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Mit Achtsamkeit hast Du mehr von Dir…

Mit Achtsamkeit hast Du mehr von Dir…

Achtsamkeit bringt Dich wieder auf Kurs

Keine Frage: Dein Alltag ist manchmal richtig hart.

Die Herausforderungen unserer VUCA-Welt bringen Dich oft an die Grenze der Leistungs- und Leidensfähigkeit.

Und mehr ehrlich: oft macht das alles nicht so wirklich viel Spaß; Mitarbeitergespräche, Budgetsitzungen, langatmige Meetings, Flugreisen, Zielvereinbarungsgespräche, Planungssitzungen, Emails bearbeiten, Team motivieren….

Vielleicht hast Du dann zu allem Überfluss auch öfter das Gefühl, hart zu arbeiten, aber wenig wirklich Wichtiges zu erreichen.

Das kann ganz schön deprimierend sein.

Vielleicht hast Du auch das Gefühl, dass Du die Dinge immer weniger im Griff hast. Die VUCA-Welt rollt gleichsam über Dich hinweg. So geht es Dir vielleicht wie Archimedes, der zur Erläuterung des Hebelgesetzes einmal ausrief: “Gebe mir einen festen Punkt im Universum und ich hebe die Welt aus den Angeln! Das wäre ja schön denkst Du vielleicht. Einen Fixpunkt zu haben von dem aus die Dinge nachhaltig und wirksam beeinflusst werden können[1]VUCA ist eine Abkürzung und steht für: Volatil-Unsicherheit-Complexität-Ambiguität. Lies dazu auch meinen Beitrag “Entscheidungen treffen in der VUCA-Welt.

Doch wo ist dieser Fixpunkt?

Dein Selbst ist Dein Fixpunkt

Auf den ersten Blick ist es klar, dass der Fixpunkt nicht irgendwo im Universum liegt.

Aber wo ist er dann?

Bestimmt nicht irgendwo auf einer fernen Insel. Der Fixpunkt liegt in Dir selbst – in Deiner Persönlichkeit. Diesen Fixpunkt kennst Du bestimmt, denn Du hast sicher schon das Gefühl gehabt, in Dir selbst zu ruhen. Das Gefühl ist nicht einfach zu beschreiben. Am ehesten ist es vergleichbar mit einer auf sich selbst gerichteten Aufmerksamkeit. Man kann auch sagen: einer gesammelten Ausrichtung auf sich selbst.

Wenn Du Dir dieses Gefühl einmal herholst (das kannst du gleich probieren indem Du einfach einmal innehältst und den Fokus auf Dich selbst richtest) wirst Du bemerken, dass die ganze Hektik langsam abfällt… Du beginnst Dich zu zentrieren und in Deine Mitte zu kommen. Dazu stellt sich ein Gefühl von Gelassenheit ein.

Erst dieses Gefühl erlaubt es Deinem Selbst, sich zu melden.

Gefühle von Gelassenheit und Ruhe sind die Grundlage, dass Dein Selbst wirksam werden kann.

Was hast Du nun davon, wenn das Selbst stärker wirksam werden kann?

Was Dein Selbst für Dich tut

Das Selbst ist beileibe kein mystischer Ort oder eine bloße Metapher. Das Selbst ist ein hochkomplexes psychisches System. Die wichtigste Aufgabe ist die Integration von:

  • Erfahrungen
  • Episoden
  • Gefühlen und Emotionen
  • Motiven
  • Werten
  • Einstellungen
  • ….

Dieses ausgedehnte Netzwerk nennt man auch Extensionsgedächtnis. Dieses Selbst hat ein paar ganz erstaunliche Eigenschaften. Eine Besonderheit ist die Hintergrundaufmerksamkeit. Während Du im Vordergrund mit etwas beschäftigt bist, wertet das Selbst alle hereinkommenden Informationen aus. Wenn Dein Selbstzugang gut ist, dann steuert Dir das Selbst ganz von selbst das bei, was gerade in der Situation sinnvoll ist.

Das Selbst hilft Dir aber auch dabei, das zu tun, was Dir guttut. Kommst Du “vom rechten Weg” ab, dann meldet sich das Selbst. Dann kannst Du Dich neu orientieren. Vergleichbar mit einem Kompass sorgt es für Orientierung. Dabei orientiert sich das Selbst an Deinen Motiven, Werten und allgemeinen Zielen.

Das Selbst leistet auch einen großen Beitrag dazu, mit Stress gut umzugehen. Das Selbst kann Dir Selbstberuhigung geben, indem es auf frühere Erfahrungen zurückgreift.

Auch bei der Misserfolgsbewältigung spielt das Selbst eine große Rolle. Eine negative Erfahrung kann durch das Selbst eingeordnet und als Lebenserfahrung abgespeichert werden.

Schließlich ist der Selbstzugang eine wichtige Voraussetzung, in Selbstbestimmung zu handeln. Wenn man im Stress den Selbstzugang verliert (was ab einer gewissen Dauer von Stress die Regel ist), wird man anfällig für Fremdsteuerung. Man fühlt sich getrieben und nicht mehr Herr im Haus.

Der Zugang zum Selbst ist noch aus einem anderen Grund wichtig. Er ermöglicht es Dir die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Wonach strebe ich? Was sind meine Ziele? Was ist meine Mission?
  • Was braucht meine Umgebung? Was brauchen andere von mir?
  • Was brauche ich?
  • Welche Handlungen sind im Hier-und-Jetzt wichtig und angemessen?

Wenn Du Dich auf diese Fragen besinnst, dann hast Du tatsächlich den Fixpunkt erreicht, der Dir hilft nicht nur gut durch den Tag zu kommen, sondern Dein Leben umfassend zu gestalten! Und zwar so, wie es Dir selbst gemäß ist!

Du merkst jedoch schon, dass die Sache mit dem Selbst eine gewisse Herausforderung beinhaltet. Das Selbst ist nämlich schwer greifbar. Es entzieht sich unserer Verfügung. Das liegt daran, dass das Selbst nur teilweise bewusst ist und auch nur in Teilen bewusst werden kann. Dieser Selbstzugang gelingt nur in Momenten der Ruhe und Gelassenheit[2]Noch mehr Informationen zum Selbst findest Du in meinem Beitrag “Es ist Dein Selbst, dem Du folgen musst.

Das Paradox ist: das Selbst kann uns Ruhe und Gelassenheit geben – wir benötigen jedoch Ruhe und Gelassenheit, um das Selbst wirksam werden zu lassen.

Achtsamkeit als Weg zum Selbst

Ein Weg, um mit dem Selbst in Kontakt zu kommen ist Achtsamkeit. Achtsamkeit ist in erster Linie eine Haltung. Im Grunde geht es bei der Achtsamkeit um die Frage, wie Du mit dem Hier-und-Jetzt mehr in Kontakt kommen kannst. Das geschieht über den Weg der Be-sinnung auf Dich selbst. Und zwar weit weniger in einer “vernünftigen” Weise, sondern “spürend”.

Was ist der Unterschied von “vernünftig” und “spürend“?

Beim vernünftigen Umgang mit sich selbst steht die Sprache im Vordergrund. Man führt vielleicht ein Selbstgespräch oder hat eine kommentierende Stimme in sich. Das ist natürlich nicht schlecht. Aber gerade in Situationen der Anspannung wird diese Stimme meist vorwurfsvoll!

Spürender Umgang mit sich selbst ist nicht-sprachlich. Die Wahrnehmung fokussiert nicht auf äußere Objekte, sondern auf den eigenen Körper. Diese Körperwahrnehmung kommt oft viel zu kurz. Dabei ist es eine wissenschaftlich gut belegte Theorie, dass Selbst-Erfahrungen nicht (nur) sprachlich abgespeichert werden, sondern auch im Körper. Unser Körper ist gewissermaßen geronnene Lebenserfahrung. Über den Körper gelingt uns weit schneller der Zugang zu uns selbst.

Und genau hier setzt die Achtsamkeit an!

Ich lade Dich ein: probiere es einmal aus und lasse Dich überraschen, was Du alles von Dir entdecken kannst.

Achtsamkeitsübungen öffnen das Selbst

Du kannst eigentlich den ganzen Tag nutzen, um mit Deinem Selbst mehr in Kontakt zu kommen. Ich mache Dir hier ein paar Vorschläge:

Achtsamkeit bei Routinen: Du führst den ganzen Tag viele routinierte Handlungsabläufe aus. Diese werden von einem Teil Deines Gehirns gesteuert, den man in der Psychologie als “intuitive Verhaltenssteuerung” bezeichnet. Wenn ein Psychologe das Wort “intuitiv” verwendet, dann meint man damit unbewusst. Tatsächlich ist ja so, dass Routinevorgänge wie: Zähneputzen, Hände waschen, Schuhe binden, Haustüre abschließen, gehen, Auto fahren etc. quasi “nebenbei” passieren.
Außer wenn etwas schiefläuft, dann nimmt man den Ablauf in den Blick. Etwa, wenn Deine Computertastatur plötzlich einen Buchstaben nicht mehr überträgt. Dann richtest Du Deine Aufmerksamkeit auf das Problem und Du versuchst es zu lösen.
Wenn Du Achtsamkeit üben möchtest, dann drehe jetzt den Prozess um: Du beobachtest einmal ganz genau, was Du bei einer Routinehandlung machst. Du schaust Dir also an, wie Du Dir z.B. die Hände wäschst. Dadurch richtest Du automatisch den Fokus vom “Da-und-Dort” auf das “Hier-und-Jetzt”. Und schon hast Du Dich zentriert!

Achtsamkeit durch Körperwahrnehmung: Hier geht es darum, den Fokus auf den Körper zu legen. In also durch Achtsamkeit mehr zu be-achten. Du fokussierst Dich auf Deinen Körper indem Du Dich fragst:

  • Wie sitze ich da?
  • Wie ist der Kontakt zur Sitzfläche?
  • Wo sind meine Hände?
  • Wie ist mein Atem?
  • Was machen meine Füße

Keinesfalls solltest Du aber Deine Entdeckungen bewerten. Es geht nur um die Stärkung der Selbstwahrnehmung – nicht um Verbesserung!

Achtsames Gehen: Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus – seinen eigenen “Beat”. Du kannst das am besten entdecken, wenn Du einen längeren Spaziergang unternimmst. Lass einmal die Kopfhörer weg und konzentriere Dich rein auf Deine Geschwindigkeit. Welches Tempo tut Dir gut? Wobei fühlst Du Dich wohl? Dann versuche wahrzunehmen, wie Du gehst. Und schließlich kannst Du noch das Tempo ändern – dabei empfehle ich Dir, einmal ganz langsam zu gehen. Du schärfst die Sinne beim Gehen!

Achtsamkeit auf die Gedanken: Dem griechischen Stoiker Epiktet wird der Satz zugeschrieben: “Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellung von den Dingen.” Das Ideal der Stoa war der Gleichmut der Welt gegenüber. Sozusagen einen permanenten Beobachterstatus zu erreichen. Auch wenn Du nicht nach diesem Ideal strebst: tatsächlich ist es so, dass Gedanken die ständig in Deinem Kopf herumschwirren Dich von Dir und Deinem Selbst mehr und mehr entfremden können. Nun kannst Du Gedanken nicht einfach abstellen. Das merkst Du vielleicht dann, wenn Du Sorgen hast, die Dich beschäftigen und Dich z.B. daran hindern, schlafen zu können.
Mit etwas Übung kannst Du es aber erreichen, dass Du den Gedanken mit mehr Abstand begegnen kannst. Dazu hilft die Vorstellung, sich Gedanken wie Wolken oder Autos auf einer Straße vorzustellen, die einfach vorüberziehen. Du lässt sie los und beobachtest ihr vorüberziehen.

Meditation: Damit sind wir schon bei der Meditation angelangt. Im Prinzip besteht Meditation aus folgenden Elementen:

  • entsprechende Körperhaltung (gerade sitzen)
  • ruhiges Ein- und Ausatmen
  • In-sich-Hineinhören
  • Gedanken ziehen lassen
  • Loslassen

Ganz wichtig:

  1. Meditation machst Du auf Deine Weise – es gibt kein “richtig” oder “falsch”
  2. Meditieren ist Übungssache. Der Geist muss es erst lernen, sich zu sammeln. Es wird Dir im Laufe der Zeit immer leichter fallen.
  3. Meditation ist klein Leistungssport. Es gibt nichts zu erreichen – aber viel zu gewinnen.

Probiere doch einmal ein paar der Achtsamkeitsübungen aus.

Schreibe Deine Erfahrungen in die Kommentare!

Teile mit anderen Deine besten Achtsamkeitsübungen – so können alle profitieren….

Du möchtest Dein Selbst und Deine Fähigkeiten näher erforschen? Dann lade ich Dich ein, einen kurzen psychologischen Test zu machen, der Dir sehr viee Ansatzpunkte zur Verbesserung Deiner Selbstwirksamkeit liefern kann. Hier klicken und dann gibt es alle nötigen Informationen.

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Anmerkungen und Nachweise

Anmerkungen und Nachweise
1VUCA ist eine Abkürzung und steht für: Volatil-Unsicherheit-Complexität-Ambiguität. Lies dazu auch meinen Beitrag “Entscheidungen treffen in der VUCA-Welt
2Noch mehr Informationen zum Selbst findest Du in meinem Beitrag “Es ist Dein Selbst, dem Du folgen musst

Nutze Deinen Arbeitstyp und Du wirst mehr erreichen!

Nutze Deinen Arbeitstyp und Du wirst mehr erreichen!

Dein Arbeitstyp als Erfolgsfaktor

Menschen sind unterschiedlich.

Jeder ist eine einzigartige Persönlichkeit.

Aber: es gibt viele Gemeinsamkeiten.

Und genau um diese Gemeinsamkeiten geht es, wenn man von Persönlichkeitstypen spricht. Einfach gesprochen geht es bei den Persönlichkeitstypen darum, das Gemeinsame im Verhalten und Erleben des Menschen aufzusuchen und zusammenzufassen.

Versuche solche Typen zu bilden gibt es schon seit dem Altertum.

Man erhofft sich damit zweierlei:

  • andere Menschen besser zu verstehen und die Verhaltensweisen vorherzusagen
  • das eigene Verhalten besser auf den anderen abzustimmen

Vielleicht wirst du dir jetzt sagen: ist das nicht zu sehr vereinfachend? Stecken wir den Menschen da nicht einfach in eine Schublade?

Das stimmt natürlich. Im Grunde ist eine solche Typenbildung immer eine Vereinfachung.

Aber sie hilft…

Der Persönlichkeitstyp wird sich auch sehr stark auf das Arbeitsverhalten und die Motivation auswirken. Deshalb kann man auch von “Arbeitstyp” sprechen.

Ich stelle dir 4 Arbeitstypen vor und beschreibe das Arbeitsverhalten.

Die 4 Arbeitstypen

Der sorgfältige Arbeitstyp

Sorgfältiger Arbeitstyp Perfektion, Genauigkeit, Gründlichkeit – das sind Begriffe, die diesen Arbeitstyp kennzeichnen. Dazu kommt ein hoher Grad an Verlässlichkeit und Pflichtbewusstsein.

Der Arbeitstag ist perfekt organisiert und strukturiert. Die Planung kann allerdings manchmal übergenau sein.

Die Stärken liegen in der Erkennung von Fehlern und in der Detailorientierung. Das kann dann allerdings auch auf Kosten des Überblicks gehen. Das Stichwort ist hier: Verzettelung! Diese Verzettelung tritt auch dann auf, wenn zu viele Aufgaben gestellt werden. Da der sorgfältige Arbeitstyp gerne jede Aufgabe zu 100% erledigen will, kann er sich dann leicht überfordert fühlen. Nervosität und Angespanntheit sind dann die Folge.

Sorgfältige Arbeitstypen würden gerne etwas weniger perfekt sein können – haben aber dann häufig Angst, den eigenen hohen Leistungsansprüchen nicht zu genügen

Auch das Zwischenmenschliche ist nicht unbedingt die Stärke dieses Typus. Menschen lassen sich nun mal schwer kalkulieren und vorausberechnen. Soziale Kontakte werden daher gemieden oder beschränken sich auf einige wenige. Solche Menschen sind oftmals auch mit der Arbeit “verheiratet” und machen viele Überstunden, denn es darf nichts liegen bleiben.

Ideales Einsatzgebiet: dort wo es auf Genauigkeit ankommt und wo Fehler fatal sein können. Diesen Menschen muss man Mut zum Un-perfekten machen. Ebenso benötigen Sie viel Anerkennung (obwohl es auf den ersten Blick nicht immer dananch aussieht).

Achtung: nicht überfordern, Veränderungen behutsam vorbereiten, eigenständiges und routiniertes Arbeiten ermöglichen. Kein Zwang zu Sozialkontakten.

Der impulsive Arbeitstyp

Impulsiver ArbeitstypFröhlichkeit, gute Laune und Spontaneität – das sind Begriffe, die diesen Arbeitstyp kennzeichnen. Sie sind grundsätzlich an Neuem interessiert, sind rasch für etwas Feuer und Flamme. Leider ist es mit dem Durchhaltevermögen oftmals nicht so gut bestellt. Wenn es schwierig wird, dann verlieren sie rasch die Lust.

Weil sie sich rasch von einer Sache angesprochen fühlen, halsen sie sich oftmals zuviel auf und sind dann nach einem turbulenten Arbeitstag richtiggehend erschöpft.

Diese Menschen haben überhaupt keine Schwierigkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Sie sind geborene Small-Talk-Führer. Oft sind sie wenig diplomatisch, denn es rutscht ihnen manchmal ein Wort heraus, dass sie nachher bereuen.

Impulsive Arbeitstypen würden sich gerne besser strukturieren können. Auch Nein-Sagen fällt ihnen schwer.

Ideales Einsatzgebiet: dort wo es auf Kreativität ankommt und wo zwischenmenschliche Beziehungen wichtig sind. Diese Arbeitstypen kann man mit Selbstorganisation überfordern. Besser ist es, die Selbstorganisation in Routinen zu verpacken, die diese Menschen abspulen müssen um dann frei und spontan vorgehen zu können.

Achtung: diese Menschen nehmen oft vorschnell Arbeitsaufgaben an, ohne zu prüfen, ob sie das überhaupt noch leisten können. Unterstütze sie dabei, sich realistische Zeitpläne zu machen.

Der analytische Arbeitstyp

Analytischer Arbeitstyp Vernünftig, rational und problemorientiert – das sind Begriffe, die diesen Arbeitstyp kennzeichnen. Sie können sich in Problemstellungen akribisch hineinarbeiten und geben nicht eher Ruhe, als bis eine Lösung gefunden ist. Das Denken ist dabei schrittweise und logisch: eines folgt aus dem anderen. Da diese Arbeitstypen ein Problem in der letzten Tiefe durchdringen wollen, fehlt ihnen manchmal das Gespür dafür, wann es genug ist mit dem analysieren. Ins Handeln zu kommen ist für Analytiker eine Herausforderung!

Diese Menschen haben ihre Arbeitsabläufe bestens strukturiert. Projektpläne, To-Do-Listen und bewährte Vorgangsweisen bestimmen den Arbeitstag. Das ist immer dann gut, wenn es gilt, ein Ziel längere Zeit konsequent zu verfolgen und hartnäckig dran zu bleiben.

Schwierig wird es, wenn eine rasche Lösung gefunden werden muss oder ein Lösungsweg eingeschlagen werden soll, der noch nicht zu 100% durchdacht ist.

Ideales Einsatzgebiet: dort wo es auf Problemanalyse ankommt und wo zwischenmenschliche Beziehungen weniger wichtig sind. Diese Arbeitstypen brauchen Zeit zur Problemanalyse. Es sollte jedoch ein Zeitrahmen vorgegeben werden, damit die Analyse nicht ausufert.

Achtung: diesen Menschen fällt es manchmal schwer, zwischen verschiedenen Lösungsalternativen zu wählen. Gerade die Entscheidung für eine Lösung benötigt eine Plausibilitätsprüfung, die intuitiv getroffen wird. Und gerade der Intuition misstrauen analytische Arbeitstypen. Zum Thema Intuition empfehle ich dir 2 Podcastepisoden: “Wie du als Führungskraft gute Entscheidungen triffst” und das Interview mit Florian Artinger “Erfolgreiche Führungskräfte nutzen die Intuition“. Teamarbeit vertragen diese Typen nur in kleinen Dosen.

Der selbstbestimmte Arbeitstyp

Der selbstbewusste ArbeitstypSelbstbewusst, cool und machtbewusst – das sind Begriffe, die diesen Arbeitstyp kennzeichnen. Nach außen wirken sie ruhig, abgeklärt und stets Herr der Lage. Das kommt daher, weil sie sich durchaus ihrer Besonderheit bewusst sind. Sie schöpfen aus einem reichen Erfahrungsschatz der ihnen hilft, mit herausfordernden Situation gut zurecht zu kommen.

Auch in turbulenten Situationen behalten sie die Übersicht. Sie bleiben ruhig und gelassen.

Obwohl sie ein gutes Gespür dafür haben, was andere brauchen, haben sie doch die Überzeugung, dass ihre Sicht der Dinge richtig ist. Wenn andere das nicht einsehen wollen, dann können selbstbestimmte Menschen auch ungemütlich werden.

Diese Arbeitstypen sind auch bei der Auswahl ihrer Arbeit sehr wählerisch. Sie müssen das Gefühl haben, dass die anstehende Arbeit zu ihnen passt. Wenn das nicht der Fall ist, werden solche Arbeiten delegiert oder bleiben liegen.

Ideales Einsatzgebiet: dort wo es auf Führung ankommt oder Dinge durchgezogen werden müssen. Wichtig ist, dass diese Arbeitstypen keine Einengung vertragen. Sie möchten ihr eigenes Ding machen!

Achtung: diesen Menschen fällt es manchmal schwer, unangenehme Dinge an sich heran zu lassen. Negatives wird dann gerne übersehen. Für das Selbstwachstum ist es jedoch erforderlich, sich auch mit unangenehmen Dingen zu beschäftigen. Man wächst an der Bewältigung von Schwierigkeiten.

Schlussfolgerung

Diese Darstellung der einzelnen Typen soll dich anregen, einmal selbst für dich festzuhalten, welcher Arbeitstyp dir am nächsten kommt. Dann stelle einmal fest, was dieser Arbeitstyp für dich Gutes tut und wo es Entwicklungsmöglichkeiten gibt.

In einem nächsten Schritt kannst du dann versuchen, den Arbeitstyp deiner Mitarbeitenden zu erkennen. Hier ist es wichtig zu erkennen, ob deine Mitarbeitenden “typengerecht” eingesetzt sind.

Wenn du dich für die genaueren psychologischen Hintergründe dieser Typen interessierst, dann lies den Blogartikel Typisch! Was Persönlichkeitstypen verraten. Es gibt auch Testverfahren, die deinen Persönlichkeitstyp im Detail analysieren. Nimm mit mir Kontakt auf – ich mache dir gerne ein Angebot!

 

 

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Entscheidungen treffen in der VUCA-Welt

Entscheidungen treffen in der VUCA-Welt

Entscheidungen und Führung gehören zusammen

Klaus ist Leiter eines kleinen Unternehmens, das eine innovative App entwickelt hat. Das Team arbeitet ausgezeichnet zusammen. Mehrere Interessenten haben sich schon gemeldet, um das kleine Unternehmen zu kaufen. Die angebotene Summe ist für Klaus sehr verlockend – aber er wäre dann auf einen Schlag sein Unternehmen los. Soll Klaus sein Unternehmen, auf das er so stolz ist, aufgeben? Und was wird sein Team dazu sagen? Die wären mit einem Schlag ihre Arbeitsplätze los….

Manuela ist eine der Vorstandsdirektorinnen in einem Logistikunternehmen. Die Konkurrenz ist hart – besonders durch ausländische Dienstleister, die den Wettbewerb verschärfen. Nun steht sie vor der Frage, ob das Unternehmen vermehrt in die Entwicklung von All-In-One-Lösungen investieren soll. Dazu müssten erhebliche Geldmittel investiert werden, um Lösungen zu entwickeln. Im letzten Strategiemeeting wurden die Chancen als durchwachsen eingestuft, da man die weitere Entwicklung auf dem Logistiksektor schwer abschätzen kann. Wie soll sie sich entscheiden?

Diese und viele ähnliche Fälle zeigen einen wichtigen Aspekt von Führung: Entscheidungen treffen.

Entscheidungen als Grundphänomen des Mensch-Seins

Entscheidungen zu treffen ist jedoch nicht nur eine Domäne von Führungskräften. Tatsächlich ist unsere ganze menschliche Existenz auf Entscheidungen gegründet. Das liegt daran, dass wir als Menschen prinzipiell “in die Freiheit gestellt” sind, wie dies Martin Heidegger ausdrückt[1]Martin Heidegger, Sein und Zeit, 1979 (1927).. Zwar ist nicht all unser Handeln immer und in jedem Augenblick frei – jedoch zeigt sich unsere Freiheit gerade dann, wenn wir vor Entscheidungen gestellt sind.

Soll ich diese oder jene Berufsausbildung machen?

Ist es für mich sinnvoll, ein Haus im Grünen zu erwerben?

Ist es wichtiger, einen Abend mit der Familie zu verbringen oder soll ich besser an meinem Projekt arbeiten?

Diese Fragen mögen alle recht banal sein – sie können jedoch erhebliche Konsequenzen haben: für mich persönlich und für andere. Gerade die Frage der Konsequenzen einer Entscheidung machen ja Entscheidungen oftmals schwer.

Entscheidungsfalle: “richtige” Entscheidungen finden

Was geschieht eigentlich genau bei Entscheidungen?

Gehe einmal in Gedanken in eine Entscheidungssituation. Wenn du versuchst zu beschreiben, wie der Prozess der Entscheidung abläuft, wirst du bemerken, dass du bei vielen Entscheidungen zunächst einmal in Gedanken die Zukunft vorweg nimmst. Martin Heidegger drückt die so aus, dass wir als Menschen auf Zukunft bezogen sind und in diese Zukunft gewissermaßen “vorlaufen”. In diesem gedanklichen Vorlaufen werden Möglichkeiten des Sein-Könnens erschlossen und dann gewählt.

Indem man als Mensch diese Wahl trifft, entscheidet man sich für eine mögliche Zukunft. Erst indem man diese Zukunft dann lebt, stellt sich heraus, ob die Wahl die “richtige” war.

Wir würden als Menschen natürlich allzu gerne wissen, was nach dieser Entscheidung kommt. Wir suchen nach einer Gewissheit für unsere Entscheidung, die wir eigentlich nur finden können, indem wir die Zukunft wagen.

Wenn wir Entscheidungsprozesse von der psychologischen Seite her betrachten, dann zeigt es sich, dass sich Menschen sehr darin unterscheiden, wie “wagemutig” sie sind.

Management-Entscheidungen der “alten Schule”

Die oben angedeuteten Grundprozesse finden sich auch in Entscheidungssituationen wieder, die wir in der Führung antreffen. Entscheidungen im Management werden vielfach (noch) von Menschen getroffen. Und wie Entscheidungen dann getroffen werden ist eng mit der eigenen Persönlichkeit verknüpft.

Nehmen wir einmal eine Führungskraft, die eher risikoscheu ist. Was zeichnet diese Herangehensweise an Entscheidungsprobleme aus?

  • Lange Problemanalyse
  • Einbeziehen möglichst vieler Meinungen
  • Suche nach ähnlichen Situationen in der Vergangenheit
  • Denken in Szenarios
  • Vermeiden von Fehlern
  • Suche nach der richtigen Entscheidung

Ein großer Vorteil dieser Methode ist die Tiefe der Analyse. Viele Aspekte und Gesichtspunkte der Situation kommen auf den Tisch. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht und die Entscheidung letztlich gar nicht getroffen wird. Oder die Möglichkeiten sind so zahlreich, dass man dann in einen richtigen Lähmungszustand verfällt, der durch die Entscheidung für “irgendetwas” beendet wird.

Der Grund dafür ist, dass diese Methode stark mit der analytischen Gehirnhälfte arbeitet. Dieser Teil unseres Gehirns arbeite sequentiell und hat nur ausschnitthaften Zugang zu Erfahrungen. Zusammenhänge und komplexe Vernetzungen werden nicht erkannt. Im Extremfall wird das Problem zwar analysiert, aber gar nicht in der Tiefe durchdrungen. Viele Führungskräfte die so vorgehen merken das auch und haben das Gefühl, noch nicht alles “richtig verstanden” zu haben.

Daraus kann aber ein fataler Teufelskreis entstehen: wer meint, noch nicht alles “richtig” verstanden hat versucht vielleicht, das Problem noch tiefer zu durchdringen. Die linke Gehirnhälfte arbeitet quasi auf Hochtouren – kann jedoch das Gewünschte nicht liefern.

Überfordert in der VUCA-Welt

Der Begriff VUCA ist ein Akronym für die Begriffe[2]vgl.”Was bedeutet VUCA” von Melanie Vogel;

  • VOLATILITÄT (Volatility) – Veränderungen treten heute in einer ungewohnten Heftigkeit und Dynamik auf. Veränderungen geschehen plötzlich und sind oftmals radikal.
  • UNSICHERHEIT (Uncertainty) – Veränderungen und die Auswirkungen sind kaum berechenbar. Man fühlt sich überrumpelt. Weil die Prozesse oft schwer zu verstehen sind, wächst das Gefühl der Unsicherheit.
  • KOMPLEXITÄT (Complexity) – Es gibt immer weniger einfache Systeme. Globaler Handel, Industrie, Geldpolitik usw. sind vielfältig ineinander verflochten. Einzelne Entscheidungen können ungeahnte Wirkungen entfalten. Auch das individuelle Leben wird mehr und mehr Teil eines komplexen Gesamtzusammenhangs.
  • AMBIGUITÄT (Ambiguity) – Es gibt keine einfachen Ursache-Wirkungszusammenhänge mehr. Die Realität erscheint verwirrend, schwer zu durchschauen, oftmals mehrdeutig und unverständlich. Missdeutungen und Fehlinterpretationen nehmen zu.

Diese Begriffe[3]siehe auch WIKIPEDIA: Vuca verdeutlichen aus meiner Sicht sehr klar, warum ein Zugang mit dem analytischen Denken allein nicht ausreichend sein kann, um Entscheidungen zu treffen. Komplexe Systeme lassen sich nur zu einem sehr geringen Teil analysieren.

VUCA

Aspekte der VUCA-Welt

Aber was dann? Müssen wir vor der Komplexität resignieren? Ist es dann gar nicht möglich, zu Entscheidungen zu kommen, weil ein Manager das Ganze sowieso nicht durchblickt?

Entscheidungen mit gefühltem Wissen

Wir wollen nicht gleich das Kind mit dem Bad ausschütten. In der westlichen Welt haben wir uns vielleicht in den letzten Jahrhunderten zu sehr auf das rationale, analytische Wissen verlassen. Es geht uns offenbar wie dem Schüler in Goethes Faust, der voll stolz verkündet: “wie wir’s dann zuletzt so herrlich weit gebracht.” Zwar haben wir es “bis an die Sterne weit” gebracht, aber das analytische, rationale Wissen ist nur eine Komponente. Es taugt nicht recht, um Komplexität zu verstehen.

Damit das gelänge, müsste der analytische Verstand in der Lage sein, mehrere Aspekte gleichzeitig auf dem Schirm zu haben und eine Vielzahl an Informationen simultan zu verrechnen. Dazu wird jedoch ein anderes System gebraucht – das Selbst.

Fähigkeiten des Selbst-Systems

Kurz zusammengefasst hat das Selbst (oder Extensionsgedächtnis) folgende Fähigkeiten und Eigenschaften[4]vgl. Julius Kuhl; Motivation und Persönlichkeit, Hogrefe, 2001.:

  • Das Selbst ist ein ausgedehntes Netzwerk – vergleichbar mit einer riesigen Bibliothek oder einem Museum (Wissenslandkarte).
  • Erfahrungen, Emotionen, Werthaltungen, Motive… sind im Selbst auf eine einzigartige Weise organisiert.  Das ist im wesentlichen das, was unsere Persönlichkeit ausmacht.
  • Alles das, was wir täglich erleben und für uns wichtig ist, wird im Selbst gespeichert, mit früheren Episoden verknüpft und Bestandteil unserer Persönlichkeit (episodisches Gedächtnis).
  • Als Netzwerk ist das Selbst in der Lage, auch mit unvollständiger Information zurecht zu kommen.
  • Das Selbst arbeitet ganzheitlich und stellt uns gefühltes Wissen zur Verfügung.
  • Das Selbst arbeitet am besten in entspannter, gelassener Stimmungslage. Zwar kann das Selbst Stress bis zu einem gewissen Grad gut regulieren – ab einer bestimmten Menge an Stress verliert das Selbst jedoch diese Fähigkeit. Man hat das Gefühl, nicht mehr recht “bei sich” zu sein.
  • Das Extensionsgedächtnis kann mehrere Informationen gleichzeitig (parallel) verarbeiten. Gerade in komplexen Situationen benötigen wir das Selbst, um bestmögliche Entscheidungen zu treffen.
  • Das Selbst hat eine Hintergrundaufmerksamkeit und spielt uns nützliches Wissen dann ein, wenn es gerade gebraucht wird.

Konsequenz

Aus allen diesen Funktionsmerkmalen zeigt sich, dass das Selbst als einziges psychisches System in der Lage ist, die momentane Situation mit dem eigenen Wissen, Erfahrungen, Werten, Motiven und Emotionen in Einklang zu bringen. Das Ergebnis dieses Abgleichs ist jedoch mehr ein gefühltes Wissen, eine Ahnung oder das sprichwörtliche “Bauchgefühl[5]Gerd Gigerenzer; Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition, Goldmann, 2008.”.

Auf diese innere Stimme – die meist recht leise spricht – zu hören, kann gerade in Entscheidungssituationen von Vorteil sein. Der analytische Verstand besitzt diese Integrationsleistung nicht – er soll sie auch nicht haben, denn seine Stärken liegen in der konsequenten Verfolgung eines einmal gefassten Entschlusses. Insofern ist es für Entscheidungsprozesse unabdingbar, dass Verstand und Selbst gut zusammenarbeiten. Nur so kann man die Komplexität hinreichend meistern [6]Mehr Hintergrundinformationen gibt es hier: “Die Geheimnisse deiner Psyche entschlüsselt!.

Hilfe für Klaus und Manuela

Wie können wir den beiden oben beschriebenen Führungskräften bei ihrer Entscheidung helfen? Wie können sie eine “gute Entscheidung” treffen?

Die Antwort ist einfach: das Selbst nutzen!

Hierzu gibt es 5 Wege, die ich auch mit Klienten im Coaching beschreite:

  1. Entschleunigung und Druck rausnehmen.  Kein Zeitdruck und sich beruhigen. Nur dann kommt man zu sich Selbst.
  2. Perspektive und Standort wechseln. Das Problem aus unterschiedlichen Blickwinkeln anschauen.
  3. Optionen erweitern. Hier gilt der Satz von Julius Kuhl: “Ab 3 beginnt die Unendlichkeit”. Solange man noch in der Entweder-Oder-Logik steckt, hat man noch nicht alle Möglichkeiten entdeckt. Andere Menschen einzuladen sich an der Suche nach Optionen zu beteiligen kann eine Hilfe sein. Aber auch Anregungen aus der Kunst können Wege zum Selbst öffnen (hör dir dazu auch die Podcastepisode 21 an, in der Monika Herbstrith-Lappe unter dem Stichwort “Werde der Regisseur deines Erfolgs” über Verbindungen von Theaterkunst mit Führungskunst spricht.
  4. Die Wertigkeit der Optionen erfühlen. Hier geht es darum, mit dem Körper zu erleben, wie sich die Optionen anfühlen.
  5. Der gefühlten Entscheidung vertrauen und dann umsetzen.

Entscheidungen aus dem gefühlten Selbst getroffen zu haben ist eine Erfahrung, die das eigene Leben ungemein bereichern kann. Wir sollten daher “Entscheidungsprobleme” als willkommene Gelegenheiten zu persönlichem Selbst-Wachstum verstehen – so verzwickt sie auch im ersten Moment sein können.

Denn das Selbst ist unser weiser Ratgeber – und wer auf diese Stimme hört, bekommt den guten Rat zum Nulltarif!

Liebe Leserin/lieber Leser jetzt interessiert mich deine Meinung:

  • Wie gehst du vor, wenn du schwierige Entscheidungen zu treffen hast?
  • Wie sind deine Erfahrungen mit dem Bauchgefühl?

Ich freue mich, wenn du gleich jetzt einen Kommentar verfasst!

Hier als Podcast-Episode nachhören

Wie du als Führungskraft gute Entscheidungen triffst

by Gregor Heise | Durchstarten mit Führung

Interview mit Dr. Artinger zum Thema "Entscheidungen"

by Gregor Heise | Durchstarten mit Führung

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Anmerkungen und Nachweise

Anmerkungen und Nachweise
1Martin Heidegger, Sein und Zeit, 1979 (1927).
2vgl.”Was bedeutet VUCA” von Melanie Vogel
3siehe auch WIKIPEDIA: Vuca
4vgl. Julius Kuhl; Motivation und Persönlichkeit, Hogrefe, 2001.
5Gerd Gigerenzer; Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition, Goldmann, 2008.
6Mehr Hintergrundinformationen gibt es hier: “Die Geheimnisse deiner Psyche entschlüsselt!

2016 – ein Jahr der Transformation [Blogparade Marit Alke]

2016 – ein Jahr der Transformation [Blogparade Marit Alke]

Was bleibt – was kommt…

Am Jahresanfang halte ich noch einmal kurz Rückschau auf 2016. Die Erfahrungen möchte ich ein wenig sortieren und wichtige Erkenntnisse für 2017 nutzen. Wenn ich also auf das Jahr 2016 zurückschaue, so möchte ich dieses Jahr als eine Phase der großen Veränderungen sehen.

2016 Rückschau

Die Wurzeln dieses Transformationsprozesses  reichen in das Jahr 2015 zurück. Bis in die Mitte von 2015 hinein war ich ausschließlich als Trainer und Coach vor Ort tätig. Mein Ziel war immer, meinen Seminarteilnehmern (in erster Linie Führungskräfte) handhabbares Führungskräftewissen zu vermitteln. Obwohl ich in der Branche als praxisorientierter Trainer bekannt bin, war und ist es immer mein Bestreben, fundiertes Wissen zu vermitteln.

Eines meiner Themen das ich seit mehr als 20 Jahren bearbeite ist das Thema “Zeit- und Selbstmanagement“. Auf der Suche nach einer besseren theoretischen Grundlage stieß ich auf die PSI-Theorie von Julius Kuhl.  PSI steht für Persönlichkeits-System-Interaktions-Theorie).
Ich ließ mich zum PSI-Kompetenzberater (ein umfangreiches Testsystem) ausbilden und war fasziniert. So beschloss ich meine Seminare von Grund auf neu zu durchdenken. Gleichzeitig entwickelte ich die Idee, die Zertifizierung zum PSI-Kompetenzberater auch in Österreich anzubieten. So gründete ich 2015 mein PSI-Institut! Sehr stolz war ich darauf! (mehr …)

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Fakten, die viele Führungskräfte über Motivation nicht wissen…

Kann eine Führungskraft andere motivieren?

In meinen Führungskräftetrainings ist die Frage nach der Motivation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein Dauerbrenner. Als Führungskraft weißt Du natürlich, dass es keinen einfachen Mechanismus gibt, der urplötzlich bei MitarbeiterInnen Motivation entfaltet – jedoch gibt es noch etwas Anderes als nur passiv-hilflos zu bleiben und zu hoffen, dass sich MitarbeiterInnen irgendwann selbst motivieren.

Dabei willst Du als Führungskraft doch erreichen, dass Deine MitarbeiterInnen hinter den Zielen stehen, sich für die Sache begeistern und ihr Bestes geben. Mit einem Wort: motivierte MitarbeiterInnen sind das Ziel!

Die Realität schaut jedoch vielfach anders aus. Oft hat man das Gefühl, dass MitarbeiterInnen sich für alles mögliche motivieren – nur nicht für die Ziele und Aufgaben der Organisation.  Um das zu lösen, wollen wir in diesem Beitrag uns einmal die Motivation von der psychologischen Seite ansehen.

Nimm zur Kenntnis: Deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer motiviert – nur nicht vielleicht für das, was Du für wichtig hältst…

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Die Geheimnisse Deiner Psyche – entschlüsselt

PSI-Theorie: Ein innovativer Persönlichkeitsansatz

Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie (Kurt Lewin)

Mit der “Persönlichkeits-System-Interaktionstheorie” (PSI-Theorie) von Julius KUHL liegt nun ein systemisch-funktionaler Persönlichkeitsansatz vor, der zentrale Annahmen verschiedener Persönlichkeitstheorien zusammenfasst und eine große Zahl von Forschungsergebnissen aus Psychologie und Neurologie integriert.
Für viele Coaches, Berater und Therapeuten gehört die systemische Denkweise zum “Alltagsgeschäft”. Es hat sich gezeigt, dass das Denken in Wirkungsbeziehungen und Prozessen – also die die Frage nach dem “Wie” hilfreicher ist als die Frage nach Ursachen. Diese Erkenntnis hat jedoch lange gebraucht, sich auch in der Persönlichkeitsforschung zu etablieren. Der funktional-systemische Ansatz liegt nun mit der PSI-Theorie vor – mit erheblich positiven, praktischen Konsequenzen! (mehr …)

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