DMF 21 – Interview Monika Herbstrith-Lappe: “Werde der Regisseur deines Erfolgs”

….oder was Theaterarbeit mit Führung gemeinsam hat

Kunst und Führung – das scheint auf den ersten Blick ein unvereinbarer Gegensatz zu sein. In der Kunst die Weite der Kreativität – im Führen die harte Welt der Tatsachen. Hört man gar von “Theaterarbeit” und Führung stellt sich rasch ein Lächeln bei sei mancher Führungskraft ein…. Zwar kann es schon sein, dass manche Tage im Alltag einer Führungskraft einem schlechten Theaterstück ähneln – aber seriös betrachtet scheinen beide Welten zu weit voneinander entfernt zu sein.

Dass dies ein krasses Missverständnis ist, dass im Gegenteil Führungskräfte viel von Regiearbeit profitieren können, beweist Monika Herbstrith-Lappe in diesem Interview.

Sie erlaubt uns einen Blick hinter die Kulissen und klärt uns auf, wo die Verbindungslinien zwischen Führen und Theaterkunst zu finden sind. Dieses Interview soll inspirieren und ermutigen, Führen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Und wer selbst einmal erleben möchte, wie es sich anfühlt die Regie in einer Gruppe zu übernehmen kann dies im Training “Regie führen” tun. Dieses Training findet in Wien am 25.11.2017 statt. Alle näheren Informationen und die Anmeldemöglichkeit gibt es hier: impuls.at/regie-fuehren-auf-beruflichen-buehnen/ 
Mehr Theater-Impulse für High Performance im Business gibt es hier  www.monikaherbstrith-lappe.com/leistungsspektrum/unternehmerin-impuls-wirkung/theater-impulse/

Wer mit Monika Herbstrith-Lappe in Kontakt treten möchte besucht sie am besten auf ihrer Homepage: www.impuls.at

Die im Interview erwähnte Podcastfolge 6 beschäftigt sich mit dem Thema “Souverän Führen” und ist eine gute Ergänzung zu dieser Folge 21.

Bitte nicht vergessen: Podcast abbonieren und auf iTunes eine 5*-Bewertung geben. Dadurch fühle ich mich in meiner Arbeit bestärkt!

Schreib mir doch gerne auch eine Email, welche Themen dich rund um das Führen noch interessieren – oder in die Kommentare…

DMF 04 – Was machen eigentlich Führungskräfte?

Klärung für Führungskräfte

Was ist Führen?

Wenn du als Führungskraft kein klares Bild hast, was Führen eigentlich bedeutet, dann wird dein Handeln stets unsicher sein, In dieser Episode klären wir daher, was der Begriff “Führen” eigentlich bedeutet. Klar, es gibt keine eindeutigen Definitionen – aber unterschiedliche, inspirierende Ansätze.

Welche Aufgaben haben Führungskräfte

Führen ist keine Geheimwissenschaft sondern besteht aus klaren Aufgabenfeldern. Diese beleuchten wir in dieser Episode genauer.

Hier findest du einige Charts, die wesentliche Hauptgedanken der Episode zusammenfassen.

 

DMF 03 – Deine Vision und Mission führt dich zum Erfolg

Vision – ein Traum mit Verfallsdatum

Eine Vision ist ein Traum mit Verfallsdatum. Eine Vision beschreibt, was eine Organisation  am Markt erreichen möchte. Sie erzeugt eine kreative Spannung  zwischen dem gegenwärtigen Ist-Zustand und einem angestrebten Soll-Zustand.  Das Vision-Statement beschreibt, im Unterschied zum Mission-Statement, keine Werte oder den Zweck des Unternehmens sondern langfristige Kernziele. Anders ausgedrückt: Das Vision-Statement beschreibt eine zukünftige Situation, wie eine Organisation in drei, fünf oder zehn Jahren aussehen kann und sollte.  Eine Vision hat Richtungscharakter für eine Organisation, mobilisiert synergetisches Verhalten und spricht auch die emotionalen Seiten der Mitarbeiter an.

Die wichtigsten Merkmale eines guten Vision-Statements

  • Die Vision muss in einen kurzen Hauptsatz passen.
  • Je kürzer, desto besser!
  • Der Zeithorizont beträgt 3 bis 5 Jahre, manchmal auch länger.
  • Das Vision-Statement steht im Präsens. Holen Sie also die Zukunft ins Heute!
  • Die Vision hat einen ultimativen Termin, ein Verfallsdatum.

Beispiele für Vision-Statements

Stell dir eine Welt vor, in der jeder einzelne Mensch freien Anteil an der Gesamtheit des Wissens hat. Das ist unser Ziel.” (Quelle: wikimedia.org 2009)”

To build the largest and most complete Amateur Radio community site on the Internet.” (Quelle: http://www.eham.net/ 2009)” Ham Radio

 „Ein Computer auf jedem Schreibtisch“

„Information at your fingertips“

Mission – Wer du bist und warum du es tust

Wofür bist du da?

Ein Mission-Statement beschreibt den Zweck und die wichtigsten Ziele einer Organisation. Die Mission formuliert, warum das Unternehmen da ist – eine kurze, prägnante Erklärung der Gründe für die Existenz einer Organisation. Die Mission drückt aus: wofür steht das Unternehmen und wie wollen wir von unseren Kunden gesehen werden.

Seine wichtigste Funktion ist,  einen allgemeinen Handlungsrahmen für alle Mitarbeiter abzugeben. Es generiert ein Wir-Gefühl und gibt auch in Krisenzeiten Orientierung.

Besonders wichtig: Das Mission-Statement darf nicht im Widerspruch zur tatsächlichen Situation im Unternehmen stehen. Ihm kommt also eine zentrale Stellung in der Corporate Identity und der Corporate Culture zu. Machen Sie sich bewusst: Wenn sich Mitarbeiter nicht mit Ihrem Mission-Statement identifizieren oder die Unternehmenskultur eine vollkommen andere ist, wirkt es demotivierend, lächerlich und somit kontraproduktiv.

Inhalte sind:

  • Warum existieren wir?
  • Welche Aufgaben haben wir?
  • Womit verdienen wir unser Geld?
  • Was würde man verlieren, wenn es unser Unternehmen nicht gäbe?

Die wichtigsten Merkmale eines guten Mission-Statements:

  • Der Zweck der Organisation steht im Fokus.
  • Die Mission beschreibt konkrete Ziele.
  • Es ist konsistent mit der tatsächlichen Corporate Identity bzw. Corporate Culture.
  • Der Text ist kurz und leicht verständlich.
  • Anstelle allgemeiner Phrasen werden konkrete Leitlinien vermittelt.
  • Der Ausblick ist optimistisch.
  • Häufig ist das Mission-Statement in der Wir-Form gehalten.

Beispiele für Mission-Statements

Wir erforschen Schlüsseltechnologien für innovative Anwendungen in der Mikrowellentechnik und Optoelektronik. Als Kompetenzzentrum für Verbindungshalbleiter arbeiten wir weltweit vernetzt und erzielen Forschungsergebnisse auf internationalem Spitzenniveau.” (Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik 2009)

„Wir führen, indem wir die Erwartungen unserer Kunden voraussehen. Ihre Anforderungen, Strukturen und Prozesse machen wir zu unseren eigenen.“

„Wir denken und handeln international. Unser weltweit vernetztes Wissen und unsere globale Präsenz sind dafür die Voraussetzung.“

„Die Leser, die wir erreichen wollen, sind Männer und Frauen, die Entscheidungen treffen; solche, die bereits in verantwortungsvollen Positionen sind und solche, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Sie suchen nach Orientierung, um sich im ständigen Wandel behaupten und von den Veränderungen profitieren zu können. (…) Unser Stil muss direkt sein und unkompliziert, das Layout und die Grafiken klar und eindeutig, die Struktur der Zeitung einfach und einprägsam.“

„Was wir versprechen, halten wir auch. Professionalität, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit kennzeichnen unsere Unternehmenskultur.“

Strategische Ziele

Aus der Vision und der Mission leitest du konkrete Ziele. Ohne strategische Ziele gibt es keine Chance, dass die Vision auch konkrete Gestalt annimmt. Erst wenn konkrete Ziele da sind, kann das Unternehmen oder der Bereich auch gesteuert werden.

Unternehmensziele werden jedoch nicht nur aus der Vision abgeleitet, sondern auch von der Frage beeinflusst, inwieweit Interessensgruppen (Stakeholder) in die Überlegungen einbezogen werden sollen oder ob allein die Eigentümerseite (Shareholder) zählt.

Werte – wie wir es tun

Unternehmen werden von grundlegenden Wertvorstellungen der Gründer, Stakeholder, Mitarbeitern usw. geprägt und erfolgreich gemacht.  Werte werden im Verhalten sichtbar – Verhalten verweist auf Werte. Insgesamt prägt das Wertgefüge einer Organisation die Unternehmenskultur.

Werte sollten klar kommuniziert und vereinbart werden. Ernst genommen werden die Werte dann, wenn sie das Verhalten der Organisationsmitglieder bestimmen. Es ist sinnvoll im Rahmen des Leitbilds „Spielregeln“ aufzustellen.

  • Wert müssen:
  • Zu den Prioritäten der Organisation passen
  • Auf wenige beständige Kernwerte zugespitzt werden
  • Nach innen zu den Mitarbeitern: Glaubhaft, verständlich formuliert, kommuniziert, verbindlich gemacht und gelebt werden
  • Nach außen zu den Kunden: Glaubhaft, verständlich formuliert, kommuniziert, verbindlich gemacht und gelebt werden

Entscheidend ist, dass ein Unternehmen sich nicht bloß eine Mission und ein paar Ziele zulegt, weil es denn sein muss. Es ist vielmehr entscheidend, die formulierte generelle Ausrichtung des Unternehmens als wesentlichen Antriebsmotor für das Gesamtunternehmen zu verstehen!

Und die Umsetzung?

Vision und Ziele musst du jedoch auch leben.

Solo-Unternehmer meinen oft, auf diese Arbeit verzichten zu können. Die Vision kennt man irgendwie und strategische Zielsetzungen klingt für viele einige Schuhnummern zu groß. Ich möchte dir (falls du Solo-Unternehmer bist) jedoch zu bedenken geben: erst eine klare, formulierte Vision und strategische Ziele machen dich zu einem Unternehmer! Du betrachtest nämlich dann die Dinge aus einer Gesamtsicht heraus, begibst dich auf deine Kommandobrücke und kannst dein Schiff viel besser steuern. Eben weil du eine Vorstellung hast, wohin sich das Ganze entwickeln soll. Dadurch werden auch schwierige Situationen besser zu meistern sein, denn du bist dann nicht mehr so stark ausschließlich persönlich involviert. Also fange am besten noch heute damit an, deine Vision und Mission zu formulieren!

Wenn du Führungskraft in einer größeren Organisation oder einem Konzern bist, wird es häufig bereits eine Vision und ein Mission-Statement geben. Auch die strategische Zielrichtung ist dir – zumindest in Teilbereichen – bekannt. Alles kommt darauf an, dass du genau verstehst, was die Ausrichtung des Unternehmens ist. Du solltest dich damit identifizieren und auch deinen MitarbeiterInnen die Bedeutung ihrer Arbeit im Rahmen der Vision und der Gesamtausrichtung darstellen können. Nicht zuletzt wirst du an deinem Verhalten gemessen. Unterschätze niemals deine Vorbildfunktion!

Fakten, die viele Führungskräfte über Motivation nicht wissen…

Kann eine Führungskraft andere motivieren?

In meinen Führungskräftetrainings ist die Frage nach der Motivation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein Dauerbrenner. Als Führungskraft weißt Du natürlich, dass es keinen einfachen Mechanismus gibt, der urplötzlich bei MitarbeiterInnen Motivation entfaltet – jedoch gibt es noch etwas Anderes als nur passiv-hilflos zu bleiben und zu hoffen, dass sich MitarbeiterInnen irgendwann selbst motivieren.

Dabei willst Du als Führungskraft doch erreichen, dass Deine MitarbeiterInnen hinter den Zielen stehen, sich für die Sache begeistern und ihr Bestes geben. Mit einem Wort: motivierte MitarbeiterInnen sind das Ziel!

Die Realität schaut jedoch vielfach anders aus. Oft hat man das Gefühl, dass MitarbeiterInnen sich für alles mögliche motivieren – nur nicht für die Ziele und Aufgaben der Organisation.  Um das zu lösen, wollen wir in diesem Beitrag uns einmal die Motivation von der psychologischen Seite ansehen.

Nimm zur Kenntnis: Deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer motiviert – nur nicht vielleicht für das, was Du für wichtig hältst…

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