so sehr genießen, dass alle Anstrengung um dorthin zu gelangen, unterbleiben kann. Man fühlt sich schon dort – und für das Empfinden macht es keinen großen Unterschied, ob man träumt oder wacht. Siehe auch meinen Blogbeitrag  „Erfolgsbremse positives Denken“
  2. Ein Ziel kann so ideal imaginiert werden, dass man insgeheim schon weiß, dass die Realität dagegen nur ein schwacher Abglanz sein kann. Um das nicht zu erleben, vermeidet man die Realisierung.
  3. Ein Ziel kann auch eine unerfüllbare Illusion sein. Das Aufschieben ist dann aus der Angst vor dem Misserfolg gespeist. Daher unternimmt man lieber nichts, um einen Misserfolg zu vermeiden.
  4. Man kann auch zu viele Ziele haben (ein häufiges Problem). Diese können in letzter Konsequenz zu einer Umsetzungsblockade führen, weil das für die Handlung notwendige Umsetzungssytem ausgebremst wird. Siehe dazu auch mein Video  „Wer merket der rostet“

Vielleicht leidest du selbst an einer Umsetzungsschwäche deiner Ziele. Dann analysiere einmal, welche der oben genannten Gründe auf dich zutreffen.

Abgesehen davon, dass man seinen eigenen Umgang mit Zielen kritisch hinterfragen kann, möchte ich noch anders ansetzen – nämlich bei der für uns so selbstverständlichen Zielfixierung an sich.

Zielfreie Zustände

Ist es denk-bar die Zielfixierung abzustreifen und wenn ja, was hätten wir gewonnen?

Von dem beständigen „Sich-selbst-vorweg-sein“ loszukommen gelingt nur da, wo wir uns auf unser konkretes Dasein beziehen. Das meint jedoch gerade nicht, sich selbst denkend zu zergliedern oder zu analysieren, sondern auf das zu achten (=Achtsamkeit) , was Heidegger als Befindlichkeit2)vgl. Martin Heidegger, Sein und Zeit, Niemeyer, 1979, p.134 bezeichnet. Wenn man der Befindlichkeit Raum gibt, so ist sie ein Anzeiger dafür, wie einem ist und wird. Die Befindlichkeit (oder Stimmung) zeigt an, wie es um mich selbst „bestellt“ ist, und was notwendig zu tun ist.

Einfach gesagt: noch so viele Pläne und Ziele helfen mir nicht, wenn ich nicht in der Lage bin, die momentane Situation zu erfassen.

Oder um in einem Bild zu bleiben: wenn man eine Fahrt mit einem Segelboot unternimmt ist es natürlich wichtig, ein Ziel zu haben und den Kurs abzustecken. Aber auf der Fahrt selbst kommt alles darauf an, die Situation in der sich das Schiff befindet, zu erfassen und flexibel zu reagieren.

Ziele mit Kompass bestimmen

Dieses Erfassen ist für den Menschen ein „Erspüren“ von Stimmung und Befindlichkeit. Das gibt den rechten Kompass ab, um entsprechend zu navigieren.

Damit akzeptiert man jedoch, dass das Kommende nur schwer bestimmt werden kann. Natürlich gibt es im Laufe des Jahres Fixgrößen und auch Zielmarkierungen. Aber was ist das im Vergleich zu den täglichen Herausforderungen, in denen Flexibilität notwendig ist. Diese Flexibilität erreicht man jedoch nur durch Achtsamkeit, ein gutes Selbstgespür, eine geschärfte Wahrnehmung für die aktuelle Situation und Handlungsbereitschaft.

Recht betrachtet ist dieses Handeln natürlich nicht ziellos – es orientiert sich nur am je notwendigen. Das ist aber etwas völlig anderes, als mit Gewalt dem eigenen Dasein eine zwanghaft einzuhaltende Richtung vorschreiben zu wollen.

Persönlicher Rückblick auf 2017

Im Jahr 2017 habe ich viele Ziele verworfen und nicht erreicht. In der Rückschau bin ich darüber sehr froh. Wollte ich Anfang des Jahres noch viel im Marketing tun, habe ich für mich gemerkt, dass es mir wesentlicher ist, Gespräche mit Menschen zu führen, mich inspirieren zu lassen und Netzwerke zu knüpfen. Diese Netzwerke haben jedoch keinen besonderen „Zweck“. Denn darin sehe ich auch ein Problem: Menschliche Beziehungen sollten weit weniger als Mittel zum Zweck3)vgl. auch Kants Formulierung des „kategorischen Imperativs“ „Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.“ Kant, Immanuel, AA IV, 429 betrachtet werden, sondern als Begegnungen. Möglichkeit für solche Begegnungen gibt es auf vielerlei Arten: Podcast-Interviews, Kundengespräche, Seminare, Coachings, Austausch mit Kollegen.

Diese Begegnungen haben für mich ein wichtiges Thema an die Oberfläche geholt, dem ich mich im Jahr 2018 verstärkt widmen möchte: dem Thema der Selbstführung. Kurz umrissen geht es dabei um folgende Fragen4)vgl. das Modell „Train the Eight“ von Heinz-Peter Wallner: https://www.youtube.com/watch?v=iu_xDnz-1nA:

  • Was ist mein Standort?
  • Wie lautet mein persönliches Thema, meine Mission? Was möchte ich neu machen?
  • Was ist meine Haltung, die ich entwickeln möchte? Wie steuere ich mich selbst?
  • Wie bringe ich das, was ich will durch Handlungen in die Welt?

Selbstführung ist deshalb wichtig, weil sie gerade in Zeiten des Wandelns und der großes Dynamik eine Kompetenz ist, die rasches Agieren in Übereinstimmung mit sich selbst ermöglicht.

Um Selbstführung zu entwickeln gibt es meine Coachingangebote und Seminare, die durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden Selbstreflexion und Kompetenzentwicklung ermöglichen. Dabei setze ich auch psychologische Testverfahren von Julius Kuhl ein, die Motive und Selbststeuerungskompetenzen erheben. Darauf aufbauend erhalten die Teilnehmenden punktgenaue Entwicklungsimpulse. Wer konkret an seiner Selbstführung mit mir arbeiten möchte, nimmt am besten mit mir Kontakt auf oder schaut auf meine Online-Coachingangebote.

Vieles ist noch in Entwicklung.

Stand heute kann ich gar nicht sagen, wo ich am Ende des Jahres angelangt sein werde.

Und genau das macht das Leben für mich spannend!

Mach doch was Du willst! Mit diesen Tipps Dein Leben erfolgreich gestalten...

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Anmerkungen und Nachweise   [ + ]

1. Empfehlenswert das Buch von Hans-Werner Rückert, Schluss mit dem ewigen Aufschieben, Campus Verlag, 2014
2. vgl. Martin Heidegger, Sein und Zeit, Niemeyer, 1979, p.134
3. vgl. auch Kants Formulierung des „kategorischen Imperativs“ „Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.“ Kant, Immanuel, AA IV, 429
4. vgl. das Modell „Train the Eight“ von Heinz-Peter Wallner: https://www.youtube.com/watch?v=iu_xDnz-1nA

Persönlichkeitsstile – 2. Teil

Unsere Übersicht über die Persönlichkeitsstile wird komplett…

Dieser Beitrag ist die Forsetzung von Typisch! Was der Persönlichkeitsstil verrät… Dort wurden bereits 4 Persönlichkeitsstile vorgestellt.  In diesem Beitrag geht es weiter  und Du erfährst die Hintergründe zu 4 weiteren Persönlichkeitsstilen.
Diese Stile sind:

  • Der selbstkritische Persönlichkeitsstil
  • Der ahnungsvolle Persönlichkeitsstil
  • Der ehrgeizige Persönlichkeitsstil
  • Der eigenwillige Persönlichkeitsstil
Persönlichkeitsstile Anordnung

Persönlichkeitsstile – Anordnung in der PSI-Theorie

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