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Corona – Was Du gegen die Angst tun kannst

Corona – Was Du gegen die Angst tun kannst

So kommst Du aus dem Angstmodus

Keine Frage: die augenblickliche Lage ist dramatisch. Die Corona-Virus-Pandemie stellt uns vor große Herausforderungen. Schulen wurden geschlossen, Mitarbeiter*innen ins Homeoffice geschickt, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Viele Unternehmen – besonderes die Klein- und Mittelbetriebe – stehen vor der Frage, wie sie das alles schaffen sollen. Die wirtschaftliche Existenz ist bedroht.

Für jeden Einzelnen nimmt die Unsicherheit zu. Denn anders als bei vielen anderen Herausforderungen, die auf einen im Laufe des Lebens zukommen, ist bei der Corona-Virus- Pandemie ein Ende nicht seriös abschätzbar.

Es kann also noch eine ganze Weile dauern.

Wir erfahren jetzt auf eine sehr radikale Weise wie schnell es gehen kann von einer sicher geglaubten Existenz in eine große Verunsicherung zu kommen.

Begreiflicherweise macht uns das Angst.

Der positive Aspekt der Angst

Angst ist für den Menschen nichts Ungewöhnliches. Wir erleben immer dann Angst, wenn wir in eine Situation geraten, in der wir eine Bedrohung unserer körperlichen oder psychischen Unversehrtheit erwarten. Diese Situation erzeugt Stress[1]Mehr Infos zum Thema Stress . Der Stress bereitet uns dabei darauf vor, entweder die Bedrohung anzugreifen oder vor dieser zu flüchten. Wenn dies nicht möglich ist, gibt es noch die dritte Variante: sich totstellen. Du siehst also, dass Angst eine wichtige Funktion hat Situationen zu bewerten und schützende Maßnahmen einzuleiten.

Die Sachlage ist bei der aktuellen Corona-Virusbedrohung verschärft, denn wir können den Gegner nicht direkt wahrnehmen. Flüchten geht auch nicht, da ja CoVid19 in der ganzen Welt grassiert.

Es ist völlig normal, dass in dieser Situation massive Unsicherheitsgefühle auftreten. Allerdings ist die menschliche Psyche solchen Situationen nicht schutzlos ausgeliefert. Jeder Mensch verfügt über ein Repertoire an sogenannten Abwehrmechanismen, die helfen, mit der Unsicherheit umzugehen. Für die gegebene Situation der Corona-Virus-Pandemie gibt es günstige und weniger günstige Abwehrmechanismen.

Abwehrmechanismen und Bewältigungstrategien

Verharmlosung

Wenn eine Situation als bedrohlich erlebt wird greifen viele Menschen zu dem Mittel: „Wird schon nicht so schlimm werden“ oder „Die Medien übertreiben wieder einmal“. Dadurch wird das Ausmaß der angstmachenden Situation verkleinert und wir haben das Gefühl, diese leichter handhaben zu können. Solange diese Einstellung jemanden zu keinen unvorsichtigen Handlungen verleitet, ist alles ok. Allerdings zeigt die Praxis, dass viele dann so weiterleben, als hätte sich nichts geändert. Eine „Flucht in die Normalität“ setzt ein. Dass man damit sich selbst und andere gefährdet wird dabei meist vergessen. Das ist also ein sehr ungünstiger Abwehrmechanismus.

Selektive Wahrnehmung

Die selektive Wahrnehmung ist eine weitere Möglichkeit, um sich vor Bedrohungen zu schützen. Diese Strategie kann nützlich sein, denn es gelingt damit, bewusst einige Aspekte der Gefahr auszublenden. Das ist besonders im Umgang mit Information wichtig. Du solltest nicht wahllos Informationen aufnehmen, sondern gezielt. Und am besten vertraust Du nur seriösen Quellen. Also hat diese „gezielte Verdrängung“ sehr viele positive Aspekte.

Wenn Du die Corona-Bedrohung allerdings insgesamt verdrängen würdest, und das Ganze als einen großen Schwindel betrachtest, dann ist das ein Form von Realitätsflucht, die einfach unangemessen ist.

Akzeptanz und Abstand

Akzeptanz ist ein weiterer Aspekt, um die momentane Krise zu. bewältigen Das Corona-Virus ist da. Du kannst daran nichts ändern. Es ist auch normal, wenn Du Dich in einer solchen Situation unsicher fühlst oder Angst empfindest. Sage Dir ruhig häufiger am Tag einen Satz wie: „Die Situation ist so wie sie ist. Ich kann im Moment daran nichts ändern. Ich mache das Beste daraus!“

Humor und Gelassenheit

Auch wenn die Lage ernst ist – Humor kann auch eine Hilfe sein. Humor hilft, um Distanz zu gewinnen. Dadurch ist dann auch oftmals der Weg eröffnet, die Situation mit mehr Gelassenheit zu betrachten.

Auf Sicht fahren

Wir befinden uns im Moment in einer unübersichtlichen Situation. Zumindest in Europa hatten wir es seit langem nicht mehr mit so einer Lage zu tun. Statt hektisch etwas zu unternehmen kommt es jetzt darauf an, ruhig, besonnen und langsam vorzugehen. Agieren aber nicht überreagieren ist die Devise. Wenn Du beispielsweise ein Unternehmen leitest, ist es jetzt nicht die Zeit, hektisch alle möglichen Stellschrauben zu betätigen. Überlege Dir eine Maßnahme, von der Du meinst, dass sie zielführend ist. Setze diese um und beobachte den Effekt. Und dann entscheide, wie es weitergehen könnte.

Bleibe handlungsaktiv und wirf nicht die Flinte ins Korn.

Gespräche suchen

Suche auch bewusst das Gespräch mit anderen. Menschen sind auf Kommunikation mit anderen angewiesen. Igele Dich nicht ein – auch wenn das im Moment physisch das Gebot der Stunde ist. Gott sei Dank haben wir viele technische Möglichkeiten, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Erzähle, wie es Dir geht bzw. höre den anderen einfach zu. Das hilft in jeder schwierigen Situation. Wenn Du keinen Gesprächspartner hast, so suche Dir professionelle Unterstützung. Sich einzuigeln ist sicher nicht empfehlenswert.

Chancen erkennen

Sicher gab es Situationen in Deinem Leben, wo auch nicht alles rund gelaufen ist. Überlege, wie Du damals diese Situation bewältigt hast. Vielleicht war auch damals nicht alles optimal – aber Du hast einen Weg gefunden, damit klarzukommen.

Überlege einmal: Du hast damals die Krise gemeistert. Dein Erfahrungsschatz wurde dadurch reicher. Damit hast Du für die Zukunft etwas gelernt. Menschen entwickeln sich nämlich nicht allein durch positive Erfahrungen. Schwierigkeiten fordern Dich heraus und Du lernst etwas für Deine Zukunft.

Neues entdecken

Eine weitere Möglichkeit um gut durch die Krise zu kommen ist, sich bewusst mit Aktivitäten zu beschäftigen, die schon länger brach liegen. Vielleicht hast Du Lust, eine neue Geschäftsidee zu entwickeln? Oder es gibt vielleicht ein Hobby, das Du jetzt intensiver betreiben möchtest? Eventuell gibt Dir die momentane Situation die Gelegenheit, Dein Leben neu zu überdenken. Das Corona-Virus macht uns bewusst, dass unser Leben endlich ist. Insofern böte sich jetzt die Gelegenheit, die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. Was möchtest Du beibehalten? Was möchtest Du vielleicht ändern?

Auch wenn die momentane Krise mit großer Wucht daherkommt: die Welt wird nicht untergehen.

Wir werden uns anpassen und haben die Chance, gestärkt aus der Krise zu kommen.

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Anmerkungen und Nachweise

Anmerkungen und Nachweise
1Mehr Infos zum Thema Stress

Hast Du das Zeug zur erfolgreichen Führungskraft?

Hast Du das Zeug zur erfolgreichen Führungskraft?

Was ist das überhaupt – Erfolg?

Was motiviert mehr, als das Gefühl Erfolg zu haben?

Das Gefühl, etwas geschafft zu haben?

Was gibt es Schöneres, als seine selbst gesteckten Ziele zu erreichen?

Warum erreichen wir dann so häufig unsere Ziele nicht?

Sehr oft wird behauptet, dass ein Mensch alles erreichen kann, was er nur möchte.

Ich halte das für Unsinn!

Zunächst einmal hat jeder Mensch seine individuellen Grenzen innerhalb derer er sich bewegt. Die genetische Grundausstattung lässt sich nicht verändern – nicht jeder hat das Zeug dazu z.B. ein überragender Sportler zu werden.

Natürlich kann man mit Training und Übung sehr vieles erreichen. Innerhalb der individuellen Grenzen besitzt jeder Mensch ein hohes Entwicklungspotenzial.

Selbstgesteckte Ziele

Üben und Trainieren bedeutet, an einer Sache dranzubleiben. Nicht aufgeben, sondern das Ziel konsequent zu verfolgen.

Dabei ist es jedoch entscheidend, dass Du solche Ziele verfolgst, die auch mit Dir selbst übereinstimmen.

Nur die Ziele, die aus Dir selbst kommen, die Du mit positiven Werthaltungen und Emotionen verknüpfst, wirst Du auch nachhaltig verfolgen! Selbstgesteckte Ziele sind für uns erfüllend. Sie vermitteln einen Sinn! Und wenn man einen Sinn in einer Sache sieht, ist man viel mehr bereit, seine ganzen Kräfte und seine Energie einzusetzen.

Nun ist es aber nicht immer ganz einfach herauszufinden, was man wirklich möchte. Das kennst Du bestimmt auch!

To gno authon – Erkenne Dich selbst

Orakel zu Delphi

Der Mensch ist sich selbst oftmals ein Rätsel.

So findest Du Deine persönlichen Ziele

Reflexionsbereitschaft: Selbstbestimmte Ziele zu finden setzt voraus, dass Du bereit bist, in Dich selbst hineinzuschauen. Das bedeutet aber auch, sich mit der eigenen Widersprüchlichkeit zu beschäftigen. Oder auch Aspekte von zu entdecken, die einem vielleicht noch unvertraut sind.

Weiters empfehle ich Dir:

  • Dialog – Suche Dir einen Gesprächspartner, mit dem Du ganz offen über das sprechen kannst, was Dich beschäftigt. Dein Gesprächspartner sollte Dir aufmerksam zuhören. Also Dich nicht durch Fragen „ausquetschen“ oder Dir Ratschläge erteilen. Wenn Du niemanden dafür hast, bietet sich ein Coach an.
  • Achtsamkeit – Halte mehrmals am Tag inne und komme ganz in das Hier-und-Jetzt. Werde gewahr, wo Du Dich befindest und was Du tust. Erlebe diesen Augenblick ganz intensiv. Diese Übung hilft Dir, Dich zu fokussieren. Sie bietet sich auch an, um schwierige Situationen gut zu meistern.
  • Kunst – Beschäftige Dich mit Kunst. Ausstellungen, Musik, Literatur usw. Das können Impulse sein, die Dir helfen, mehr über Dich selbst zu erfahren. Kunst hilft, Emotionen freizusetzen und helfen, über Dich selbst und Deine Werthaltungen, Deine Einstellung und Deine Wahrnehmung zu reflektieren.
  • Tagebuch – Führe ein Tagebuch. Im Laufe der Zeit schälen sich bestimmte „Lebensthemen“ heraus.
  • Natur erleben – Viele Menschen kommen zu sich selbst, indem sie nach draußen gehen und mit allen Sinnen die Natur erleben. Vielleicht ist das auch etwas für Dich? Und wenn Du das bereits machst, dann kannst Du vielleicht die Art und Weise der Naturerfahrung abändern. Also anstatt zu laufen bewusst langsam gehen oder öfter eine bewusste Pause einzulegen etc.

Das sind nur einige Ideen, wie Du Dich selbst entdecken kannst.

Gelassenheit – Temporeduktion

Der Hintergrund dieser Empfehlungen ist der, dass wir, um zu uns selbst zu kommen, die emotionale Grundhaltung der Gelassenheit benötigen. Diese Emotion lässt sich jedoch nicht einfach herstellen. Du musst bewusst Dein Tempo drosseln.

Was ist der Nutzen, wenn Du mehr zu Dir selbst findest?

Der Nutzen ist, dass Du weniger anfällig für Fremdbestimmung bist.

Erfolgreiche Menschen verfolgen selbstgewählte Ziele.

Sie sind selbstbestimmt!

Wenn Du gut im Kontakt mit Dir selbst bist, dann wirst Du auch besser unterscheiden können, ob die Ziele, die Du Dir steckst, von Dir kommen oder von außen.

Dann hast Du die Wahl!

Was hinter motivierenden Zielen steckt

Hinter Zielen stecken Bedürfnisse und Wünsche. Diese müssen uns gar nicht immer bewusst sein. Im Gegenteil ist es häufig so, dass wir weit mehr von Bedürfnissen gesteuert werden die unbewusst wirksam sind.

Unbewusste Motive entstehen in der Kindheit und entwickeln sich dann besonders stark, wenn bestimmte Bedürfnisse nicht ausreichend genug befriedigt wurden.

So entwickeln Kinder die geringe Nähe und Wärme erfahren haben, oft ein starkes Bindungsmotiv. Wer seine Eltern als relativ schwach erlebt hat, entwickelt häufig ein starkes Machtmotiv. Und wer wenig Unterstützung erlebt hat, entwickelt oft ein starkes Leistungsmotiv.

Unbewusste Motivatoren sind innere Kraftquellen, die man nutzen kann.

So wird beispielsweise jemand der ein starkes Bedürfnis nach Bindung hat, von Haus aus eine Menge an Verhaltensoptionen in diesem Bereich mitbringen. Einfach deshalb, weil er bereits in der Kindheit unterschiedliche Strategien gelernt hat, sein Bedürfnis zu stillen oder mit Frustrationen umzugehen. Diese Strategien werden in einem bildhaften Format gespeichert und können auch als Erwachsener aktiviert werden. Besonders in Situationen die neu sind.

Stimmt nun die bewusste Zielwahl mit den unbewussten Motiven überein, so ist eine gute Grundlage für den persönlichen Erfolg gelegt.

Daraus folgt, dass es kein allgemeines Ziel, das für alle Menschen gilt, gibt. Oftmals ist es ein fataler Fehler zu glauben, dass die Ziele, die man selbst für wichtig hält auch von anderen geteilt werden.

In meinen Seminaren und Coachings erlebe ich häufig, dass Führungskräfte sich sehr schwer tun, zu akzeptieren, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter andere Ziele und Prioritäten besitzen.

Die unbewussten Motivatoren aufzuspüren gelingt mit eigens dafür entwickelten Testverfahren, die ich anbiete.

Gestalter-Haltung

Selbstbestimmte Ziele in Übereinstimmung mit den unbewussten Motiven zu wählen ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Dazu muss jedoch noch die Gestalter-Haltung kommen. Wie lässt sich diese Haltung beschreiben=

Erfolgreiche Menschen nehmen eine Gestalter-Haltung ein.

Es ist allerdings eine irrige Annahme, dass Optimismus und positives Denken die eigentliche Grundlage der Gestalter-Haltung sind. [1]Siehe auch den Artikel: „Erfolgsbremse positives Denken

Positive Gefühle erleichtern das Handeln – sie führen aber nicht zur Handlung. Handlungsbereitschaft entsteht erst dann, wenn ich mir etwas Schwieriges vornehme!

Warum ist das so?

Wenn Du Dir etwas Schwieriges vornimmst, dann wird das Vorhaben in einem Teil des Gehirns gespeichert, den man Absichtsgedächtnis nennt. Erst dann – also wenn klar ist, was realisiert werden soll – ist es wichtig, positive Emotionen zu entwickeln. Diese aktivieren die verhaltenssteuernden Systeme in unserem Gehirn.

Haben es dann nicht die geborenen Optimisten leichter?

Nein!

Das liegt daran, dass die optimistische Grundhaltung dazu führen kann, sich das positive Gefühl nur ja nicht stören zu lassen. Die Beschäftigung mit Schwierigkeiten, Problemen und anspannenden Zielen trübt jedoch das Erleben von Freude. Phasen von Frustration und Problembewältigung durchzuhalten ist nicht unbedingt die Stärke der reinen Optimisten[2]Mehr Informationen zu den Gehirnprozessen findest Du hier “Die Geheimnisse Deiner Psyche – entschlüsselt!”.

Erfolgreiche Menschen können zwischen Problemorientierung und Optimismus pendeln.

Fähigkeiten erfolgreicher Führungskräfte

Eine erfolgreiche Führungskraft wird folgende Fähigkeiten besitzen:

Zielimagination

Eine lebendige Imagination des Ziels in einem bildhaften Format, das mit positiven Emotionen verknüpft ist. Dabei ist das Ziel selbstgewählt, entspricht den inneren Bedürfnissen und löst ein Verlangen aus. Die Motivation – also die Ausrichtung auf dieses Ziel – kommt nicht nur aus rein rationalen Erwägungen, sondern schließt die emotionale Komponente mit ein. Das bedeutet, dass erfolgreiche Menschen sich in den gewünschten Zielzustand hineinversetzen können und diesen auch körperlich spüren. In meinen Trainings und Coachings verwende ich Übungen zur Zielimagination in Kombination mit Meditation[3]Mehr Informationen zur Zielbildung im Beitrag Es ist dein Selbst, dem du folgen musst.

Handlungsfolgen entwickeln

Die Fähigkeit, aus dem Ziel konkrete Handlungsschritte abzuleiten. Das Absichtsgedächtnis wird durch präzise Instruktionen geladen. Dabei gilt: je konkreter die Handlungsschritte erarbeitet werden, desto höher die Erfolgswahrscheinlichkeit. In dieser Phase wird das global-ganzheitliche Zielbild in konkrete Ergebnisse die es zu erreichen gilt, transformiert.

Fokus auf Schwierigkeiten – emotionale Dialektik

Ein realistischer Blick auf Schwierigkeiten und Hindernisse. Ein Ziel zu erreichen bedeutet immer auch, mit Schwierigkeiten konfrontiert zu werden. Die Augen davor zu verschließen ist meistens kein guter Weg. Erfolgreiche Führungskräfte haben jedoch das Zutrauen, dass Schwierigkeiten und Hindernisse bewältigt werden können. Diese Phase des „Schwarzsehens“ kann jedoch dazu führen, in negativen Emotionen stecken zu bleiben. Erfolgreiche Menschen merken jedoch, wann es Zeit ist, wieder positive Emotionen aufzurufen. Mit einem Wort haben erfolgreiche Führungskräfte ihre Selbststeuerung so entwickelt, dass sie zwischen den beiden Zuständen „Optimismus“ und „Pessimismus“ pendeln können. Man nennt das auch die Fähigkeit zur “emotionalen Dialektik” (nach Julius Kuhl).

Mutig handeln

Einfach etwas tun. Erfolg stellt sich nur dann ein, wenn Ziele, Ideen und Visionen auch umgesetzt werden. Deshalb verhindert zu langes Zögern Erfolg. Die beiden Sprüche: „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt“ und „Der Weg entsteht beim Gehen“ haben sehr viel Wahrheit in sich. Wer immer nur bedacht ist, den „richtigen“ Schritt zu tun, übersieht, dass wir oft erst in der Rückschau sagen könne, ob ein Schritt „richtig“ war. Und wer allzu lange auf den richtigen Zeitpunkt wartet, der verpasst in Wirklichkeit Chancen, die sich daraus ergeben, dass man einfach anfängt…

Mit dieser Checkliste kannst Du überprüfen, an welchen Punkten Du noch arbeiten solltest, um auf die „Erfolgsstraße“ zu kommen. Weitere Hinweise findest Du im Beitrag über die WOOP-Methode von Oettingen.

Next Steps

Wenn Du Interesse hast Deine Ziele, Motive und Deine Grundhaltung zu reflektieren und zu verbessern, biete ich Dir ein Spezialcoaching an. Mittels eines wissenschaftlichen Testverfahrens von Julius Kuhl kannst Du Deine Persönlichkeit erforschen. Darauf aufbauend erfolgt ein individuell abgestimmtes Coaching um Deine Potenziale zu entfalten.

Interessiert?

Bitte kontaktiere mich unter: office@heisetraining.at

Was ist Deine Meinung? Wie schaffst Du es, erfolgreich zu sein? Hinterlasse dazu Deinen Kommentar!

Hier als Podcast-Episode nachhören

4 Schritte und Du hast Erfolg

von Gregor Heise | Durchstarten mit Führung

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Anmerkungen und Nachweise

Anmerkungen und Nachweise
1Siehe auch den Artikel: „Erfolgsbremse positives Denken
2Mehr Informationen zu den Gehirnprozessen findest Du hier “Die Geheimnisse Deiner Psyche – entschlüsselt!”
3Mehr Informationen zur Zielbildung im Beitrag Es ist dein Selbst, dem du folgen musst

Das beste Selbstmanagementsystem – und wie Du es nutzt

Das beste Selbstmanagementsystem – und wie Du es nutzt

Als Peter beschloss, sein Selbstmanagement zu ändern

Als ich an einem schönen Vormittag das Café betrat, wartete mein Freund Peter schon bei seinem großen Espresso. In einem kurzen Telefonat hatte ich erfahren, dass Peter Problemen mit seinem Selbstmanagement hatte und von mir ein paar Ratschläge hören wollte.

Ich hatte ihn schon längere Zeit nicht gesehen und freute mich auf das Gespräch. Ich begrüßte ihn, nahm Platz und bestellte mir ebenfalls einen Espresso.

“Wie geht es Dir?” fragte ich Peter.

“Es ging schon einmal besser. Weißt Du, langsam wächst mir meine Arbeit über den Kopf. Ich glaube, ich bin kurz vor einem Burn-Out!” sagte Peter mit einem sehr angestrengten Gesichtsausdruck. “Du bist doch Coach. Kannst Du mir nicht sagen, wie ich mein Leben wieder besser in den Griff bekomme, weniger Stress habe und einfach glücklicher werde?”

Ich antwortete: “Na ja, eine Coachingsitzung soll das jetzt nicht werden. Aber erzähl doch mal, was los ist. Vielleicht finden wir einen Weg, Dein Selbstmanagement zu verbessern…”

“Also schön” erwiderte er. “Die Sache ist die: als ich den Verkaufsleiterjob angenommen habe, habe ich mich über die neue Führungsaufgabe sehr gefreut. Mehr Verantwortung, etwas gestalten können, Menschen führen – das war eigentlich immer mein Traum. Und in der ersten Zeit ist auch alles gut gelaufen. Zwar habe ich schon damals viel gearbeitet – sicher mehr als 40 Stunden. Aber die Wochenenden waren für die Familie da und am Sonntagabend habe ich mich schon auf die neue Woche gefreut. Ich hatte auch das Gefühl, alles gut schaffen zu können. Mein Selbstmanagement war perfekt!”

Peter nippte nachdenklich an seinem Espresso…

“Was ist dann passiert?” fragte ich ihn.

Peter’s Problem

“Seit 2 Jahren kommt es mir so vor, als rotiere ich am Stand! Die Arbeitswochen verlaufen chaotisch. Mit dem Team gibt es zunehmend Konflikte, weil wir die Ziele nicht erreichen.
Auch sind wir chronisch unterbesetzt. Aber von der Zentrale gibt es keinerlei Unterstützung. In meinem Email-Postfach stapeln sich die Mails,
ich hetze von Meeting zu Meeting, versuche zwischendurch meine wichtigsten Aufgaben zu erledigen – komme aber dann doch nicht dazu. Außer am Wochenende – da habe ich meine Ruhe und kann endlich mal halbwegs das abarbeiten, was die Woche über liegengeblieben ist. Meine Familie sehe ich kaum noch. In der Nacht wache ich häufig auf, weil ich Angst habe, etwas zu vergessen oder zu übersehen…” schilderte er seine ziemlich trostlose Lage.

“Peter, Du warst doch immer ein Meister der Planung und der geordneten Vorgangsweise.” warf ich ein. “Was hat sich denn da geändert, dass Du Dein Selbstmanagement komplett über Bord geworfen hast?”

Peter lachte gequält: “Planen? Ordnen? Listen schreiben? Vergiss doch diese Selbstmanagement- und Zeitmanagementmärchen! Das funktioniert einfach nicht. Dauernd ändert sich etwas, schon morgens kommen Mitarbeiter und Führungskräfte auf mich zu und nehmen mich in Beschlag. Dann noch die Kunden – dauernd wollen sie Änderungen. Ich bin schon froh, wenn ich auf diese ständigen Anforderungen halbwegs reagieren kann und das Nötigste unterbringe.”

“Du sagst also, dass Du mehr oder weniger ohne konkrete Ziele oder einen Plan zu haben in den Tag startest?” fragte ich ihn.

“Mehr oder weniger ja. Wenn ich im Auto zur Arbeit fahre, dann mache ich mir im Kopf eine Checkliste mit den wichtigsten Aufgaben. Und meine Termine habe ich im Outlook. Aber mehr finde ich nicht sinnvoll. Du weißt ja – das agile Umfeld!” Peter lächelte süffisant.

“Und was erwartest Du jetzt von mir?” erwiderte ich.

Peter möchte eine Selbstmanagement – Methode

“Gibt es nicht eine Selbstmanagement-Methode, mit der ich besser mit dieser Situation zurechtkommen kann? Wie ich wieder mehr die Dinge in den Griff bekommen kann? Wie kann ich das Gefühl bekommen, dass ICH bestimme wo es langgeht?” Peter sah mich hilfesuchend an.

“Nun” sagte ich vorsichtig “eine Garantie gibt es nicht. Aber einen sinnvollen Weg kann ich Dir schon aufzeigen. Allerdings wird er Dir nicht gefallen!”

“Wieso?”

“Du müsstest wirklich radikal Deine Gewohnheiten umstellen und ein festes System implementieren mit dem Du arbeitest. Ich kann Dir das System einmal vorstellen – aber die Umsetzung wird nicht einfach werden.”

“Warum denn das?”

“Weil sich der Erfolg nicht sofort einstellen wird und Du auch Deine eigene Haltung reflektieren musst. Aber vielleicht beginnen wir einfach mal mit dem System. Du bekommst einen großen Überblick. Die Details können wir ein anderes Mal besprechen.” erklärte ich.

Peter nickte.

Ich legte los…

Selbstmanagement mit System

“Aus meiner Sicht geht es gar nicht um Zeitmanagement. Die Zeit kannst Du nicht managen. Was unter Deiner Kontrolle ist, das bist Du selbst.
Auch wenn Du momentan viel Druck und äußere und innere Zwänge verspürst, bist Du doch im Grunde ein freier Mensch. Jeden Morgen beginnt ein neuer Tag und Du könntest etwas ganz anderes unternehmen oder ausprobieren.
Kennst Du das Buch “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg”? Das ist die Geschichte eines hochbetagten Mannes, der vor seiner Geburtstagsfeier davonläuft und ganz neue Erfahrungen macht, Möglichkeiten ausprobiert usw. Also merke Dir: Du bist kein armes Opfer, sondern hast die Fähigkeit zu gestalten!” meinte ich.

“Das was Du beschreibt” erwiderte Peter “kenne ich von früher – aber heute habe ich den Kontakt zu mir selbst verloren.”

Ziele finden

“Genau! Es geht im Grunde gar nicht darum, dass Du das noch bessere Aufgabenbewältigungssystem etablierst. Es geht darum, dass Du wieder in Kontakt mit Dir, Deinen Wünschen und Bedürfnissen kommst. Daher steht am Anfang für besseres Selbstmanagement die Aufgabe, Ziele zu finden.” sagte ich.

“Bitte verschone mich mit Zielen! Wenn ich das schon höre! Wir erhalten monatlich unsere Zielvorgaben, machen Teamsitzungen in denen wir Ziele besprechen, definieren in Klausuren strategische Ziele… Glaubst Du, das hätte mich nur einen Schritt zu mir selbst gebracht?” entfuhr es Peter.

“Natürlich nicht!” entgegnete ich ruhig. “Was ist denn mit Deinen eigenen Zielen? Weißt Du, wofür sich die ganze Mühe lohnt? Kennst Du Deine Bedürfnisse? Was strebst Du aus Dir selbst heraus an? Weißt Du, letztlich geht es doch gar nicht darum, dass Du irgendwelche Aufgaben abarbeitest. Sondern es geht immer darum, dass Du ein Gefühl von Sinn entwickelst. Victor Frankl – der große Psychologe – hat einmal formuliert: ‘Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.’
ich will Dich ausdrücklich ermuntern, Dein eigenes Warum neu zu entdecken! [1]lese hier nach zum Thema “Vision

“Und wie geht das?” fragte Peter jetzt mit gesteigertem Interesse.

“Da gibt es viele Methoden. Im Prinzip geht es darum, zu sich zu kommen, still zu werden, auf sich zu achten und in sich hineinzuhören. Wichtig ist auch, dass Du Dich anregen lässt. Gespräche, Kunst, Erinnerungen etc. sind alles Möglichkeiten, mehr zum ICH zu kommen. Es ist aber ein Prozess. Das heißt, dass Du das nicht erzwingen kannst, sondern Dir einfach tagsüber Momente der Ruhe und Stille gönnst [2]höre auch diesen Podcast zum Thema “Mission.
Wenn Dir das immer besser gelingt, hast Du einen Kompass, der Dir hilft, Ziele die von außen kommen besser zu bewerten und mit Deinem Selbst abzugleichen.”

Meine konkreten Tipps

  • Komme zur Ruhe und lasse Stille zu
  • Frage Dich, was Deine berufliche Mission ist. Wofür wurdest Du dort engagiert? Was ist Dein Beitrag zur Gesamtorganisation? etc.
  • Sprich mit einem vertrauten Menschen, der Dir zuhört
  • Gehe in Gedanken bis zu Deinem Lebensende. Was möchtest Du bis dahin erreicht haben?
  • Beschäftige Dich mit Kunst: Malerei, Musik, Theater, Literatur
  • Halte mehrmals am Tag inne und sei im “Hier-und-Jetzt
  • Formuliere Deine Bedürfnisse
  • Schreibe Tagebuch

“Ok.” sagte Peter. “Wie geht es dann weiter?”

“Die nächsten Schritte kennst Du bestimmt… Im Grunde musst Du:

  • Das, was Dich beschäftigt erfassen
  • Prioritäten setzen
  • Planen und umsetzen
  • Kontrollieren

Dieses System ist sinnvoll – muss aber an die heutigen Bedingungen angepasst werden. Ich finde, für heute war es einmal genug. Treffen wir uns doch in einer Woche wieder und gehen wir einen Schritt weiter. Aber beginne doch inzwischen einmal damit, Deinen persönlichen Zielen näher zu kommen.”

Eine Woche später

Als ich nach einer Woche das Café betrat, war Peter schon da. Er machte auf mich einen entspannten Eindruck.

Ich hatte mich kaum hingesetzt, als er auch schon voller Stolz ein kleines Büchlein hervorkramte. Er schlug es auf und sagte: “Schau einmal her! Ich habe deinen Rat befolgt und bin in mich gegangen. Ich habe mich gefragt, was ich für ein Leben führen möchte. Was mir wirklich wichtig ist und worauf ich mich fokussieren möchte. Diese Gedanken habe ich mit einem guten Freund besprochen. Das war schon sehr aufschlussreich. Meine Mission habe ich schon versucht in Worte zu fassen – es ist noch nicht perfekt – aber ein Anfang. Ich merke schon jetzt, wie ich ruhiger und gelassener werde.
Allerdings… ” und hier begann er etwas zu zögern “…mein Zeitproblem ist dadurch nicht gelöst. Ich gehe noch immer in Arbeit unter – allerdings macht es mich nicht mehr so fertig. Aber sag mal, hast Du einen Tipp, wie ich auch das ein bisschen besser in den Griff bekommen kann?”

“Zunächst einmal möchte ich Dir ein großes Kompliment machen! Du hast wirklich einen großen Schritt getan und hast Dich mit Deinen Wünschen und Bedürfnissen beschäftigt. Je klarer Du vor Augen hast worum es Dir geht, was für Dich der Sinn ist, desto besser wird es Dir gelingen, in unserer bewegten Zeit (der VUCA-Welt) mehr von dem umzusetzen, was DU wirklich möchtest. Und um das tun zu können, musst Du eben unterscheiden lernen zwischen dem, was Dich wirklich voranbringt und dem, was Dich nur aufhält. Also mein Tipp: bleibe dabei und reflektiere über Dich!”

“Das möchte ich unbedingt” sagte Peter “Aber wie komme ich nun mit meinen täglichen Aufgaben zurecht? Und wie schaffe ich es, dass ich am Ende des Tages auch die meisten Vorhaben umgesetzt habe?”

Aufgaben sammeln

“Im Grunde ist es ganz einfach!” erklärte ich. “Du musst alles erfassen, was Dich beschäftigt,. Also mache es Dir zur Gewohnheit, alle Vorhaben, Aufgaben, Ideen usw. gleich zu notieren.

“Oh je – Du meinst eine To-Do-Liste? Und das soll mein Selbstmanagement verbessern?” fragte Peter etwas gequält…

“Nein! Keine klassische To-Do-Liste. Ich meine eine Sammelliste für alles das, was Dir im Kopf herumgeistert. Die To-Do-Liste kommt erst später ins Spiel – nämlich dann, wenn es darum geht, was tatsächlich umgesetzt werden soll. Einiges von dem was auf der Sammelliste steht wirst Du vielleicht niemals umsetzen. Aber das Aufschreiben ist fundamental wichtig.” sagte ich.

“Ok. Den Unterschied habe ich verstanden. Aber was ich noch immer nicht verstehe: warum besteht ihr Coaches immer darauf, dass alles aufgeschrieben gehört? Ich meine: das was wichtig ist merke ich mir ohnedies.”

“Na ja. Erstens ist das mit dem Merken so eine Sache. Meine Erfahrungen aus vielen Seminaren und Coachings ist, dass eben doch vieles vergessen wird. Also hilft Dir eine solche Liste eben dabei, nichts Wichtiges unter den Tisch fallen zu lassen. Und gerade wenn Du im Stress bist kann sich Dein Gehirn nicht auch noch damit beschäftigen, Wichtiges zu behalten.
Und dann gibt es noch das Problem, dass gerade in den Momenten, in denen Entspannung angesagt ist – also etwa beim Einschlafen – plötzlich Unerledigtes auf den Schirm kommt. Gerade weil man sich entspannt kommen die Gedanken zurück. Und schon ist es wieder vorbei mit der Entspannung…”

“Ja das kenne ich gut! Gerade wenn ich einschlafen will fallen mir tausende wichtige Sachen ein und ich werde unruhig!”

“Siehst Du – also lege Dir von nun an einen Zettel neben Dein Bett und notiere Dir diese Dinge sofort!
Ein weiterer Grund für das Aufschreiben ist der, dass das Gehirnsystem das für das Behalten von Absichten zuständig ist, die Systeme im Gehirn hemmt, die für Ausführung zuständig sind. Einfach gesagt: wer sich Vorhaben in übertriebener Weise merken will, der riskiert, dass er sich seiner Handlungsinitiative beraubt!” erklärte ich Peter.

“Ah ja” pflichtete Peter bei “das kenne ich gut! Das sind dann so Tage, wo man einen ganzen Berg von Aufgaben vor sich hat. Und statt dass ich dann gleich loslege, fühle ich mich wie gelähmt und brauche X Anläufe um erst mal den Anfang zu finden.”

“Exakt! Das ist auch wissenschaftlich erforscht. Besonders Julius Kuhl hat hier viele Untersuchungen vorgelegt und auch Testverfahren entwickelt um diesen Blockaden auf die Spur zu kommen.”

Meine konkreten Tipps

  • Notiere Dir Ideen, Vorhaben und Aufgaben sofort wenn sie auftauchen in einer Sammelliste.
  • Für Deine Notizen nutzt Du am Besten ein handschriftliches System.
  • Versuche, Deine Ideen, Vorhaben und Aufgaben so konkret wie möglich zu notieren.
  • Mache regelmäßig (1x im Monat) eine Überprüfung, welche Deiner Ideen noch relevant sind oder gestrichen werden können.
  • Mache es Dir zur Angewohnheit regelmäßig nach Aufgaben zu fahnden, die Du schon länger mit Dir herum trägst, die aber nur selten “aufpoppen”. Das sind meistens eher unangenehme Dinge, die Dich aber in Unruhe versetzen können.

Prioritäten setzen

“Wenn Du nun eine lange Liste von Aufgaben, Ideen und Projekten vor Dir hast, ist es an der Zeit, diese auch umzusetzen. Natürlich wirst Du nicht einfach von oben beginnen die Liste abzuarbeiten, sondern die Aufgaben bewerten. Das nennt man auch Prioritäten setzen. Eigentlich ist das der wichtigste Vorgang in unserem Selbstmanagement – System. Denn mit Prioritäten drückst Du aus, welchen Wert Du einer Aufgabe gibst. Um die Wertigkeit einer Aufgabe zu bestimmen gibt es zwei wesentliche Unterscheidungen:

  • Dringlichkeit und
  • Wichtigkeit

Dringlichkeit ist die zeitliche Komponente. Aufgaben unterscheiden sich darin, bis wann sie erledigt gehören.

Wichtigkeit ist die Wertigkeit einer Aufgabe. Aufgaben, mit denen Du mehr von Deiner Mission verwirklichen kannst oder die mehr von Deinen Werten widerspiegeln, sind einfach wichtiger als andere.”

Peter wurde nachdenklich: “Ist das das Eisenhower-Modell mit der Einteilung in A, B, C und D Aufgaben?”

“Ja” erwiderte ich.

“Mit dem habe ich mich immer schwer getan. Also nicht mit der Dringlichkeit. Aber die wichtigen Aufgaben zu erkennen und dann auch noch anzugehen, das erschien mir immer schwierig…”

“Da hast Du bestimmt recht. Dringliche Aufgaben zu erkennen ist sehr einfach. Wenn es einen fixen Termin für eine Aufgabe gibt oder wenn eine Krisensituation eintritt und sofort gehandelt werden muss, dann ist es gar keine Frage, dass gehandelt werden muss. Aber wenn Du nur dringliche Aufgaben erledigst, dann hast Du bald das Gefühl, ein Getriebener zu sein. Du verlierst dann das Gespür für Dich selbst.”

“Also sollte ich mich mehr auf die B-Aufgaben – also die mit einer hohen Wichtigkeit und einer geringen Dringlichkeit – konzentrieren?”

“Das würde ich Dir raten. Man sagt, dass man ca. 60% B-Aufgaben täglich realisieren sollte… Aber lass Dich nicht davon einschüchtern. schau einfach, dass Du Deine Aufgaben nach dem Eisenhower-Schema klassifizierst und dann täglich eine B-Aufgabe umsetzt. Du wirst merken, dass es Dir danach schon viel besser gelingt, Dich auf wirklich Wichtiges zu fokussieren und dass Deine Arbeitsfreude spürbar steigen wird.” sagte ich zu Peter.

Meine konkreten Tipps

  • Lerne zwischen Wichtigem und Dringlichem zu unterscheiden.
  • Führe täglich mindestens eine B-Aufgabe durch.
  • Steigere langsam die Anzahl Deiner B-Aufgaben auf 60%.
  • Verteidige Deine gewählten Aufgaben gegen andere, in dem Du mehr “Nein” sagst.

Planung

“Zum Abschluss wollte ich noch etwas zum Thema “Planung” sagen. Früher hatte man im Zeitmanagement den Führungskräften empfohlen, sich eine Art Stundenplan aufzustellen und danach die Aufgaben abzuarbeiten. In der heutigen Zeit ist das einfach nicht möglich. Aber ganz planlos solltest Du nicht in den Tag starten. Mache es Dir daher zur Gewohnheit, dass Du zu Wochenbeginn die Woche betrachtest. Welche wichtigen Arbeiten sind in dieser Woche zu erledigen? Ich empfehle Dir, dass Du Dir diese wichtigen zu erreichenden Resultate notierst und als Wochenziele oder auch Tagesziele buchstäblich vor Augen führst. Hilfreich ist eine Pinnwand. Dort kannst Du mit Kärtchen wichtige Tages- und Wochenresultate festhalten.”

“Das mit den zu erreichenden Resultaten finde ich super!” sagte Peter “Ich glaube das hilft mir, mich zu fokussieren”

“Weiters kann es hilfreich sein,” setzte ich fort “sich für bestimmte Arbeiten fixe Zeitblöcke zu reservieren. Trage das in den Kalender ein, sodass andere sehen können, dass Du nicht verfügbar bist. So ein Arbeitsblock könnte beispielsweise heißen: ‘Konzeptarbeit’, ‘Planung für Projekt Alpha’ etc. Hier gilt jedoch: weniger ist mehr.”

Ich legte eine kleine Pause ein und trank einen Schluck Café. Mit einem Lächeln meinte ich “..und dann würde ich mir eine To-Do-Liste erstellen…”

“Also doch!” lachte Peter.

“Ja genau. Aber eine Liste, in der Du nur ein paar Aufgaben festhältst, die heute erledigt gehören. Du kannst sie noch nach Dringlichkeit reihen, sodass Du auch mit der Aufgabe beginnst, die nicht auf den nächsten Tag verschoben werden darf.”

“Und mehr würdest Du nicht machen?” fragte Peter zweifelnd.

“Nein! – oder doch: Du kannst Dir zu Beginn des Tages ein Motto überlegen, das Dich in eine positive Stimmung versetzt. Denn mit guter Laune ist man gleich um ein Vielfaches produktiver. Wie das im einzelnen geht, das wäre dann ein etwas längerer Coachingprozess – aber ich glaube mit dieser Andeutung kannst Du vielleicht schon etwas anfangen.” meinte ich abschließend.

Meine konkreten Tipps

  • Lege die zu erreichenden Resultate fest.
  • Organisiere den Arbeitstag / die Arbeitswoche so, dass Du Dir unterbrechungsfreie Arbeitsblöcke reservierst.
  • Arbeite an den kniffligsten und wichtigsten Aufgaben bevorzugt in Phasen Deines Leistungshochs (meistens am Vormittag).
  • Bündle Routineaufgaben.
  • Wechsle bewusst die Planungsperspektiven: Tagesplan, Wochenplan, Monatsplan, Quartalsplan, Jahresplan etc. gewährleisten, dass Du Deine Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven wahrnimmst. So vermeidest Du es, im Klein-Klein des Tagesgeschäftes unterzugehen.
  • Starte mit guter Laune in den Tag!

 

Next Steps

“Vielen Dank für diesen Schnelldurchgang ‘Selbstmanagement’. Was könnte ich denn noch tun, um mein Selbstmanagement zu verbessern?”

“Im Grunde hast Du von mir eine Basisinfo zu diesem Thema bekommen. Natürlich kann ich Dich in Form eines individuellen Coachings begleiten. Besonders die Prioritätensetzung ist nicht immer ganz einfach. Vor allem, weil es da um die Abstimmung der täglichen Aufgaben mit den eigenen Zielen geht. Aus meiner Erfahrung wird es dann besonders interessant, wenn Du Deine Prioritäten bei Dir selbst und auch bei anderen durchsetzen musst. Konflikte bleiben da nicht aus. Hier kann ein Coaching hilfreich sein. Und das Eisenhower-System ist nur eine Methode – es gibt noch andere Prioritäten-Schemata. Das würde hier aber zu weit führen.
Selbstmanagement kann man auch psychologisch betrachten. Du hast jetzt ein praktikables System für Dein Selbstmanagement erhalten. Aber die eigene Persönlichkeit muss auch mitspielen. z.B. wie Du mit Stress umgehst, wie es mit Deiner Willenskraft aussieht, wie Du Dich motivierst, wie Du Misserfolge bewältigst etc Ich habe da einen wissenschaftlichen Online-Test, der Dir in 20 Bereichen aufzeigt, wie gut Dein Selbstmanagement ist. Du erhältst dann konkrete Tipps , wie Du Dich nachhaltig verbessern kannst.”

Peter meinte: “Vielen Dank! Ich weiß jetzt, wie ich das Selbstmanagement besser angehen kann. Und das mit dem Test finde ich eine gute Idee. Ich werde mir bei Dir einen Zugang bestellen und dann mal loslegen.”

“Das freut mich. Ich danke Dir für das nette Gespräch!” sagte ich zum Abschluss.

Weiterführung

Folgende Blogbeiträge empfehle ich Dir zur Nachlese:

Folgende Podcastepisoden bieten sich zum Nachhören an:

Ich freue mich über Deine Kommentare!

 

 

 

 

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Anmerkungen und Nachweise

Anmerkungen und Nachweise
1lese hier nach zum Thema “Vision
2höre auch diesen Podcast zum Thema “Mission

Warum Ziele manchmal mehr schaden als nützen

Warum Ziele manchmal mehr schaden als nützen

Ein philosophischer Jahresrückblick

Befindlichkeit und Achtsamkeit statt Ziele definieren

Die alljährliche Blogparade von Marit Alke zum Thema 2017/2018: Was war – was bleibt – was kommt? hat mich auch dieses Jahr motiviert, eine Jahresrückschau und einen Vorblick auf das Jahr 2018 zu unternehmen. Im Normalfall vergleicht man die am Anfang des Jahres gesteckten Ziele mit der Umsetzung. Aus diesem Soll-Ist-Vergleich lassen sich dann Schlüsse ziehen und neue Ziele abstecken.

Ich nenne dieses Verfahren „klassisch“, weil es viele so machen (ich schließe mich da mit ein) – anderseits ich gerade diese Zielsetzungswut für wenig hilfreich halte.

Ziele setzen – eine abendländische Denktradition

Zunächst sollte man sich vor Augen halten, dass das Denken in Zielen eine zutiefst westliche Denktradition ist. Es ist für unser Denken so selbstverständlich, stets ein Ziel vor Augen haben zu müssen, dass es einem glatt entgehen könnte, dass andere Kulturen (z.B. die indische) diese Zielfixiertheit gar nicht kennen.

Diese Denktradition ist im Denken des Abendlands zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Aristoteles ist hier zu nennen, der formuliert, dass den Dingen ein immanenter Zweck innewohnt und das Wesen der Dinge beschreibt. Gegen diese Teleologie haben zwar Philosophen wie Kant und Nietzsche Einwände erhoben: jedoch so einfach bekommt man dieses Denken nicht aus den Köpfen. 2500 Jahre Metaphysik haben Spuren hinterlassen!

Besonders spürbar wird dieses Denken rund um den Jahreswechsel. Solche Wegmarken, die den Jahreslauf unterteilen, führen geradezu zwangsläufig dazu, dass man „sich Ziele setzen“ muss. Wer jedoch Ziele für sich setzt, der impliziert damit, dass er noch nicht ganz bei sich selbst angekommen ist.

Nun könnte man dies als eine rein akademische Diskussion auffassen. Doch reflektieren wir noch einen Augenblick länger darüber, was es heißt, den Menschen als ein noch unfertiges Etwas zu begreifen.

Positiv gesehen folgt daraus, dass sich der Mensch mit dem was er momentan ist nicht abfinden muss, sondern sich auf ein Ziel hin entwickeln kann. Dadurch entsteht eine Spannung auf eine Zukunft hin, die der Mensch durch Betätigung erreichen will.

Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille!

Auf der anderen Seite steht, dass dem Menschen durch das permanente Vorlaufen in eine noch nicht aktualisierte Zukunft Chancen in der Gegenwart entgehen; ja, dass diese Chancen abgewertet und abgelehnt werden. Es ist dann sozusagen ein Leben auf Möglichkeiten hin.

Aufschieben

Wie stark dieses Denken in unsere Alltagserfahrung hineinwirkt, lässt sich am Beispiel des Aufschiebens sehr gut zeigen.

Eigentlich ist es ja paradox: das Entwickeln einer Zielperspektive sollte doch Kräfte mobilisieren. Und wirklich: eine entsprechende Zielvorstellung –  konkret, plastisch. motivierend, attraktiv – erzeugt eine Spannung. Man fühlt in sich ein starkes Bedürfnis, dieses Ziel auch zu erreichen.

Nun könnte es doch eigentlich losgehen. Aber warum klappt es dann häufig nicht so recht[1]Empfehlenswert das Buch von Hans-Werner Rückert, Schluss mit dem ewigen Aufschieben, Campus Verlag, 2014?

Ich führe dazu folgende Gründe an:

  1. Wer sich ein attraktives Ziel ausmalt, der kann diesen hypothetischen Zustand so sehr genießen, dass alle Anstrengung um dorthin zu gelangen, unterbleiben kann. Man fühlt sich schon dort – und für das Empfinden macht es keinen großen Unterschied, ob man träumt oder wacht. Siehe auch meinen Blogbeitrag  „Erfolgsbremse positives Denken“
  2. Ein Ziel kann so ideal imaginiert werden, dass man insgeheim schon weiß, dass die Realität dagegen nur ein schwacher Abglanz sein kann. Um das nicht zu erleben, vermeidet man die Realisierung.
  3. Ein Ziel kann auch eine unerfüllbare Illusion sein. Das Aufschieben ist dann aus der Angst vor dem Misserfolg gespeist. Daher unternimmt man lieber nichts, um einen Misserfolg zu vermeiden.
  4. Man kann auch zu viele Ziele haben (ein häufiges Problem). Diese können in letzter Konsequenz zu einer Umsetzungsblockade führen, weil das für die Handlung notwendige Umsetzungssytem ausgebremst wird. Siehe dazu auch mein Video  „Wer merket der rostet“

Vielleicht leidest du selbst an einer Umsetzungsschwäche deiner Ziele. Dann analysiere einmal, welche der oben genannten Gründe auf dich zutreffen.

Abgesehen davon, dass man seinen eigenen Umgang mit Zielen kritisch hinterfragen kann, möchte ich noch anders ansetzen – nämlich bei der für uns so selbstverständlichen Zielfixierung an sich.

Zielfreie Zustände

Ist es denk-bar die Zielfixierung abzustreifen und wenn ja, was hätten wir gewonnen?

Von dem beständigen „Sich-selbst-vorweg-sein“ loszukommen gelingt nur da, wo wir uns auf unser konkretes Dasein beziehen. Das meint jedoch gerade nicht, sich selbst denkend zu zergliedern oder zu analysieren, sondern auf das zu achten (=Achtsamkeit) , was Heidegger als Befindlichkeit[2]vgl. Martin Heidegger, Sein und Zeit, Niemeyer, 1979, p.134 bezeichnet. Wenn man der Befindlichkeit Raum gibt, so ist sie ein Anzeiger dafür, wie einem ist und wird. Die Befindlichkeit (oder Stimmung) zeigt an, wie es um mich selbst „bestellt“ ist, und was notwendig zu tun ist.

Einfach gesagt: noch so viele Pläne und Ziele helfen mir nicht, wenn ich nicht in der Lage bin, die momentane Situation zu erfassen.

Oder um in einem Bild zu bleiben: wenn man eine Fahrt mit einem Segelboot unternimmt ist es natürlich wichtig, ein Ziel zu haben und den Kurs abzustecken. Aber auf der Fahrt selbst kommt alles darauf an, die Situation in der sich das Schiff befindet, zu erfassen und flexibel zu reagieren.

Ziele mit Kompass bestimmen

Dieses Erfassen ist für den Menschen ein „Erspüren“ von Stimmung und Befindlichkeit. Das gibt den rechten Kompass ab, um entsprechend zu navigieren.

Damit akzeptiert man jedoch, dass das Kommende nur schwer bestimmt werden kann. Natürlich gibt es im Laufe des Jahres Fixgrößen und auch Zielmarkierungen. Aber was ist das im Vergleich zu den täglichen Herausforderungen, in denen Flexibilität notwendig ist. Diese Flexibilität erreicht man jedoch nur durch Achtsamkeit, ein gutes Selbstgespür, eine geschärfte Wahrnehmung für die aktuelle Situation und Handlungsbereitschaft.

Recht betrachtet ist dieses Handeln natürlich nicht ziellos – es orientiert sich nur am je notwendigen. Das ist aber etwas völlig anderes, als mit Gewalt dem eigenen Dasein eine zwanghaft einzuhaltende Richtung vorschreiben zu wollen.

Persönlicher Rückblick auf 2017

Im Jahr 2017 habe ich viele Ziele verworfen und nicht erreicht. In der Rückschau bin ich darüber sehr froh. Wollte ich Anfang des Jahres noch viel im Marketing tun, habe ich für mich gemerkt, dass es mir wesentlicher ist, Gespräche mit Menschen zu führen, mich inspirieren zu lassen und Netzwerke zu knüpfen. Diese Netzwerke haben jedoch keinen besonderen „Zweck“. Denn darin sehe ich auch ein Problem: Menschliche Beziehungen sollten weit weniger als Mittel zum Zweck[3]vgl. auch Kants Formulierung des „kategorischen Imperativs“ „Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, … Continue reading betrachtet werden, sondern als Begegnungen. Möglichkeit für solche Begegnungen gibt es auf vielerlei Arten: Podcast-Interviews, Kundengespräche, Seminare, Coachings, Austausch mit Kollegen.

Diese Begegnungen haben für mich ein wichtiges Thema an die Oberfläche geholt, dem ich mich im Jahr 2018 verstärkt widmen möchte: dem Thema der Selbstführung. Kurz umrissen geht es dabei um folgende Fragen[4]vgl. das Modell „Train the Eight“ von Heinz-Peter Wallner: https://www.youtube.com/watch?v=iu_xDnz-1nA:

  • Was ist mein Standort?
  • Wie lautet mein persönliches Thema, meine Mission? Was möchte ich neu machen?
  • Was ist meine Haltung, die ich entwickeln möchte? Wie steuere ich mich selbst?
  • Wie bringe ich das, was ich will durch Handlungen in die Welt?

Selbstführung ist deshalb wichtig, weil sie gerade in Zeiten des Wandelns und der großes Dynamik eine Kompetenz ist, die rasches Agieren in Übereinstimmung mit sich selbst ermöglicht.

Um Selbstführung zu entwickeln gibt es meine Coachingangebote und Seminare, die durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden Selbstreflexion und Kompetenzentwicklung ermöglichen. Dabei setze ich auch psychologische Testverfahren von Julius Kuhl ein, die Motive und Selbststeuerungskompetenzen erheben. Darauf aufbauend erhalten die Teilnehmenden punktgenaue Entwicklungsimpulse. Wer konkret an seiner Selbstführung mit mir arbeiten möchte, nimmt am besten mit mir Kontakt auf oder schaut auf meine Online-Coachingangebote.

Vieles ist noch in Entwicklung.

Stand heute kann ich gar nicht sagen, wo ich am Ende des Jahres angelangt sein werde.

Und genau das macht das Leben für mich spannend!

Mach doch was Du willst! Mit diesen Tipps Dein Leben erfolgreich gestalten...

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Anmerkungen und Nachweise

Anmerkungen und Nachweise
1Empfehlenswert das Buch von Hans-Werner Rückert, Schluss mit dem ewigen Aufschieben, Campus Verlag, 2014
2vgl. Martin Heidegger, Sein und Zeit, Niemeyer, 1979, p.134
3vgl. auch Kants Formulierung des „kategorischen Imperativs“ „Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.“ Kant, Immanuel, AA IV, 429
4vgl. das Modell „Train the Eight“ von Heinz-Peter Wallner: https://www.youtube.com/watch?v=iu_xDnz-1nA

Bringe Ordnung in dein Leben – werde produktiv!

Bringe Ordnung in dein Leben – werde produktiv!

Warum dir Ordnung hilft, wirklich produktiv zu sein

“Ordnung ist das halbe Leben”

Viele Menschen zucken bei diesem Spruch zusammen. Klingt er doch nach Ödnis und Freudlosigkeit.

Als Kind habe ich diesen Spruch auch oft gehört. Und es hat lange gebraucht, bis ich ihn verstanden habe.

Was ich lange nicht verstand:  mit Ordnung ist weniger ein starres Prinzip gemeint, nach dem Sachen geordnet sind. Viel mehr kommt es darauf an, eine Umgebung zu schaffen, in der sinn-volles Arbeiten möglich ist. Und die Betonung liegt auf dem Wort “Sinn”: wer in einem Chaos lebt, der verliert die Übersicht und verliert nach und nach die Kontrolle. Dabei sollte es so sein, dass das was für einen wesentlich ist, auf einen Blick erkennbar ist und nicht unter einem Berg von Irrelevanz verschwindet!

Das Schlüsselwort heißt: Fokussierung.

Unsere Umwelt bombardiert uns täglich mit so vielen Reizen, dass unser Gehirn eine ganze Menge zu tun hat, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Denn genau das tut das Gehirn: es entscheidet, ob ein Input der hereinkommt, unsere Aufmerksamkeit braucht oder nicht. Du kannst dir leicht vorstellen, dass man dem Gehirn seine Arbeit sehr erschwert, wenn man es zulässt, dass andauernd irrelevante Information hereinkommt.

Mit anderen Worten: geistige Produktivität entsteht da, wo nur wenige Dinge deine Aufmerksamkeit beanspruchen. Reduziere konsequent Ablenkungen.

Steuere deine Aufmerksamkeit!

Ordnung durch Fokussierung

Ordnung hilft dir, den Fokus zu finden!

Ablenkungen entstehen grob gesagt aus zwei Quellen:

  • Aus dir selbst heraus. Du bist innerlich abgelenkt. Es beschäftigen dich Gedanken, Sorgen, wichtige Vorhaben etc.
  • Von außen. Du wirst durch externe Reize (Objekte) abgelenkt. Das sind alle Arten von Störquellen, die dich aus deiner Konzentration herausreißen (Emails, Telefonate, Kollegen, Unordnung etc.).

Innerliche Ablenkungen zu unterbinden ist etwas komplexer. Daher fange einfach einmal damit an, die äußeren Ablenker zu eliminieren und mehr Ordnung in dein Umfeld zu bringen[1]vgl. das interessante Interview mit Tiki Küstenmacher in der Zeit “Wider das Chaos in der Seele“.. In einem späteren Beitrag widme ich mich den inneren Ablenkern – du kannst jedoch hier bereits wertvolle Hinweise zu diesem Thema erhalten.

Ordnung in die Emails bringen

Jetzt ist die beste Gelegenheit, die Handhabung der Emails einer gründlichen Revision zu unterziehen. Das Ziel muss sein, eine leere Inbox zu haben. Wenn du eine Inbox hast, die mit hunderten Emails vollgestopft ist, führt das nur zur Ablenkung bzw. latenter Beunruhigung.

Um deine Inbox zu leeren, musst du dir ein Schema zurechtlegen, mit dem du Informationen beurteilst. Dieses Schema gilt nicht nur für Emails, sondern auch für jede andere Information, die dich erreicht.

Emails können sein:

  1. Unnütz – das sind Informationen, die keine Relevanz besitzen. Diese werden gelöscht
  2. Referenz – das sind Informationen, die du später einmal brauchst. Diese werden abgelegt (z.B. in einem Projekt oder in einen Ordner). Ich empfehle dir, diese Emails nicht in Ordnern anzulegen, sondern zu kategorisieren. Jedes gute Emailprogramm kann das. Überlege dir also sinnvolle Kategorien (z.B. Projekte, Finanzen, Angebote, Kunden etc.)
  3. Aufgaben – die Email erfordert eine Aktion. Wenn du diese Aktion gleich erledigen kannst, dann erledige sie. Ist die Aufgabe umfangreicher, dann erstelle eine Aufgabe (das ist in Outlook ganz einfach mit ziehen bei gedrückter rechter Maustaste möglich).
  4. Aufgabe mit Ressource – die Email kann prinzipiell erledigt werden; allerdings ist eine Ressource notwendig (z.B. brauchst du die Auskunft eines Kollegen, der aber im Moment nicht anwesend ist).

Gehe nun mit deinen Emails wie folgt vor:

  1. Lege dir einen Ordner “Erledigt” an. In diesen Ordner kommen alle Emails (außer den gelöschten), mit denen du etwas getan hast.
  2. Gehe nun die Emails durch und entscheide sofort: löschen – referenzieren – Aufgabe erledigen – Aufgabe erstellen.
  3. Nachdem du die Email entsprechend bearbeitet hast, verschiebst du sie in den Ordner “Erledigt”.

Wenn du diese Prozedur durchgeführt hast, sind nur die Emails in der Inbox, für deren Erledigung du eine zusätzliche Ressource benötigst.

Ordnung durch sinnvollen Email-Workflow

So organisierst du dir deine Emails…

Am Ende das Arbeitstages ist deine Inbox leer. Sollten sich noch Emails darin befinden, dann mache daraus eine Aufgabe.

Hast du es bis hierher geschafft?

Großartig!

Ordnung in dein Umfeld bringen

Mache dir klar, dass dein Arbeitsumfeld einen erheblichen Einfluss auf deine Produktivität hat. Wenn du einen Schreibtisch hast, der übersät ist mit Papieren, Ordnern, Büchern, Artikeln usw. dann sieht das zwar nach viel Arbeit aus – lenkt dich jedoch im Grunde ab!

Du brauchst ein aufgeräumtes Umfeld um konzentriert tätig zu sein!

Unterstütze also dein Gehirn dabei, sich auf eine Sache zu fokussieren, indem du Ablenkungen unterbindest.

Wie gehst du nun dabei vor?

Aufräumen

Ich weiß – aufräumen ist nicht besonders verlockend. Bereits in Kindertagen war es eine Tätigkeit, deren Sinn man selten eingesehen hat und das mit viel Abwehr verbunden war. Klar, aus der Perspektive eines Kindes macht aufräumen überhaupt keinen Sinn, Das Lego im Zimmer, die Autos und die Puppen liegen nicht “zufällig” herum, sondern sind Bestandteil einer Spielwelt.

Nun ist das Büro allerdings kein Kinderzimmer, sondern ein Ort der Produktivität. Und die stellt sich nun mal nicht gut ein, wenn das Gehirn keine Struktur erkennen kann, sondern sich in einem Chaos stets neu zurechtfinden muss,

Chaos statt Ordnung - Image by © David Pollack/CORBIS

Wer soll sich in diesem Chaos zurechtfinden?

Ich höre allerdings schon das Argument. “Aber ich finde mich in meinen Bergen von Papieren immer gut zurecht. Ich finde auf Anhieb, was ich suche!” Diesen Satz bezweifle ich vehement. In meinen Seminaren und Coachings gestehen mir diese “Bürokünstler” immer wieder, dass das nur ein Teil der Wahrheit ist. Denn wenn diese Künstler dann einmal ein Papier nicht “auf Anhieb” finden, dann geht die Sucherei erst recht wieder los….

Also: mach Ordnung!

Im Grunde sind die Prinzipien wieder gleich wie oben bei den Emails beschrieben. Auch die Papiere, Dokumente, Bücher etc. sind Informationen. Diese kannst du wieder bewerten nach:

  1. Unnütz – Wegschmeißen oder verschenken.
  2. Ablage Referenz – diese Informationen werden irgendwann benötigt und finden Platz in einer besonderen Ablage.
  3. Ablage Projekte – diese Informationen werden Projekten zugeordnet.
  4. Delegieren – diese Informationen werden anderen zugeleitet.
  5. Aufgaben dringend – eine Ablage, für Aufgaben, die innerhalb von 1-2 Tagen zu erledigen sind.
  6. Aufgaben allgemein – lege diese Schriftstücke in eine andere Ablage. Ideal sind Wiedervorlagemappen. Dadurch kannst du gleich eine Vorsortierung nach Datum bewerkstelligen.
  7. Lektüre – alles, was du lesen möchtest.
  8. Technik/IT – Betriebsanleitungen, Handbücher, Workarounds etc.

Und nun lege los!

Räume ALLE Papiere, Dokumente, Gegenstände von deinen Tischen ab. Du hast richtig gehört! Alles kommt auf den Boden. Und nun beseitige dieses Chaos, indem du alles in die oben genannten 8 Kategorien vorsortierst. Dann gehst du an die Feinarbeit, indem du alle Informationen entsprechend sortierst.

Ablageplan

Natürlich kann ich dir keinen Ablageplan erstellen. Dazu müsste ich dein Arbeitsumfeld kennen. Mache dir aber bewusst: Ablage ist kein Selbstzweck, sondern eine Hilfe, um etwas finden!

Um etwas finden zu können, brauchst du eine Struktur.

So eine Struktur könnte wie folgt aussehen:

  1. Laufende Projekte
  2. Abgeschlossene Projekte (Archiv)
  3. Mitarbeiter (delegieren)
  4. Kunden
  5. Verwaltung
  6. Finanzen
  7. Besprechungen
  8. Reiseunterlagen

Nimm einmal diese Struktur als Ausgangspunkt und passe dann an. Du kannst diese Begriffe noch durch Unterbegriffe weiter aufgliedern. So könnte man die Finanzen in: Rechnungen – Bank -Steuer unterteilen. Aber: mache es dir nicht zu kompliziert!

Nur wenige Ordner – besser: Mappensysteme

Viele machen den Fehler, dass sie versuchen, ihre Ablage mit Ordnern zu organisieren. Solche Ordner solltest du nur für Informationen einsetzen, die du nicht oft benötigst. Ein gutes Beispiel ist sind Steuerunterlagen. Diese werden in einem Ordner gesammelt – verbunden mit der Hoffnung, dass man den Ordner nicht mehr braucht (sonst hat man eine Steuerprüfung ;-)).

Ich empfehle dir. mit Mappensystemen zu arbeiten. Die Firma Classei zum Beispiel bietet ganz einfach zu handhabende Systeme an. Das Prinzip ist einfach: jede Information kommt in eine Mappe. Diese Mappe wird mit einem Reiter beschriftet und in eine Plastikbox eingestellt. So hast du jede Information bereits kategorisiert und im Zugriff und es herrscht Ordnung!

Ordnung mit Orgamappen

Systeme mit Orgamappen sind die beste Art, Ordnung zu schaffen

Ordnung in die PC-Ablage bringen

Die PC-Ablage sollte prinzipiell wie die Papierablage organisiert sein. Allerdings rate ich dir, dass du dich von dem Denken befreist, Informationen am PC dadurch zu finden, indem du in Ordner hineinschaust. Jedes Betriebssystem ist in der Lage, nach Informationen zu suchen. Also: lass den Computer die Arbeit tun! Dazu musst du dich vielleicht mit den Suchmöglichkeiten vertraut machen. Eine wertvolle Zeitinvestition!

Du kannst dir das Leben noch leichter machen, indem du dir angewöhnst, Dateien mit einer Kategorie zu versehen. Das Programm “Tabbles” beispielsweise gestattet es dir, virtuelle Ordner zu erstellen und Dateien dort abzulegen. Das ist besonders praktisch, wenn man dieselbe Information mehrmals benötigt. So stelle ich mir zum Beispiel meine Dateien für meine Seminare aus einem Dokumentenpool zusammen. Bequem mit “Drag and Drop”, Einfacher geht es nicht! Die Mehrfachablage von Dateien gehört der Vergangenheit an.

Auch Emails lassen sich in Outlook kategorisieren und dann mittels Suchfunktion bequem wieder auffinden. Also brauchst du in Outlook eigentlich gar nicht mehr so viele Ordner.

Ordnung im weiteren Umfeld

Wenn du bis hierher Ordnung gemacht hast, dann hast du einen gewaltigen Schritt getan. Nun kannst du noch daran gehen, auch die anderen Orte zu ordnen, wo sich Dinge und Informationen ansammeln. Beispiele: Bücher, Zeitschriften, CD’s, Notizbücher usw. Alles das kannst du kritisch durchgehen und dich fragen: ist das noch notwendig? Ist es für etwas nützlich? Wenn nicht: dann trenne dich davon! Das schafft Platz für Neues! Wer sich mit dem wegwerfen (oder weggeben) schwer tut, der kann die Methode der 3 Kisten anwenden:

  • Kiste 1 für alle Sachen, die du  wegwerfen willst
  • Kiste 2 für alle Sachen, die du behalten willst
  • Kiste 3 für alle Sachen, die weder in Kiste 1 noch in Kiste 2 passen – vielleicht brauchbar.
    Verschließe nach der Ordnungsaktion diese Kiste, schreibe das heutige Datum darauf und deponiere sie an einem anderen Ort. Lege eine Zeit fest, in der du für diese Kiste noch  Zugriff haben möchtest (zum Beispiel ein halbes Jahr). Wenn du in diesem Zeitraum die Kiste nicht geöffnet hast, dann wirf sie am festgesetzten Datum weg.

Zur Ordnung im weiteren Umfeld gehören auch Social Media, Newsletter, Abos, Mitgliedschaften, Onlinespiele usw. Was davon benötigst du wirklich? Wie viel Zeit und Aufmerksamkeit willst du diesen Aktivitäten wirklich schenken? Was ist dein Gewinn? Bringt es dich wirklich weiter oder sind es nur schlechte Gewohnheiten, Zerstreuungen und Ablenker?

Letzten Endes kommt es darauf an, dass du in Kontakt mit dir selbst bist und bleibst.

Dazu verhelfen dir: Fokussierung, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

Welche Erfahrungen hast du mit dem Thema Ordnung? Schreibe das doch gleich in die Kommentare – so können alle profitieren!

Mach doch was Du willst! Mit diesen Tipps Dein Leben erfolgreich gestalten...

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Anmerkungen und Nachweise

Anmerkungen und Nachweise
1vgl. das interessante Interview mit Tiki Küstenmacher in der Zeit “Wider das Chaos in der Seele“.

Reif für die Insel? Entspannung tut not! So gelingt es…

Reif für die Insel? Entspannung tut not! So gelingt es…

Wer Höchstleistung bringen will, braucht Entspannung.

Endlich Zeit für Entspannung!

Endlich eine Auszeit!

Endlich frei sein!

So oder so ähnlich wirst du bestimmt schon gedacht haben, wenn der lang ersehnte Urlaub vor der Tür steht. Und in der Tat ist es für dich als Führungskraft oder UnternehmerIn entscheidend, längere Ruhephasen zu haben und für sich zu nutzen.

Doch gerade das Wort „Ruhephase“ löst bei dem einen oder anderen etwas aus: Unruhe!
Wer das ganze Jahr über gefordert ist, wer es gewohnt ist, sein Leben auf „Highspeed“ zu führen, dem kann ein zweiwöchiger Urlaub ganz schön Kopfzerbrechen bereiten. Tatsächlich: wenn du einmal die diversen Urlaubsaktivitäten kritisch betrachtest, wirst du feststellen, dass der “Highspeed-Modus” fortgesetzt wird. Nur mit anderen Mitteln sozusagen. So kann es dann kommen, dass man am Ende des Urlaubs irgendwie noch weniger erholt ist als vorher…

Falsches Entspannungskonzept

Dahinter steckt meines Erachtens zu einem guten Teil ein falsch verstandener Begriff von Entspannung. Oder um es genauer zu sagen: es geht vielen gar nicht um Entspannung, sondern um Ablenkung.

Das ist auch nur zu verständlich. Wenn man das ganze Jahr über mit allen möglichen Dingen beschäftigt ist, der möchte gerne in seinem Urlaub eine möglichst großen Abstand davon haben. Und: wer aus dem beruflichen Alltag größere und kleinere Sorgen in den Urlaub mitnimmt, der möchte eben vermeiden, dauernd daran erinnert zu werden. Ablenkungen werden an diversen Urlaubsdestinationen sonder Zahl geboten – also greift man zu.

Aber: was bewirken diese Ablenkungen? Wirst du dadurch wirklich entspannt?

In vielen Fällen bewirken die vielen Ablenkungen genau das Gegenteil. Man ist zwar den ganzen Tag über beschäftigt, aber trotzdem will sich oftmals die erhoffte Entspannung nicht einstellen.

Ablenkung bewirkt keine Entspannung sondern oftmals das Gegenteil…

Woran liegt das?

Was ist überhaupt Stress?

Stress ist ein beinahe naturgegebenes Phänomen, wenn man in einem Unternehmen Verantwortung trägt. Stress ist zunächst einmal eine komplexe Reaktion unseres Organismus auf Anforderungen von außen. Stresshormone werden ausgeschüttet und der Organismus schaltet einen Gang höher, um mit den Anforderungen zurecht zu kommen. So wird die Wahrnehmung geschärft, die Wachheit steigt, die Reaktionsgeschwindigkeit nimmt zu etc. Stress ist also genau das Gegenteil von Entspannung.

Bei mäßigem Stress ist es sogar so, dass man sich selbst besser spürt und das Gefühl hat, mehr bei sich zu sein. Auch das Flow-Gefühl setzt eine gewisse Portion Stress voraus. Mit diesem Eustress kommt der Körper gut zurecht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Stresshormone auch gut abgeführt werden können. Dies gelingt durch ausreichend Bewegung, gute Ernährung und ausreichende Ruhephasen (Schlaf!) und bewusste Phasen von Entspannung.

Eine mäßige Form der Anspannung – gefolgt von Phasen der Entspannung – wirkt leistungsfördernd.

Allerdings: wer zu vielen Reizen ausgesetzt wird, erreicht rasch eine Situation, in der der Organismus mit dem Stress nicht mehr zurecht kommt. Das nennt man Distress.

Um Distress zu vermeiden, gilt es zuallererst, die Menge an Umweltreizen auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Daraus folgt, dass das Konzept Entspannung durch “Ablenkung” nicht so gut funktioniert. Wer im Urlaub alles daran setzt, möglichst viel zu erleben riskiert, aus dem Stressmodus gar nicht mehr herauszukommen und die Entspannung gar nicht mehr zu finden. Genauere Infos zum Thema Stress findest du auch im Artikel “Nutze deine Selbstführungskompetenzen gegen Stress

Der Hippocampus – die Stressregulationszentrale

Eine besondere Rolle bei der Stressbewätigung spielt eine Struktur im Gehirn: der Hippocampus. Diese Formation sieht einem Seepferdchen ähnlich (daher auch der Name). Der Hippocampus spielt eine besondere Rolle dabei, die Erlebnisse des Tages in unser Langzeitgedächtnis überzuführen und mit früheren Erfahrungen zu verbinden. Man nennt dieses Gedächtnis auch “episodisches Gedächtnis” und will damit aussagen, dass in diesem Gedächtnis deine Lebenserfahrungen, Gefühle, Werte, Einstellungen etc. in einem riesigen Netzwerk verbunden sind. Dieses Gedächtnis beinhaltet auch den Kern deiner Persönlichkeit – dein Selbst.

Der Hippocampus organisiert jedoch nicht nur unsere Erfahrungen, sondern er hilft dabei, deine Erfahrungen in bestimmten Situationen abzurufen. Das ist besonders wichtig, wenn du in eine Situation kommst, die dich beunruhigt (z.B. vor einem Vortrag). Der Hippocampus kann nun in dieser Situation Erfahrungen in dein Bewusstsein bringen, die dir helfen, dich zu beruhigen (z.B. wenn du dich an eine Episode erinnerst, in der du einen blendenden Vortrag gehalten hast, obwohl du aufgeregt warst).

Der Hippocampus funktioniert also in zwei Richtungen:

  • neue Erfahrungen aufzunehmen, zu organisieren und mit der eigenen Persönlichkeit zu verbinden und
  • das Selbst zu aktivieren, damit es die Ressourcen bereitstellt, die in der aktuellen Situation gebraucht werden

Stress reduziert die Hippocampus-Aktivität

Eine gewisse Portion an Stress ist also förderlich, um gute Leistung zu erbringen. Der sogenannte “Flow-Zustand” ist gerade dadurch gekennzeichnet, dass eine leichter Stress besteht, der die Aktivität des Hippocampus anregt. Beim Stress werden Stresshormone (Cortisol) gebildet. Der Hippocampus besitzt nun Stressmelder, die vereinfacht gesagt, dafür zuständig sind, dass die Stresshormone aus dem Körper entfernt werden.

Wenn allerdings der Stress länger andauert leidet darunter die Hippocampusaktivität. Dadurch können nun die höheren Hirnprozesse nicht mehr so gut wirksam sein. Die herausfordernden Stresssituationen können dann nicht mehr so gut bewältigt werden. Das Verhalten wird dann weniger differenziert – Emotionen können weniger gut gemanagt werden.

Das System läuft heiß!

Zu allem Übel kommt noch: häufige Stresssituationen, die den Hippocampus übermäßig belasten, führen auch dazu, dass der Hippocampus geschädigt wird. Es genügt dann schon eine kleine Dosis und das System läuft heiß.

Kennzeichen guter Leistung

Es ist, so denke ich, ziemlich klar, dass Stressreduktion notwendig ist, um wirklich gute Leistung erbringen zu können. Was sind nun die Kennzeichen guter Leistung?

  • Selbstbestimmung – etwas aus sich selbst heraus zu tun
  • Selbstmotivation – die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen auf die positiven Dinge zu schauen
  • Frustrationstoleranz – auch bei Schwierigkeiten am Ball bleiben und nicht aufzugeben
  • Konzentrationsfähigkeit – sich mit einer Sache zu beschäftigen und Störungen von innen und außen zu unterbinden
  • Initiativkraft – die Aufgaben (auch wenn sie vielleicht mühsam sind) rasch anzupacken statt vor sich herzuschieben
  • Selbstberuhigung – die Fähigkeit, in einer akuten Stresssituation negative Gefühle wieder zu beseitigen
  • Misserfolgsbewältigung – nach einem Misserfolg nicht lange zu grübeln, sondern die Lehren daraus zu ziehen und zu neuen Taten aufzubrechen

Diese Kompetenzen sind Aspekte der Selbststeuerung (lies auch hier nach). Die Selbststeuerung ist notwendig, damit du in der Lage bist, dein Denken und Handeln auf ein bestimmtes Ziel zu fokussieren. Die Selbststeuerung ist vergleichbar mit einem Dirigenten, der das Orchester koordiniert. So ähnlich verhält es sich auch bei der menschlichen Persönlichkeit: alle Prozesse müssen ja koordiniert und gesteuert werden. Diese Fähigkeiten sind individuell verschieden. Heute sind wir in der Lage, diese Fähigkeiten zu messen und gezielte Programme zur Verbesserung anzubieten. Dazu biete ich spezielle Programme an.

Wer leisten will braucht sein Selbst

Wenn du einmal nachdenkst, wie du dich in einer Stresssituation verhältst, dann wird dir auffallen, dass du in vielen Stresssituationen das Gefühl hast, nicht ganz bei dir selbst zu sein. Vielleicht fühlst du dich:

  • fremdgesteuert
  • nicht bei dir
  • kopflos
  • wie ein Automat, der funktioniert
  • erschöpft
  • ….

All das sind Anzeichen dafür, dass dir der Selbstzugang abhanden gekommen ist. Wer aber sein Selbst los ist, der agiert nicht mehr aus dem ganzheitlichen Überblick, sondern versucht, irgendwie durchzukommen, indem das Nächstbeste in Angriff genommen wird.

Die beste Stressprophylaxe und die beste Erholung ist es, wieder mit dem Selbst in Kontakt zu kommen.

Was macht das Selbst aus?

Mit dem Selbst ist das so eine Sache: das, was du selbst bist, was deine Persönlichkeit ausmacht ist dir selbst ja nur in Teilen bewusst. Diese Erfahrung ist dir sicher sehr geläufig. Andere Menschen nehmen z.B. Eigenschaften an dir wahr, die du so noch nicht gekannt hast. Oder du machst eine wichtige Lebenserfahrung und schlagartig werden dir Aspekte von deiner Persönlichkeit bewusst, die du vorher noch nicht gekannt hast.

Um an sich selbst heranzukommen nützt es häufig wenig, sich zu analysieren. Viel besser ist es, zu fühlen und zu spüren, was man will und was einen als Person ausmacht. In der Psychologie sagt man auch, dass das Selbst in einem “impliziten Format” vorliegt. Das Selbst ist also irgendwie da und wirksam – aber in allen Facetten lässt es sich nicht beschreiben. Die Wirksamkeit des Selbst lässt sich daran zeigen, dass das Selbst eine Hintergrundaufmerksamkeit hat und prüft, inwieweit das, was du tust, mit dir übereinstimmt. Wenn der Selbstbezug durch Stress gelitten hat, dann kann es dieser Aufgabe nicht gut nachkommen und Entfremdungserlebnisse können die Folge sein.

Wie kannst du dein Selbst stärken?

Im Prinzip durch alles, was dich dir selbst näher bringt. Hier ein paar Anregungen (nicht nur für den Urlaub, sondern auch im Beruf)

  1. Durchforste deine To-Do-Liste und deine Projekte. Welches sind deine Herzensanliegen? Versuche diesen bewusst mehr Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken
  2. Suche dir einen Gesprächspartner, der dir nur zuhört – ohne dir Tipps zu geben. Jemanden, der für dich da ist (ein guter Freund, Bekannter, Coach).
  3. Achte auf Phasen der Ruhe und Besinnung, in der “nichts” geschieht. Keine störenden Ablenkungen, keine Beschäftigungen. Versuche dich selbst zu spüren. Schließe die Augen und schalte einmal bewusst einen Sinneskanal aus.
  4. Reflektiere deine Werthaltungen. Was ist dir wichtig? Wofür setzt du dich ein? Bewusste und Unbewusst wirksame Motivatoren und Werte lassen sich heute messen und analysieren!
  5. Lass deiner Kreativität freien Lauf! Nicht um “etwas” zu leisten, sondern sei neugierig, wie sich dein Selbst ausdrückt (Musik, Tanz, Malerei, Singen…)
  6. Beschäftige dich mit Kunst. Du kannst ein Museum besuchen und schauen, welches Kunstwerk dich anspricht. Was sagt das über dich aus?
  7. Erzähle anderen von früher. Solche “Dialogkreise” kannst du selbst anregen. Hier kommt es nur darauf an, dass jeder sich aussprechen kann – ohne Diskussion.
  8. Mache bewusst einen Blick in die Vergangenheit. Schaue dir Fotoalben, Bücher, Orte deiner Kindheit an. Das bringt dich zu dir selbst!
  9. Führe ein Tagebuch.
  10. Stelle dir vor, dein Leben ist zu Ende. Was würdest du über dich schreiben? Wie ist das Leben verlaufen? Was waren die Erfolge? Was ist offen geblieben?
  11. Entwirf eine Vision deines Lebens. Wo könnte es hingehen?

Es gibt noch viele weitere Fragestellungen, die dein Selbst stärken. Du merkst aber auch, dass ein bisschen “Selbstkonfrontation” auch dazugehört. Ohne den Blick auf den einen oder anderen “Stolperstein” ist kein Selbstwachstum möglich. Wenn du dein Selbst jedoch stärkst, hast du langfristig viel mehr davon, als wenn du dich bloß ablenkst und den nächsten Kick suchst um vorhandenen Stress zu reduzieren.

Wenn dich diese Fragen angesprochen haben, dann leg einfach los. Wenn du meine Unterstützung bei diesem Prozess brauchst – ich bin gerne für dich da. Mit einer wissenschaftlich fundierten Methode kannst du bei mir deine Persönlichkeit analysieren lassen. Gemeinsam entwickeln wir dann einen Plan, wie du mit gestärktem Selbst deine täglichen Herausforderungen bestmöglich meistern kannst.

In diesem Sinnen schönen (Rest-)Urlaub und frohes Schaffen!

Du kannst einen wissenschaftlich validen Online-Test machen, der dir zeigt, wie gut dein Selbstzugang schon entwickelt ist. Dazu erhältst du ein Stressprofil, das es dir ermöglicht zu entscheiden, welche Kompetenzen du noch entwickeln solltest.

Du erhältst von mir ein 45-minütiges Coaching. Ich zeige dir, wo du ansetzen kannst und entwickle mit dir einen Umsetzungsplan. So kannst du Schritt für Schritt deine Kompetenzen ausbauen.

Klicke den Link, teste und entwickle deine Stressbewältigungskompetenzen. Ein wertvolles Investment in ein erfülltes Leben.

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Ohne Entspannung keine Höchstleistung

von Gregor Heise | Durchstarten mit Führung

Täglich 1 Stunde mehr Freizeit!

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So organisierst du deinen Erfolg

So organisierst du deinen Erfolg

Selbstführung durch Selbstorganisation

Tagtäglich wirst du mit Informationen versorgt, die über unterschiedliche Kanäle hereinkommen: Emails, Briefe, mündliche Mitteilungen, Berichte, social media Nachrichten etc. Notwendig ist ein praktikables Informationsmanagement und eine sinnvolle Office-Organisation. Ohne durchdachte Organisation wird es dir kaum gelingen, die vielfältigen Anforderungen eines Arbeitstages zu bewältigen. Die Notwendigkeit einer sinnvollen Organisation wird sofort einsichtig, wenn wir uns einen gewöhnlichen Arbeitstag vor Augen führen:

Herr Müller betritt um 9 Uhr morgens mit den besten Vorsätzen und in leicht nervöser Stimmung das Büro. Auf der Hinfahrt gab es Stau – und trotz bester Vorsätze hatte er sich wieder geärgert, nicht rechtzeitig von zu Hause losgekommen zu sein. Wenigstens konnte er die Zeit nutzen, um zu überlegen, welche Aufgaben heute anstehen. Er hat vor, heute sein Verkaufskonzept zu erarbeiten, das übermorgen dem Vorstand präsentiert werden soll. Zwar ist die Zeit schon ein bisschen knapp – aber mit gutem Zeitmanagement sollte sich alles bewältigen lassen. Heute stehen noch ein paar Meetings und ein Gespräch mit einer neuen Mitarbeiterin auf der Tagesordnung. Herr Müller nimmt sich ebenso vor, endlich seine Ablage zu machen.
Auf dem Weg zum Schreibtisch stürzt eine Kollegin auf Herrn Müller zu und bittet, ihr bei einem Bericht zu helfen. Müller verspricht, sie in der nächsten halben Stunde aufzusuchen. Am Schreibtisch angekommen fährt Herr Müller den Computer hoch und gönnt sich eine Tasse Kaffee. Nachdem er sich im System angemeldet hat, bemerkt Herr Müller, dass bereits 10 Emails eingelangt sind. Auf dem Schreibtisch findet er neben dem Berg von Unterlagen für laufende Projekte (hier fällt Müller ein, dass Freitag ein wichtiges Meeting ist, und in diesem Stapel ein Bericht liegt, der noch bearbeitet werden muss) eine Liste seiner Sekretärin, welche Personen bis 10.30 Uhr angerufen werden sollen. Müller beschließt, das Verkaufskonzept erst einmal ruhen zu lassen, und die Telefonate zu tätigen. Vorher wirft er jedoch einen Blick in die Emails und entdeckt ein paar wichtige Nachfragen von Kollegen, die ohne seine Auskunft nicht weiterarbeiten können. Also wendet Müller sich den Emails zu, denn diese haben Priorität. Während er die Emails bearbeitet, kommt die Kollegin herein und bittet nachdrücklich um Hilfe. Nun ist Herr Müller schon ein bisschen genervt, denn der Tag verläuft ganz anders als geplant. Er fährt die Kollegin ziemlich gereizt an, ihn nicht dauernd zu stören. Sie verlässt irritiert das Büro (»Hatte der Kollege nicht versprochen, zu kommen?«). Herr Müller denkt: »Prima! Heute läuft schon wieder alles schief!«

Dieses Beispiel zeigt einen Menschen, der zwar gute Vorsätze und auch den Willen hat, diese umzusetzen, der jedoch von den Anforderungen der Umwelt so in Anspruch genommen wird, dass er gar nicht zur Umsetzung seiner Vorhaben kommt. Im Laufe des Vormittags treten die negativen Affekte in den Vordergrund, da das Hirnsystem, das für die Registrierung von Gefahren (Objekterkennungssystem = OES) aktiv wird. Herr Müller sieht die Wirklichkeit nur mehr ausschnitthaft, denn der »Tunnelblick« des OES gestattet gar keine andere Sichtweise. Dazu müsste Herr Müller sein Extensionsgedächtnis, das für den ganzheitlichen Überblick zuständig ist, aktivieren können. Das funktioniert jedoch nur im entspannten und gelassenen Zustand. Und in diesem emotionalen Zustand befindet sich Herr Müller definitiv nicht! Um das zu vermeiden, gibt es mehrere Ansatzpunkte. Der erste Ansatzpunkt ist eine Neustrukturierung der Arbeitsabläufe. (mehr …)

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Ohne Planung geht es nicht – [Blogparade Eva Laspas]

Ohne Planung geht es nicht – [Blogparade Eva Laspas]

Wie ich meinen Arbeitstag geregelt bekomme

Eva Laspas lädt in Blogparade „Zu Tode geplant?“ dazu ein, zu beleuchten, inwieweit Planung die eigene Effizienz verbessern hilft. Die Frage: “Planung – Ja oder Nein?” ist eigentlich keine Alternativfrage, denn: ohne Planung geht es nicht. Wenn ich mir vorstelle, ich würde einfach so in den Arbeitstag starten – frei nach dem Motto: “Schau’ mer mal, was kommt…” – da bin ich mir ziemlich sicher, dass ich am Ende des Tages mit meinen Ergebnissen sehr unzufrieden wäre.

Als Trainer und Coach beschäftige ich mich seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema “Selbst- und Zeitmanagement”. Es haben sich die Rahmenbedingungen des Zeitmanagements doch sehr geändert. Um in unserer beschleunigten Welt halbwegs gut über die Runden zu kommen ist es erforderlich, ein gutes System zu haben und auch umzusetzen. Ich verwende dabei ein System, das folgende Schritte umfasst:

  • Ziele setzen
  • Aufgaben sammeln
  • Prioritäten setzen (Entscheiden)
  • Planen (Strukturieren)
  • Kontrollieren (Auswerten)
ZMM Planung

Schritte des ZMM – der Prozess

Diese Schrittfolge hat sich in der Praxis bewährt. Jeden dieser Punkte möchte ich kurz beleuchten. (mehr …)

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Multitasking ist Unsinn – Nutze die Kraft der Konzentration

Multitasking ist Unsinn – Nutze die Kraft der Konzentration

Multitasking – Leistungsbremse Nummer 1

Noch immer geistert die Mär vom Multitasking durch die Lande. Ohnedies schon überlastete Führungskräfte sollen sich im Multitasking üben und so leistungsfähiger werden…

Eine unsinnige Empfehlung!

Wer Multitasking betreibt riskiert, dass er bald nichts mehr richtig macht. Die Fehlerhäufigkeit steigt signifikant an, das Absichtsgedächtnis wird überladen und Handlungslähmung ist bald die Folge.

Konsequenz?

Konzentration!

Wie erreicht man Konzentration?

  • Aufräumen – minimiert Ablenkungen
  • Zielorientiert vorgehen – ein Bild haben, wohin die Reise geht
  • Eins nach dem anderen – sich nicht selbst ablenken durch Fokusverlagerung
  • Auszeit nehmen – “Bitte nicht stören!”
  • Störquellen wie: Smartphone, Emailreminder, Terminerinnerungen etc. abstellen
  • Konzentrationsübungen durchführen – z.B. einen Gegenstand betrachten wie im Video gezeigt
  • Störende Gedanken notieren
  • Bei Konzentrationsmangel die Tätigkeit kurz unterbrechen, den Blick auf etwas anderes richten (z.B. schöne innere Vorstellung, aus dem Fenster schauen) und dann wieder zurückkehren

 

 

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