DMF 58 – Mit Feedback gegen den blinden Fleck

Nutze Feedback um Dein Persönlichkeitspotenzial zu entfalten

Die Selbsterkenntnis

to gno auton– »Erkenne dich selbst!« stand im alten Griechenland über dem Orakel zu Delphi. Tatsächlich geht der Weg zur Entwicklung einer Persönlichkeit immer über die Selbsterkenntnis.

Eine der wesentlichsten Fähigkeiten, die wir besitzen, ist unsere Möglichkeit zur Selbstbetrachtung (Selbstreflexion). So können wir unsere Person einer kritischen Prüfung unterziehen und werden feststellen, dass es Fähigkeiten und Fertigkeiten gibt, mit denen wir zufrieden sind oder auf die wir sogar stolz sind (Stärken) und dass unsere Person auch Anteile besitzt, über die wir nicht so glücklich sind (Schwächen). Jede Persönlichkeit lässt sich durch Eigenschaften beschreiben. Je nachdem, wie stark bestimmte Eigenschaften im Verhalten gezeigt werden, ergibt sich ein unverwechselbares Verhaltensmuster einer Persönlichkei t- ein Persönlichkeitsprofil.

Die Selbstbetrachtung (Selbstreflexion) unserer Person nennen wir die Eigenwahrnehmung. Dieses Bild, das wir von uns selbst haben, entsteht im Laufe des Lebens.

Naturgemäß werde ich nicht mit allen Verhaltensweisen, Einstellungen und Werthaltungen meiner Person immer hundertprozentig einverstanden sein. Wir haben also auch ein Wunschbild oder eine Idealvorstellung von uns, nach der wir streben. Sicher ist es wichtig, sich auch selbst kritisch zu prüfen und aus den aufgefundenen Abweichungen von unserer Idealvorstellung Entwicklungsschritte einzuleiten. Das Wunschbild sollte jedoch nicht unrealistisch und zu einem Leben in permanenter Unzufriedenheit führen.

Die Personen, mit denen wir Kontakt haben, besitzen auch ein bestimmtes Bild von uns. Sie nehmen unsere Handlungen und Aussagen wahr und gewinnen so eine Vorstellung von uns. Wir nennen dies die Fremdwahrnehmung.
Wenn man mit anderen Menschen über seine Stärken und Schwächen spricht, kann man die Erfahrung machen, dass vieles von dem, was man an sich selbst wahrnimmt, mit dem übereinstimmt, was auch die anderen sehen. Wenn sich meine Eigenwahrnehmung mit der anderer deckt, dann kann ich mich offenbar gut selbst einschätzen. Das fördert mein Selbstbewusstsein, weil ich meine Stärken und Schwächen kenne. Meine Stärken werde ich gezielt einsetzen – an meinen Schwächen kann ich arbeiten.

Wenn es Unterschiede zwischen der Eigen- und der Fremdwahrnehmung gibt, dann zeige ich nach außen ein anderes Bild von mir, als ich selbst annehme. Da kann es dann leicht passieren, dass man eine falsche Vorstellung von seinen eigenen Möglichkeiten hat und seine Stärken nicht gezielt einsetzt oder seine Schwächen nicht nachhaltig genug bekämpft!

Um Selbst- und Fremdbild besser zur Deckung zu bringen, ist Feedback ein notwendiger Prozess. Feedback erhalten wir eigentlich unser ganzes Leben. Was in der Kindheit noch selbstverständlich scheint, vergessen wir als Erwachsene und im Beruf sehr häufig. Besonders Führungskräfte leben nach dem Motto: “Ich habe kein Feedback nötig!” Damit vergibt man sich aber eine große Entwicklungschance. Nutze daher Feedback zu Deiner Selbstentwicklung!

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DMF 45 – Erfolgsgarantie situativer Führungsstil?

Was ist dran am Führungskonzept von Blanchard & Hersey?

1977 formulierten Paul Hersey und Ken Blanchard ihre Theorie vom situativen Führungsstil.
Die Idee: Das Verhalten einer Führungskraft lässt sich in zwei unterschiedlichen Dimensionen unterscheiden:
  • Aufgabenorientierung: Ziele, Anweisungen, Deadlines stehen im Vordergrund. Es wird deutlich, was der Vorgesetzte erwartet. Die Zielrichtung ist das Resultat.
  • Personorientierung: Beziehung, soziale Faktoren, Wertschätzung stehen im Vordergrund. Die Zielrichtung ist die Motivation der Mitarbeitenden zu gewinnen.
Beim situativen Führungsstil werden die Dimensionen Aufgabenorientierung und Personorientierung als Kontinuum verstanden, das von “sehr gering” bis “sehr stark” reicht. Aus der Kombination der Ausprägungen dieser beiden Verhaltensdimensionen gibt es vier Stile:

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DMF 43 – Ein Gespräch mit dem “Menschenleser” Markus Geißler

Führen mit Intuition, Weitblick und Empathie

In diesem Interview unterhalte ich mich mit Markus Geißler. Markus ist Trainer und Coach. Er bezeichnet sich als Menschenleser, Motivator, Klartext-Sprecher, Impulsmedium und Unternehmensprofiler. In seiner Arbeit tauchst er intensiv in das Unternehmen ein.
Aus seiner Erfahrung sind Führungskräfte dann erfolgreich, wenn sie:
  • sich selbst gut kennen – also bereit sind zur Selbstreflexion
  • im Kontakt mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind
  • die eigenen Werte gut kennen und kommunizieren
  • Ziele und Visionen formulieren
  • eine positive Unternehmenskultur aufbauen und mitgestalten
Die Grundlage gute Führung lässt sich nach Markus Geißler in einem Wort zusammenfassen: Sinnvermittlung.
Wie Markus Geißler Führung in der Realität erlebt erzählt er in diesem Interview.
Du erhältst wertvolle Impulse und einen kräftigen Motivationsschub!
Kontakt zu Markus Geißler: www.markusgeissler.com
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DMF 41 – 3/4 Willensbahnung – So kommst Du ins Tun

So setzt Du ein Vorhaben in die Tat um

Ich bin überzeugt, Du kennst diese Situation: Du hast am Vorabend einen Plan für den nächsten Tag aufgestellt. Du machst Dich am nächsten Morgen auf und fährst motiviert ins Büro. Gedanklich gehst Du noch einmal Deinen Plan für heute durch und denkst: “Jetzt lege ich richtig los!”
 
Auf dem Weg zur Arbeit geschehen leider ein paar unerfreuliche Dinge: wieder einmal ist Stau und Du ärgerst Dich, dass Du nicht den Bus genommen hast.
 
Deine Frau hat angekündigt, dass am Abend Tante Grete zu Besuch kommt, die Du nicht besonders magst, weil sie stundenlang redet.
 
Zu allem Überfluss erhältst Du eine Whatsapp-Nachricht, dass es in einem Projekt Verzögerungen geben wird und daher sofort nach Deinem Eintreffen in der Firma eine Krisensitzung anberaumt werden muss.
 
Die gute Stimmung ist dahin – die Motivation verflogen… Im Büro angelangt bist Du gar nicht mehr voll von Tatendrang, sondern fühlst Dich irgendwie gelähmt.
 
Was ist da passiert?
 
Offenbar sind Stimmungen sehr wesentlich dafür, dass ein Ziel, ein Wille auch umgesetzt wird.

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DMF 40 – 2/4 Selbstkontrolle – Schlüsselkompetenz für geplantes Umsetzen von Absichten

Mit Konsequenz Ziele erreichen

Die Selbstkontrolle ergänzt die Selbstregulation. Die Selbstregulation haben wir in der letzten Podcastepisode 39 besprochen. Während die Selbstregulation die demokratische Art der Selbststeuerung darstellt, ist die Selbstkontrolle die diktatorische Form der Selbststeuerung.

Selbstkontrolle geschieht, indem das Verhalten auf ein Ziel gerichtet wird. Dabei ist der präfrontale Cortex besonders aktiv. Dieser Teil des Gehirns – das sogenannte Absichtsgedächtnis – ist darauf trainiert, Absichten vorzuhalten und mit Hartnäckigkeit zu verfolgen. Weiters unterstützt das Absichtsgedächtnis das schrittweise Vorgehen.

Man macht sich also einen Plan und setzt ihn dann Schritt für Schritt um.
Wenn diese Fähigkeit bei Dir gut ausgeprägt ist, wirst Du keine großen Schwierigkeiten zu haben, mit Konsequenz eine Sache zu verfolgen. Allerdings geht das zu Lasten von Flexibilität. So kann es manchmal passieren, dass man ein Ziel noch verfolgt, obwohl es sinnlos ist!
Ein weiteres Merkmal der Selbstkontrolle ist, dass Impulse unterdrückt werden, die nicht zur Absicht passen.
Ein großer Vorteil – aber auch ein Nachteil!
  • Der Vorteil: Du bleibst an der Sache dran.
  • Der Nachteil: Du überhörst die leise Stimme des Selbst, die Dir vielleicht mitteilen möchte, dass die Zielverfolgung leichter geht oder das Ziel aufgegeben werden sollte.
Wichtig ist daher, dass Du nicht sklavisch an Zielen festhältst, sondern immer Deine Ziele und Absichten überprüfst, ob sie mit Deinem Selbst überein stimmen.
Eine schädliche Form der Selbstkontrolle ist die Motivation über Druck durch die Vorstellung negativer Konsequenzen. Es gibt wahre KünstlerInnen darin! Der Nachteil: wenn Du Dir Dein Scheitern ausmalst, wirst Du zwar “in die Gänge kommen” jedoch von Angst regiert sein. Und wenn Du Angst hast, ist der Zugang zu Deinem Selbst nicht möglich. Es stellt sich hausgemachter Stress ein! versuche vielmehr, Dich positiv zu motivieren.
Was es im Einzelnen damit auf sich hat und wie Du diese Kompetenzen stärkst, erfährst Du in dieser Episode.
Du möchtest Deine Selbststeuerung und Deine Selbstkontrolle testen? Dann bestelle gleich den Onlinetest, der von Prof. Julius Kuhl entwickelt wurde. Du erhältst eine ausführliche Auswertung, Empfehlungen und auf Wunsch auch ein Rückmeldegespräch.
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