2016 – ein Jahr der Transformation [Blogparade Marit Alke]

von | Dez 28, 2016

Was bleibt – was kommt…

Am Jahresanfang halte ich noch einmal kurz Rückschau auf 2016. Die Erfahrungen möchte ich ein wenig sortieren und wichtige Erkenntnisse für 2017 nutzen. Wenn ich also auf das Jahr 2016 zurückschaue, so möchte ich dieses Jahr als eine Phase der großen Veränderungen sehen.

2016 Rückschau

Die Wurzeln dieses Transformationsprozesses  reichen in das Jahr 2015 zurück. Bis in die Mitte von 2015 hinein war ich ausschließlich als Trainer und Coach vor Ort tätig. Mein Ziel war immer, meinen Seminarteilnehmern (in erster Linie Führungskräfte) handhabbares Führungskräftewissen zu vermitteln. Obwohl ich in der Branche als praxisorientierter Trainer bekannt bin, war und ist es immer mein Bestreben, fundiertes Wissen zu vermitteln.

Eines meiner Themen das ich seit mehr als 20 Jahren bearbeite ist das Thema „Zeit- und Selbstmanagement„. Auf der Suche nach einer besseren theoretischen Grundlage stieß ich auf die PSI-Theorie von Julius Kuhl.  PSI steht für Persönlichkeits-System-Interaktions-Theorie).
Ich ließ mich zum PSI-Kompetenzberater (ein umfangreiches Testsystem) ausbilden und war fasziniert. So beschloss ich meine Seminare von Grund auf neu zu durchdenken. Gleichzeitig entwickelte ich die Idee, die Zertifizierung zum PSI-Kompetenzberater auch in Österreich anzubieten. So gründete ich 2015 mein PSI-Institut! Sehr stolz war ich darauf!

Plötzlich Seminaranbieter

Was ich allerdings nicht so richtig bedacht hatte war, dass ich auf einmal eine neue Rolle hatte. Nun musste ich Marketing betreiben, Einladungen verschicken, Seminarräume buchen, mich mit Sonderwünschen einzelner Seminarteilnehmer beschäftigen. Das alles wurde so richtig schlagend Anfang 2016. Den ersten Ausbildungskurs Anfang 2016 hatte ich als Pilotseminar noch relativ leicht organisiert. Danach wollte ich unbedingt einen zweiten Kurs durchführen. Aber wie weiter? Wie gewinnt man neue TeilnehmerInnen? Also musste ich mich erst einmal in Marketing schlau machen. Bisher hatte ich ja kaum Marketing betrieben. Klar war mir, dass es mit Prospekten nicht gehen würde.

Also setzte ich folgende Methoden ein:

  • Mundpropaganda
  • Multiplikatoren
  • Impulsvorträge
  • Email-Aussendungen
  • Website
  • Facebook

Und was soll ich sagen? Es hat geklappt!

Im Jahr 2017 möchte ich diesen Pfad weiter beschreiten. Allerdings wird hier noch einiges an Marketingaktivitäten notwendig sein. Am besten funktionieren aus meiner Sicht die Impulsvorträge. Diese werde ich in 2017 wieder anbieten. Ich möchte dazu auch Webinare einsetzen.

Jedenfalls macht mir die Rolle als Ausbildner großen Spaß und meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestätigen mir, dass ich es gut mache! Also wird das PSI-Institut ein zartes Pflänzchen sein, dass ich in 2017 hege und pflege, damit es wächst und gedeiht…

2016 – Neuer Ansatz im Selbstmanagement

Wie schon erwähnt bin ich ein Experte in Sachen Selbstmanagement. Meine Selbstmanagementseminare habe ich in 2016 völlig neu aufgebaut. Jeder Seminarteilnehmer macht nun einen Test der die Selbstmanagementkompetenzen in 13 Dimensionen misst. Ich weiß bereits vor Seminarbeginn über die Stärken und Schwächen meiner Seminarteilnehmer bescheid. Das Programm kann ich nun punktgenau erstellen. Neben einer 1-Tagesvariante habe ich das Selbstmanagementseminar 2016 auch in einer 2-Tagesvariante durchgeführt. Die Rückmeldungen der Seminarteilnehmer sind äußerst positiv, denn es werden nicht nur Tools zur besseren Selbstorganisation und zur Selbstführung vermittelt, sondern man kann die wirklich relevanten Effektivitätsbremsen wie: Initiativmangel, negative Selbstmotivation, Prokrastination etc. nicht nur diagnostizieren sondern von der Tiefe her bearbeiten.

Ein weiteres Thema mit dem ich mich 2016 verstärkt auseindergestzt habe ist die Frage, wie man einen anspruchsvollen Arbeitstag organisieren und planen kann. Hier habe ich nun einen neuen Ansatz gefunden – das sogenannte „Zeitscheibenmodell“ – das ich 2017 weiter entwickeln und in die Seminarpraxis einbauen möchte.

2016 – Entwicklung des Online-Geschäfts

Klar wurde mir im abgelaufenen Jahr, dass ich zum Präsenzseminar auch ein Onlineangebot entwickeln möchte. Davon erwarte ich mir neue Tei8lnehmergruppen, denn viele Führungskräfte haben zwar grundsätzlich Interesse und Bedarf an meinen Seminarthemen: Selbstmanagement, Führungskompetenzentwicklung, Verhandeln und Verkauf etc. können jedoch nicht immer die Zeit für ein ganzes Präsenzseminar aufbringen. Ebenso denke ich mir, dass es für einige potenzielle Teilnehmende eventuell leichter ist, sich auf einen Online-Kurs einzulassen.
Darin sieht ja Marit Alke – der ich wesentliche Anregungen verdanke – auch einen großen Vorteil der Onlinekurse; jeder nimmt sich so viel wie er braucht und hat nicht die Notwendigkeit, sich permanent einbringen zu müssen. Auch für die Nachhaltigkeit sehe ich durchaus Vorteile.

So plane ich konkret für 2017 eine Onlinekurs Selbst- und Zeitmanagement, der auf der PSI-Theorie von Julius Kuhl aufsetzen wird und die Messung der Selbstmanagementkompetenzen beinhalten wird. Ein möglicher Start dieses Kurses könnte der Frühsommer sein.

Daneben wird es neue Produkte im Coachingbereich geben, die als Pakete definiert sind. Ich war nie ein Verteter eines Coachingsstils, der auf dem Prinzip „Schauen-wir-mal-was-da-kommt“ beruht, sondern habe meine Klienten auch „Offline“ sehr strukturiert durch einen definierten Prozess geführt. Diese Prozesse sauber zu beschreiben und als Pakete zu verkaufen ist ein wichtiger Schritt in 2017.
Viele Anregungen hat mir hier Monika Birkner gegeben. Was bereits vorliegt ist das Produkt: Visionscoaching und ein Online-Verkaufsseminar.

Eine ziemliche Herausforderung ist das Online-Marketing. Interessenten zu gewinnen ist die Hauptaufgabe Nummer 1. Hier gibt es noch viel zu tun! Meine Facebook-Präsenz möchte ich in 2017 auf einen guten Standard bringen. Meiner Einschätzung nach genügt jedoch Facebook bei weitem nicht. Für meine Zielgruppe der Führungskräfte ist sicher XIng und Linkedin wichtig.

2017 – Podcast-Start

Ein Herzensanliegen ist mein Podcast „Durchstarten mit Führung“, den ich im ersten Quartal 2017 starten möchte. Dieser Podcast richtet sich an „junge“ Führungskräfte – also Personen, die sich auf eine Führungsaufgabe vorbereiten, gerade eine Führungsaufgabe übernommen haben oder in einem größeren Unternehmen in eine neue Führungsposition wechseln. Ich möchte gerne mein Wissen und meine Erfahrung aus mehr als 20 jahren Führungskräftetrainings zur Verfügung stellen und interessante Interviewpartner in meine Show einladen.
Auf die Idee eines Podcasts hat mich Christian Gursky gebracht. Er hat mich motiviert, diese Sache anzugehen.
Gott sei Dank habe ich keinen Perfektionsdrang. Zwar wede ich mich bemühen, gute Qualität zu liefern – aber es muss alles im Rahmen bleiben. Nur zu oft ist die Perfektion eine verkappte Vermeidungsstrategie!

VUCA-Welt

2016 kann ich nicht losgelöst von den internationalen Ereignissen betrachten. Es fiele mir schwer, die vielen schrecklichen Ereignisse und großen Veränderungen von denen wir alle betroffen sind einfach auszuklammern und nicht in die Jahresbilanz einfließen zu lassen. Tatsächlich befinden wir uns in einer Welt der großen Umbrüche: Brexit, Populismus, Migration, Terror, Krieg etc. das alles erlebte ich 2016 hautnah mit und es wird in 2017 aus meiner Sicht nicht weniger werden. Das ist deshalb auch so irritiend, da meine Generation in einer Zeit von relativer Stabilität aufgewachsen ist. In den letzten 10 Jahren ist jedoch diese Stabilität einer zunehmnden Verunsicherung gewichen.
Wir leben in einer VUCA-Welt. Dieser Begriff steht für:

  • Volatility (Unberechenbarkeit und Instabilität)
  • Uncertainty (Unsicherheit und Ungewissheit)
  • Complexity (Komplexität)
  • Ambiguity (Mehrdeutigkeit)

In meinen Coachings und Seminaren merke ich es immer wieder: Führungskräfte und Mitarbeiter sind hohem Veränderungsdruck ausgesetzt. Buchstäblich „über Nacht“ werden ganze Abteilungen „redimensioniert“ und „reorganisiert“, müssen neue Herausforderungen gemeistert werden und der Zeitdruck nimmt zu. Noch nie waren die Anforderungen an Führungskräfte so hoch wie heute. Es wird immer klarer, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Selbstführung, der Rollenklarheit, dem Verhandlungsgeschick und der Fähigkeit in der Organisation Vertrauen und ein wertschätzendes Klima aufzubauen, liegt. Über diese persönlichen Fähigkeiten hinaus werden Führungskräfte dann erfolgreich sein, wenn sie Visionen und Ziele vermitteln können, sowie eine werteorientierte Führungskultur entwickeln.

Mir liegen die angehenden Führungskräfte besonders am Herzen. Deshalb nehme ich mir für das Jahr 2017 vor, viele Angebote zu machen, die einen Beitrag leisten, die genannten Kompetenzen zu entwickeln!

Die Blogparade von Marit Alke findest du hier…

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